Fußball: Westdeutsche Meisterschaften der U17-Juniorinnen
ASC Schöppingen überrascht gegen die Großen

Schöppingen -

Als Außenseiter überraschen die U17-Juniorinnen des ASC Schöppingen auch bei den Westdeutschen Meisterschaften. Sogar gegen den Spitzenreiter der Bundesliga West gelingt ein Sieg. Das Halbfinale wird nur knapp verpasst. Doch auch Platz fünf ist aller Ehren wert. Erneut übertrifft die Mannschaft damit die eigenen Erwartungen.

Dienstag, 18.02.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 18:08 Uhr
Eindrücke von der Westdeutschen Meisterschaft der U17-Juniorinnen in der Sportschule Duisburg-Wedau. Der von vielen Fans unterstützte ASC Schöppingen überraschte mit Platz fünf und nahm selbst Turniersieger 1. FC Köln beim 0:0 Punkte ab.
Eindrücke von der Westdeutschen Meisterschaft der U17-Juniorinnen in der Sportschule Duisburg-Wedau. Der von vielen Fans unterstützte ASC Schöppingen überraschte mit Platz fünf und nahm selbst Turniersieger 1. FC Köln beim 0:0 Punkte ab. Foto: Verein

„Mit gemischten Gefühlen“, so beschrieb es Michael Webers aus dem Trainertrio, reisten die Schöppingerinnen zur Sportschule Duisburg-Wedau. Trotz einer bislang überragenden Saison und starken Vorstellungen auch unterm Hallendach waren die Erwartungen nicht sehr hoch gesteckt. Als Kreisligist war der ASC in dem zehn Mannschaften umfassenden Teilnehmerfeld nun mal nur krasser Außenseiter.

Die U17-Juniorinnen des ASC Schöppingen.

Die U17-Juniorinnen des ASC Schöppingen. Foto: Verein

Im Auftaktspiel der Vorrunde traf der ASC auf den Düsseldorfer CfR. Die anfängliche Nervosität wurde schnell abgelegt. Durch ein Tor von Goalgetterin Sarah Bunnefeld hieß es 1:0 (13. Min.). Die Abwehr ließ nichts zu, das Ergebnis wurde gehalten. „Ein optimaler Start in die Westdeutsche Meisterschaft“, freuten sich die Schöppinger Trainer Michael Webers, Christian Bunnefeld und Achim Bruns.

Dann kam es zum mit Spannung erwarteten Aufein­andertreffen mit dem Bundesligisten 1. FC Köln . In der 15-minütigen Partie verzeichnete der ASC die ersten beiden großen Chancen, die aber von der hervorragend aufgelegten Torhüterin der Geißböcke vereitelt wurden. Dennoch: Der ASC hatte den spielstarken Kölnerinnen immer etwas entgegenzusetzen. Der spätere Turniersieger fand keine Mittel, den Ball im von Lena Scheller gehüteten Tor unterzubringen. Kurz vor Schluss ergab sich eine Schrecksekunde, als ein Weitschuss der Kölnerinnen an den Außenpfosten knallte – es blieb beim 0:0. Wie sich herausstellen sollte, schaffte es nur der ASC Schöppingen , gegen den neuen Westdeutschen Meister nicht zu verlieren. Weitere Punkte gab der 1. FC Köln an diesem Wochenende nicht ab.

Im dritten Vorrundenspiel, nun am Sonntagmorgen, stellte der ASC auch gegen den 1. FFC Bergisch Gladbach das über weite Strecken besseren Team. Geduld war jedoch gefordert, erst Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielte Luisa Ebbinghoff mit einem beherzten Schuss aus spitzem Winkel den viel umjubelten Siegtreffer. Der ASC war jetzt zwischenzeitlich mit sieben Punkten sogar Tabellenführer der Gruppe A.

Im letzten Spiel der Vorrunde gegen den SV Moers, Spitzenreiter der Niederrhein-Liga, hätte den Grün-Weißen ein Unentschieden zum Einzug in das Halbfinale gereicht. Schnell ging der ASC mit 1:0 durch Sarah Bunnefeld in Führung, das 2:0 lag in der Luft. „Dann wurde uns eine klare Ecke verwehrt. Im Gegenzug kassierten wir das 1:1“, berichtete Webers. Für den ASC, den Außenseiter, war es im Übrigen im vierten Spiel der erste Gegentreffer. Das 1:1 wäre ja noch okay gewesen, aber zwei weitere Gegentreffer bedeuteten das 1:3.

Und das war ärgerlich. Bei Punktgleichheit entschied der direkte Vergleich für Moers, den späteren Finalisten, im Kampf um Platz zwei hinter dem 1. FC Köln.

Die erst einsetzende Enttäuschung über das so knappe Verfehlen des Halbfinales war schnell verflogen. Im Spiel um Platz fünf wartete kein Geringerer als der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga West, die SGS Essen. Ein weiteres Highlight für die ASC-Fußballerinnen.

In einem spannenden Spiel sorgte der Kreisligist mit dem 0:0 für den nächsten Paukenschlag. „Der Klassenunterschied war nicht zu spüren, eine tolle Energieleistung der kompletten Mannschaft“, war sich das Trainerteam in der Beurteilung einig.

Nun musste ein Sechsmeter-Schießen entscheiden. Greta Webers, Sarah Bunnefeld und Josijn Späker traten an, alle drei verwandelten sicher. Essen wiederum scheiterte an Jenny Thiergärtner. Die zahlreichen ASC-Fans feierten ihre Mannschaft. Da war der Jubel groß, als Mannschaftsführerin Josijn Späker die Urkunde für Platz fünf überreicht wurde.

„Vier von fünf Spielen haben wir ohne Gegentor überstanden. Auch gegen den Westdeutschen Meister haben wir gepunktet. Zwei Bundesligisten wissen jetzt, wer der ASC Schöppingen ist“, bilanzierte Michael Webers. Und kündigte weitere Taten an. Nach Abschluss der Hallensaison peilt die U17 des ASC Schöppingen nun die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga an.

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