Fußball: Kreisliga A1
Im Derby bricht Vorwärts Epe 2 den Bann

Epe -

Die vergangene Saison 2018/2019 in der Kreisliga A1 war eine bemerkenswerte gute für Vorwärts Epe 2. Daran werden die Grün-Weißen nicht anknüpfen können. Aber zum Klassenerhalt sollte es reichen.

Samstag, 22.02.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2020, 10:14 Uhr
Barry Mamadou: Der Offensivspieler der Grün-Weißen ist der einzige Akteur im Vorwärts-Dress, der alle 18 Partien mitgemacht hat. Mit acht Treffern ist er auch der erfolgreichste Torschütze der Mannschaft.
Barry Mamadou: Der Offensivspieler der Grün-Weißen ist der einzige Akteur im Vorwärts-Dress, der alle 18 Partien mitgemacht hat. Mit acht Treffern ist er auch der erfolgreichste Torschütze der Mannschaft. Foto: Angelika Hoof

Die Grün-Weißen beendeten die Vorsaison als Fünfter, mussten erst am letzten Spieltag noch Fortuna Gronau auf Platz vier an sich vorbeiziehen lassen. Die Mannschaft von Ex-Trainer Ahmet Durmaz fügte dem Meister VfB Alstätte beim 2:1 sogar eine von nur zwei Niederlagen bei.

Von den 46 Punkten, die das Team vom Wolbertshof damals in der Endabrechnung erreichte, ist Vorwärts Epe 2 in der Spielzeit 2019/20 indes noch meilenweit entfernt. In diesem Jahr geht es wohl nur einzig und alleine um den erfolgreichen Klassenerhalt. Zumindest dafür stehen die Aktien gut bei der Elf des Trainerduos Dirk Werenbeck und Stefan Kurtdili.

Saisonverlauf

18 von 30 Partien hat Vorwärts Epes zweite Mannschaft in der A-Liga bereits absolviert. 18 Punkte sind es bislang geworden. Dass das Vorjahresergebnis mit 46 Zählern also auch nur annähernd erreicht wird, erscheint fast utopisch. Denn die Grün-Weißen verloren aktuell doppelt so oft wie sie gewannen. Den fünf Siegen stehen zehn Pleiten gegenüber. Drei Remis kommen noch hinzu. Das macht in der Zwischenabrechnung somit Platz 13, nur drei Mannschaften sind schlechter.

Tore

35 erzielte Treffer bedeuten unterdessen einen guten Wert, mit dem Epe offensiv betrachtet sich durchaus im Mittelfeld einpendelt. Größtes Manko ist demzufolge dann die Defensive, weil die Vorwärtsler schon 48 Gegentore kassierten. Das wiederum ist gleichzusetzen mit der drittschwächsten Abwehrreihe in der Kreisliga A1. Dadurch wurden viele Punkte schlussendlich eben liegen gelassen. Einer der drei deutlichsten und ein in vielen Belangen auch überzeugender Sieg glückte der Mannschaft vom Wolbertshof in einem Flutlichtspiel Anfang Oktober an einem Donnerstagabend, als Vorwärts bei den Sportfreunden Ammeloe mit 3:0 gewann. Von Aufbruchstimmung konnte anschließend allerdings nicht gesprochen werden. Denn direkt danach kassierten die Grün-Weißen auch ihre beiden deutlichsten Pleiten: erst ein 2:6 gegen SuS Stadtlohn 2, dann ein 0:4 beim FC Vreden. Auffällig ist zudem, dass sich Epe in der Fremde deutlich besser anstellt als am heimischen Wolbertshof. Drei Siege und zwei Remis glückten in den neun Gastspielen. Zu Hause waren es lediglich zwei Erfolge und ein Unentschieden, was den Vorwärtslern den vorletzten Platz in der Heimtabelle beschert.

Serientäter

Der Start in die neue Spielzeit 2019/20 missriet der Mannschaft ums neue Trainergespann Dirk Werenbeck und Stefan Kurtdili komplett. Alles begann mit einer 1:4-Heimpleite gegen den ASC Schöppingen sowie einem 0:3 beim momentanen Tabellenführer SV Heek. Und so fanden sich die Grün-Weißen gleich im Abstiegsstrudel wieder, denn am Ende standen sechs Auftaktniederlagen in Folge. Bis einschließlich zum sechsten Spieltag zierte Epe damit auch vier Mal das Tabellenende der Kreisliga A1. Beendet wurden die Misserfolge ausgerechnet am siebten Spieltag im Eper Derby gegen die FC-Reserve, die mit 4:1 in die Knie gezwungen wurde. „Das war ein verdienter Sieg, der uns wieder einmal zeigt, wie wichtig die Laufarbeit und das richtige Zweikampfverhalten sind. Denn stimmt die Einstellung, kommt das Fußballerische von ganz allein“, freute sich am 22. September letzten Jahres auch Dirk Werenbeck darüber, dass der Bann endlich gebrochen war. Die Grünen vom Wolbertshof nahmen diesen Schwung mit, spielten anschließend 1:1 in Lünten und siegten 3:0 in Ammeloe. Drei Partien ohne Niederlage – das war dann eine gute, aber nicht die beste Serie der Eperaner. Denn beginnend mit dem 4:1 Ende Oktober in Oeding glückten Vorwärts Epes Zweite drei Siege am Stück plus zwei Unentschieden, sodass die Elf vom Wolbertshof hier elf von 15 möglichen und von ihren 18 Punkten holte und sich bis Anfang Dezember selbst aus dem schlimmsten Schlamassel befreit hatte.

Personalia

Wenn es so etwas wie den Spieler der Hinrunde gibt oder zumindest den auffälligsten Akteur, dann muss ein Name fallen: Barry Mamadou. Denn der Offensivspieler der Grün-Weißen war zum einen der einzige Akteur im Vorwärts-Dress, der alle 18 Partien mitgemacht hat. Und er war auch der Kicker, dem die meisten Eper Treffer gelangen – nämlich acht an der Zahl. Patrick Leuders mit sechs, Hendrik Huesmann mit fünf und Andreas Fontein sowie Patrick Huesmann mit je vier Toren folgen dem Topschützen. An torgefährlichen Akteuren mangelt es den Vorwärtslern in der Kreisliga A1 also definitiv nicht. Sechs weitere Spieler waren darüber hinaus doppelt oder zumindest ein Mal erfolgreich. Selbst wenn Mamadou in allen 18 Begegnungen mit dabei war, in einer Statistik liegt er nicht vorne: Auf die meiste Einsatzzeit kommt Jannis Damm mit 1333 von 1620 möglichen Minuten in 17 Partien. Hendrik Huesmann (1267), Tobias Hellkuhl (1198) und Johannes Ostendorf (1121) heißen die weiteren Dauerbrenner. Dieses Trio bringt es auch gleichermaßen auf 15 Einsätze. Apropos: 32 Spieler kamen schon auf mindestens ein Spiel. Das ist ein vergleichsweise sehr hoher Wert.

WN-Prognose

Auch wenn Schlusslicht Eintracht Stadtlohn noch eine Partie und der Vorletzte Ottenstein zwei Spiele nachholen muss – wenn sich Vorwärts Epe 2 nicht komplett dumm anstellt, sollten die Grün-Weißen nicht mehr in allergrößte Abstiegsnöte geraten. Allerdings darf sich das Team definitiv keinen Start wie zu Saisonbeginn leisten. Die Mannschaften unmittelbar vor den Grün-Weißen haben ebenfalls allesamt noch ein Match weniger bestritten. Eine leichte Verbesserung sitzt drin, ein einstelliger Tabellenplatz wird es eher nicht mehr werden. Vorwärts Epe landet auf Platz elf bis 14.

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