Handball: Landesliga Männer
Vorwärts verschenkt den Sieg beim SC Münster

Gronau -

Die Frage, ob es eher ein gewonnener oder verlorener Punkt beim 30:30 (17:14) in Münster war, beantwortete Adam Fischer eindeutig: „Wir haben heute nur an Erfahrung gewonnen. Nämlich wie wir solch eine Partie nicht beenden dürfen.“

Montag, 09.03.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 17:04 Uhr
Fabian Moß traf elf Mal für die Blau-Weißen.
Fabian Moß traf elf Mal für die Blau-Weißen. Foto: Angelika Hoof

Beim Sportclub lag Handball-Landesligist Vorwärts Gronau schließlich schon mit 25:20 im zweiten Durchgang vorne. „Diese Steilvorlage haben wir aber leider nicht genutzt“, ärgerte sich Fischer extrem.

Insgesamt blieb es natürlich ein sehr guter Auftritt der Blau-Weißen, die schon im ersten Durchgang viel Druck auf einen leicht ersatzgeschwächten Gegner ausübten und sich den Drei-Tore-Vorsprung redlich verdient hatten. Fischer: „Der Plan für die zweite Hälfte war also klar: Zehn Minuten Vollgas geben und die Partie entscheiden.“

Malocher ohne Durchschlagskraft

In der Abwehr wurde auch weiterhin richtig malocht, doch die daraus resultierenden Balleroberungen wusste Vorwärts im weiteren Spielverlauf dann zu selten in Tore umzumünzen. Und auf einmal geschah, was eigentlich nicht hätte passieren dürfen: Der Vorsprung schmolz.

Der SC Münster verkürzte eine Viertelstunde vor dem Ende mit drei Treffern in Serie schon einmal auf 22:25. „Wir haben den Gegner heute selbst wieder stark gemacht“, sah auch Adam Fischer jetzt eine immer hektischere Partie, in der die Domstädter nach 57 Minuten erstmals zum 29:29 ausglichen. Eine halbe Minute später brachte Fabian Moß mit seinem elften Treffer an diesem Abend Gronau aber wieder in Führung.

Ausgleich neun Sekunden vor Abpfiff

Doch Vorwärts machten den Sack nicht zu. Gleich drei Mal schenkten die Blau-Weißen den Ballbesitz wieder her. Dann war es neun Sekunden vor dem Abpfiff passiert.

„Weiß der Geier, wie der Kreisläufer überhaupt noch ans Leder kommen konnte“, fluchte Adam Fischer. „Heute hätten wir dieses Match definitiv gewinnen müssen.“

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