Tennis: Änderungen bei Gronau Open 2020
Ein Turnier der Premium-Tour

Gronau -

Zum 17. Mal sollen im August die Gronau Open in der Dinkelstadt stattfinden. Dabei wird es allerdings einige Änderungen geben. So soll beispielsweise der erste Aufschlag eine Woche später als in den Vorjahren erfolgen.

Montag, 23.03.2020, 07:42 Uhr
Marina Melnikova war die überragende Spielerin der Gronau Open in den vergangenen drei Jahren.
Marina Melnikova war die überragende Spielerin der Gronau Open in den vergangenen drei Jahren. Foto: aho

Die Vorbereitungen laufen schon länger. Im August möchte der TV Grün-Gold Gronau erneut die Gronau Open präsentieren. Die mittlerweile 17. Auflage dieses Turniers, das auf der Anlage an der Losserstraße ausgetragen wird, steht dann an. Das Damen-Tennisturnier ist seit Jahren die hochrangigste Sportveranstaltung in Gronau. Jedoch kündigen sich einige Veränderungen an.

„In diesem Jahr sind wir eine Woche später dran als üblich. Erst in der letzten Woche im August, vom 26. bis 30. August, finden die Gronau Open 2020 statt“, sagt Jens Gabbe , einer der Organisatoren dieses Events. Gabbe, der dieses Turnier 2004 zusammen mit seinem Sohn Sven und Heinz Braasch ins Leben gerufen hat, ist sich sicher, dass die Anhänger des Tennissports in Gronau und Umgebung diesen Termin in ihrem Kalender notieren werden. Das Land NRW hat bereits zugesagt, erneut die Schirmherrschaft für die Gronau Open zu übernehmen.

Ob dann Marina Melnikova, die überragende Spielerin der vergangenen drei Jahre, erneut direkt an der deutsch-niederländischen Grenze aufschlagen wird und nach ihrem Titel-Hattrick Turniersieg Nummer vier anstrebt, wird sich im Sommer entscheiden.

Wichtige Entscheidungen getroffen

Dafür sind andere Entscheidungen schon getroffen worden. Waren die Gronau Open bislang Teil der German Masters Series, werden die nationalen Turniere dieser Tour nun in einer eigenen Serie zusammengefasst: in der DTB Premium Tour. Gabbe und seine Mitstreiter können sich mit dieser neuen Konzeption des Deutschen Tennis Bundes (DTB) gut anfreunden. Schließlich werden die wichtigsten Wettbewerbe, darunter die Gronau Open, so als die hochwertigsten Tennisturniere auf nationaler Ebene kenntlich gemacht.

Um als Veranstaltung in die Premium Tour aufgenommen zu werden, müssen die Ausrichter einige Qualitätskriterien erfüllen. So ist zum Beispiel ein Mindestpreisgeld in Höhe von 5000 Euro auszahlen und sind weitere Vorgaben des DTB zu erfüllen: Der Oberschiedsrichter muss im im Besitz einer gültigen A-Lizenz sein. Verpflichtend ist auch der Einsatz eines Stuhlschiedsrichter mindestens ab dem Halbfinale.

Andererseits profitieren die Veranstalter von diversen Vorteilen, die ihnen der DTB bietet. „Da geht es unter anderem um das Nutzungsrecht des Serienlogos, das als Qualitätssiegel und Herausstellungsmerkmal dient. Da geht es auch um Sonderkonditionen für den Kauf des offiziellen Balles der DTB Tour, die Auflistung der Turniere auf der DTB Homepage oder zusätzliche Ranglistenpunkte ab dem Viertelfinale“, erläutert Gabbe, „und auch um die Koordination im Turnierkalender.“

Erneut geht es um 11 000 Euro

Das Preisgeld ist für den TV Grün-Gold keine Hürde, es beträgt seit mehreren Jahren konstant 11.500 Euro. „Wir werden weiterhin von zahlreichen Sponsoren unterstützt, die dieses Turnier erst möglich machen. Und es geht auch im Rahmen der DTB Tour um den Pokal der R+V-Versicherung, präsentiert werden die Gronau Open abermals von der Volksbank-Gronau“, betont Gabbe. Diese Aussage liegt ihm am Herzen. „Nur deshalb ist es möglich, Spitzentennis für die Zuschauer zum Nulltarif zu bieten“, sagt Gabbe. Auch in diesem Jahr wird an der Losserstraße kein Eintritt erhoben.

Die deutschen Premium-Turniere auf nationaler Ebene verteilen sich auf drei Ebenen. Nur die Deutschen Meisterschaften genießen den A1-Status, dazu gibt es insgesamt zehn A2- und neun A3-Ranglistenturniere. „Auf der Turnierkarte der Premium-Standorte sind wir der nördlichste Punkt“, weiß Gabbe. Und er freut sich, dass die Gronau Open als A2-Turnier herausragen. „Von den zehn A2-Turnieren sind nämlich allein sieben den Herren vorbehalten. Nur in Weiler in Rheinland-Pfalz, im bayrischen Meitingen und bei uns in Gronau werden den talentiertesten deutschen Tennisspielerinnen Turniere auf A2-Niveau, also direkt unterhalb der deutschen Meisterschaften, angeboten“, erklärt Gabbe.

Größeres Hauptfeld statt Qualifikation?

Hinsichtlich weiterer Planungen will sich der TV Grün-Gold Gronau mit dem Oberschiedsrichter absprechen. „Wir überlegen, ob wir die Qualifikation abschaffen und dafür mit einem 48er-Hauptfeld starten“, sagt Gabbe. Offen ist auch, ob es am Finaltag zwischen Halbfinale und Endspiel einen Schaukampf gibt.

Noch haben die Organisatoren reichlich Zeit, die Gronau Open 2020 vorzubereiten.

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