Budo Mugen Gronau lädt zum Mitmachen ein
Judo-Safari als Heimtraining

Gronau -

Das Coronavirus stellt derzeit das Leben auf den Kopf. Auch in den Sportvereinen kam der Trainingsbetrieb vor drei Wochen in den öffentlichen Sportstätten zum Erliegen.

Anstatt in einen Dornröschenschlaf zu fallen und auf das Ende der Pandemie zu warten, gehen Sandra und Bodo Manthey, Judo-Trainer von Budo Mugen Gronau, andere Wege.

Samstag, 04.04.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 04.04.2020, 06:01 Uhr
Judotraining in den eigenen vier Wänden, hier im Hause Manthey.
Judotraining in den eigenen vier Wänden, hier im Hause Manthey. Foto: Manthey

 

Sie machen sich die Idee der Judo-Safari zunutze, einer Breitensportaktion des DJB , bei der sich junge Judoka normalerweise gemeinsam spielerisch sowie kreativ messen und es so viele Punkte wie möglich zu ergattern gilt.

„Im Rahmen unserer Judo-Safari@Home, die in Zeiten von Corona natürlich ohne Partner und ohne Matten stattfinden muss, gibt es jede Woche eine Challenge“, erklärt Bodo Manthey . So galt es in der ersten Woche möglichst viele Hampelmänner innerhalb von 40 Sekunden zu absolvieren. Beim zweiten Leistungsnachweis war Ausdauer beim Ballwerfen im Liegestütz gefordert, in dieser Woche ging es um Geschicklichkeit und Gleichgewicht beim Absolvieren von Standwaagen. Am Ende jeder Challenge können die Teilnehmer ihr Video dem Verein per whatsapp oder E-Mail (info@budo-gronau.de) zukommen lassen.

„Sämtliche Videos werden analysiert, die Ergebnisse festgehalten und bewertet. Am Ende dürfen die Teilnehmer gespannt sein, welches Abzeichen wir ihnen überreichen“, verrät Sandra Manthey , die für die Teilnahme immerhin schon 20 Vereinsmitglieder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren motivieren konnte.

In Anlehnung an die Rangfolge der Judo-Gürtel kommen bei den Abzeichen ein schwarzer Panther, ein brauner Bär, ein blauer Adler, eine grüne Schlange, ein roter Fuchs und ein gelbes Känguru in Betracht, die die jungen Judoka voller Stolz auf ihre Anzüge nähen lassen können.

Neben sportlichem Können ist bei der Judo-Safari aber auch Kreativität gefragt. „Die darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Passend zur derzeitigen Situation haben wir uns als Thema ´Judo allein zu Haus` überlegt, das in gemalten Bildern oder Fotos zum Ausdruck gebracht werden soll. Abgabeschluss ist im Übrigen der 19. April 2020“, erläutert Bodo Manthey.

Was bei Budo Mugen Gronau Mitte März bereits im kleinen Rahmen begann, fand über soziale Netzwerke rasch den Weg in die Verbände. So wurden der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband und der Deutsche Judo-Bund (DJB) über Instagram auf die Aktion von Budo Mugen Gronau aufmerksam. Mittlerweile haben die Verbände die Online-Idee übernommen, um noch mehr sportbegeisterten Judoka die Möglichkeit zum Home-Training zu geben.

„Unabhängig von der Safari konnten wir unser derzeitiges Angebot letzten Samstag noch um ein Online-Training erweitern, das wir per Videokonferenz aus unserem Keller allen Vereinsmitgliedern angeboten haben“, erläutert Bodo Manthey.

Am 28. März sind die Mantheys mit zehn Budo Mugen-Teilnehmern gestartet, bereits für heute haben sich weitere Judoka angekündigt. „Das Online-Training läuft als Videokonferenz (https://zoom.us). Unsere Söhne Sven und Falk machen die Übungen vor, während ich gemeinsam mit meiner Frau das Training der Teilnehmer verfolge, um sie gegebenenfalls direkt zu korrigieren“, erklärt Bodo Manthey.

Stay at home und macht Judo – trotz alledem hoffen Sandra und Bodo Manthey auf ein baldiges Wiedersehen mit ihren Vereinsmitgliedern im Dojo.

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