Fußball: A1 des FC Epe steigt in die Bezirksliga auf
Historisches Ereignis für den Verein

Epe -

Der FC Epe hat sich mit zwei Konkurrenten ein Rennen um die Meisterschaft geliefert. Man rechnete nicht mit dem Titel, aber man hoffte darauf. Doch dann kam Corona und brachte alles durcheinander.

Freitag, 19.06.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 21.06.2020, 17:35 Uhr
Kilian Voß zählt zu den Spielern, die mit der A-Jugend den Aufstieg feierten und zugleich in der 1. Mannschaft eingesetzt wurden.
Kilian Voß zählt zu den Spielern, die mit der A-Jugend den Aufstieg feierten und zugleich in der 1. Mannschaft eingesetzt wurden. Foto: aho

Das Saisonende kam abrupt, zehn Spieltage wären noch zu absolvieren gewesen. Doch das Corona-Virus brachte alle Planungen durcheinander. Gerne weiter gespielt hätten auch die A-Junioren des FC Epe . Aber das war nicht möglich. Die Spielzeit 19/20 musste abgebrochen werden.

Gejubelt wurde dann dennoch in den Eper Bülten. Die A-Jugend steigt als Tabellenführer der Kreisliga A auf in die Bezirksliga . Für die Jugendabteilung der Blau-Weißen ein historischer Moment. Aber auch ein unerwarteter: Es gibt noch nicht einmal ein Meisterfoto dazu.

Am 7. März gewann der FC Epe bei Mitkonkurrent Union Lüdinghausen 1:0 (nach einem 1:1 im Hinspiel). Ein Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft. Nur vom Saisonabbruch ahnte noch niemand etwas.

Bis dahin hatten sich die TSG Dülmen, Union Lüdinghausen und der FC Epe ein heißes Rennen um Platz eins geliefert. Schließlich setzte sich der FC Epe hauchdünn vor Herbstmeister Dülmen und Lüdinghausen durch.

„Unser Ziel war es, oben mitzuspielen sowie die Derbys gegen Vorwärts Epe und Fortuna siegreich zu gestalten“, erklärt Jan Sundermann , der gemeinsam mit Jens Paganetty und Kevin Kleinsmann das Trainerteam bildete. Zudem hatte Sundermann im November den Trainerposten bei den 2. Herren übernommen.

Als herausragende Qualität der Mannschaft um Teamführer Paul Müller werten die Trainer die mannschaftliche Geschlossenheit. „Wenn es darauf ankam, waren die Jungs da. Eine starke Truppe auch abseits des Platzes.“

Auf dem Feld gefiel besonders die Offensive, die beste der Liga mit 71 Treffern in 16 Begegnungen. Noah Eglins wurde mit 19 Treffern Torschützenkönig der Liga, Marcel Buß und Julius Klein trafen je 14 mal, für Noah Bruns und Paul Müller wurden je acht Treffer notiert. Defensiv gefielen Leon Wellinghorst und Henning Große Frericks. „Aber ich könnte noch ein paar andere Spieler nennen, auf die man sich immer verlassen konnte“, betont Sundermann. Was auch für die B-Jugendlichen gilt, die zur Unterstützung eingesetzt wurden.

Dabei war die Belastung für einige Leistungsträger wie Kilian Voß, Freek Olthuis und Julius Klein enorm. Sie wurden Woche für Woche auch in der 1. Mannschaft von André Hippers in der Bezirksliga aufgeboten. Auch Paul Paganetty, Paul Müller und Noah Eglins kamen dort zu Einsätzen.

Unter diesen Umständen war die Meisterschaft, die schon ein Jahr zuvor nur knapp verfehlt wurde, nicht zwingend zu erwarten. „Vielleicht zu erhoffen“, meint Jan Sundermann, der dann darüber hinwegsieht, dass das Team auch launisch und im Training mal fahrig sein konnte – oder vergesslich. Das beweist die vergessene Trikottasche auf dem Weg nach Dülmen. Dort kassierte der FC Epe auch prompt eine von nur zwei Saisonniederlagen.

Dem stehen jedoch 13 Saisonsiege gegenüber. Und die sollen kein schlechtes Omen für die nächste Saison sein. „Der Aufstieg in die Bezirksliga wird angenommen“, weiß Sundermann, „aber es wird ein schweres Jahr.“ Sundermann selbst rückt hoch und unterstützt André Hippers zukünftig als Co-Trainer der 1. Herren.

Nun freut sich der FC Epe auf die Herausforderung. Zum ersten Mal spielt eine Jugendmannschaft aus den Bülten in der Bezirksliga. Die neu zu bildende Mannschaft der A-Junioren soll in allen möglichen Situationen viel Unterstützung bekommen.

Zur Meistermannschaft zählen: Paul Paganetty, Tim Ole Maat, Leon Wellinghorst, Henning Große Frericks, Mattes Holtkamp, Jannik Dapper, Nico Büscher, Leon Meyer, Paul Müller, Marius Holtkamp, Florian Lenz, Marcel Buß, Noah Bruns, Noah Eglins, Tom Meyer, Florian Lenz, Julius Klein, Arne Testrote, Freek Olthuis und Kilian Voss.

Das Trainerteam bestand aus: Jan Sundermann, Jens Paganetty und Kevin Kleinsmann, bei Bedarf unterstützt von Peter Siewert und Thomas Kottig.

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