Fußball-Bezirksliga 11: Vorwärts Epe
Bültbruns Bilanz fällt positiv aus

Epe -

Das Saisonende kam abrupt. Bedingt durch die Pandemie coachte Dirk Bültbrun den Fußball-Bezirksligisten Vorwärts Epe am 8. März zum letzten Mal. Dass er sich mit einem 3:2-Heimsieg über den SV Gescher von den Grün-Weißen verabschieden würde, ahnte der Coach damals nicht. Schließlich waren in dieser Spielzeit erst 21 von geplanten 34 Spieltagen absolviert.

Montag, 22.06.2020, 07:26 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 07:30 Uhr
Vier Fotos aus den vier Jahren, in denen Dirk Bültbrun bei Vorwärts Epe als Coach tätig und erfolgreich war.
Vier Fotos aus den vier Jahren, in denen Dirk Bültbrun bei Vorwärts Epe als Coach tätig und erfolgreich war. Foto: A. & St. Hoof

Das Saisonende kam abrupt. Bedingt durch die Pandemie coachte Dirk Bültbrun den Fußball-Bezirksligisten Vorwärts Epe am 8. März zum letzten Mal. Dass er sich mit einem 3:2-Heimsieg über den SV Gescher von den Grün-Weißen verabschieden würde, ahnte der Coach damals nicht. Schließlich waren in dieser Spielzeit erst 21 von geplanten 34 Spieltagen absolviert.

Schade für die Bültbrun-Schützlinge, die seit der unglücklichen, weil so späten Niederlage beim Tabellenzweiten SuS Stadtlohn Anfang Oktober fortan in zwölf Spielen unbesiegt geblieben waren.

„Ich hatte zu diesem Zeitpunkt wirklich ein gutes Gefühl, dass noch etwas möglich ist“, erklärte jetzt rückblickend Dirk Bültbrun. „Direkt vor der Winterpause haben wir uns über den Derbysieg gefreut, in diesem Jahr neun von neun möglichen Punkten geholt und dabei auch Spitzenreiter TuS Hatern II besiegt“, ergänzte er.

Aber das Corona-Virus sorgte für den vorzeitigen Saisonabbruch und bescherte Vorwärts Epe hinter TuS Haltern II und SuS Stadtlohn den dritten Rang.

Für den scheidenden Coach endete das Engagement am Wolbertshof mit einer sportlichen sehr positiven Bilanz – und so hatte die vierjährige Schaffenszeit des Meteleners auch in Epe begonnen: mit einem 7:0-Kantersieg über SuS Stadtlohn 2 am 13. August 2016. Ein Erfolg, der die Vorwärtsler mal gleich an die Tabellenspitze der Bezirksliga katapultiert hatte. Die Hinrunde schlossen sie auch als Spitzenreiter ab – fünf Punkte vor dem späteren Meister SG Borken.

Vorwärts konnte seine Form nicht über den Winter konservieren und beendete die erste Spielzeit unter Bültbrun nach ausgeglichener Rückrunde auf Rang vier.

Im Spieljahr 17/18 riss Vorwärts keine Bäume aus. Wieder verlief der erste Saisonabschnitt erfolgreicher als der zweite, mit Platz zehn wurde der einstellige Rang, den Vorwärts meistens in dieser Liga erreicht, verpasst.

Aber die Delle in der guten Bültbrun-Bilanz machte Vorwärts Epe in den folgenden Spielzeiten mehr als wett. 2018/19 schloss das Team auf Rang drei hinter Eintracht Coesfeld und RW Deuten ab und beendete – für viele Fans der Grünen viel wichtiger – auch die schwarze Serie in Punktspielen gegen den Ortsrivalen FC Epe. Im sechsten Anlauf und nach einigen bitteren Momenten zuvor durfte Bültbrun am 2. Dezember 2018 seinen ersten Derby-Pflichtspielsieg gegen die Blauen genießen.

Vorwärts spielte 2018/19 zwei nahezu gleich gute Halbserien und schloss daran in dieser nun vorzeitig beendeten Serie nahtlos an, in der das Team sogar nur drei von 21 Begegnungen verlor.

Zwei dritte Plätze in Serie sind jetzt das, was Dirk Bültbrun seinem Nachfolger hinterlässt. Entsprechend positiv ist auch die Gesamtbilanz. Von 109 Punktspielen unter der Regie von Dirk Bültbrun gewann Vorwärts Epe 55. Zudem waren 19 Unentschieden und 35 Niederlagen zu notieren. Das Torverhältnis war in diesen vier Spielzeiten positiv. Vorwärts zählte stets zu den offensivfreudigsten Bezirksligisten (254 Treffer in 109 Punktspielen), nahm dafür aber auch Gegentreffer (180) in Kauf. Unterhaltsam war es.

Nicht zu vergessen ist der Einzug in das Kreis-Pokalfinale. Erst nach Verlängerung und einem höchst umstrittenen Treffer unterlag Vorwärts Epe vor zwei Jahren dem damaligen Westfalenligisten SuS Stadtlohn mit 0:1.

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