Fußballkreis Coesfeld/Ahaus bastelt an der neuen Saison
SG könnte A-Liga-Aufsteiger sein

Gronau -

Die SG Gronau könnte in der neuen Saison wieder im Fußball-Oberhaus im Kreis spielen. Laut Kreisvorstand Willy Westphal soll der Verein gefragt werden, ob er die Aufstiegsoption wahrnimmt. Andere Vereine haben schon „verweigert“.

Freitag, 26.06.2020, 14:47 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 10:36 Uhr
Kommt es in der neuen Saison wieder zum A-Liga-Derby in Gronau zwischen Fortuna und SG wie etwa in der Saison 2018/19? Der Fußballkreis will der SG eine Aufstiegsoption anbieten.
Kommt es in der neuen Saison wieder zum A-Liga-Derby in Gronau zwischen Fortuna und SG wie etwa in der Saison 2018/19? Der Fußballkreis will der SG eine Aufstiegsoption anbieten. Foto: Angelika Hoof

Spielt SG Gronau in der kommenden Saison wieder in der A-Liga? Trainer Cüneyt Özkan kann sich vieles vorstellen. „Wir können über diese Frage nachdenken“, sagt er. „Ich würde uns das zutrauen“.

Özkan begrüßt zudem, dass wieder Testspiele vereinbart werden dürfen. Es gebe schon erste Anfragen. Er warne aber davor, ohne echte Vorbereitung in ein Testspiel zu gehen. Die SG habe zwar das Training wieder aufgenommen, sei aber noch nicht spielfähig. „Wir haben viele technische Übungen in kleinen Gruppen gemacht. Jetzt geht es darum, erst mal wieder ein bisschen Fußball zu spielen.“

„Üblicherweise geht es richtig zur Sache um das Ticket zur „Erstklassigkeit“. Die Kreisliga A als attraktives Ziel für die Herren Fußballer? Das scheint in dieser ohnehin ungewöhnlich beendeten Saison anders zu sein, denn der SuS Olfen II und der VfL Billerbeck wollen nicht. „Beide haben ihren Aufstiegsverzicht erklärt“, bestätigt der Kreisvorsitzende Willy Westphal auf Anfrage. Das könnte jetzt den Sportfreunden Graes die Tür öffnen – und möglicherweise auch der SG Gronau.

Als Abbruch-Tabellenführer der Kreisliga B2 dürfte eigentlich der SuS Olfen II den Sprung in die A-Liga wagen. Mit drei Punkten Vorsprung auf den VfL Billerbeck II thronten sie im März auf dem Platz an der Sonne – dann aber erklärte der Club, au den Aufstieg verzichten zu wollen. „Die Mannschaft ist sich darüber im Klaren, dass sie da oben sehr glücklich steht. Sie fühlt – und das ist jetzt ein Zitat aus der Mannschaft – sich taktisch und spielerisch noch nicht reif für die Kreisliga A“, erklärte der Sportliche Leiter Norbert Sander. Daher wollte die Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Timo Torlop noch ein „Lehrjahr“ einlegen und wieder oben angreifen.

„Mit diesem Verzicht ging das Aufstiegsrecht auf den VfL Billerbeck II als Tabellenzweiten über“, erläutert Westphal. Auch der befasste sich intensiv mit dem Thema und verzichtete. „Wir werden versuchen, auch mit dem neuen Trainer Matthias Nettels und Co-Trainer Christian Ahlers, der uns erhalten bleibt, in der nächsten Saison wieder um die Meisterschaft in der Kreisliga B zu kämpfen“, hieß es aus Billerbeck.

Mit dem doppelten Nein stehen die Verantwortlichen im Fußballkreis nun vor einem Dilemma. Der Tabellendritte DJK Rödder darf als Herbstmeister ohnehin rauf in die A-Liga – und nimmt das auch an. „Weiter greift die Regelung aber nicht“, verweist Willy Westphal darauf, dass der Aufstieg eines Tabellenvierten nicht vorgesehen ist – was ohnehin zu riesigen Problemen führen würde, denn mit Arminia Appelhülsen (Platz vier), Adler Buldern II (Platz fünf) und der SG Coesfeld 06 II (Platz sechs) weisen gleich drei Mannschaften den identischen Quotienten von 1,95 auf, und das Torverhältnis soll nicht gewertet werden.

Einen weiteren Aufsteiger wollen sie aber unbedingt küren, kündigt der Kreisvorsitzende an. Denn für die beiden Staffeln der Kreisliga A sind normalerweise 32 insgesamt Mannschaften vorgesehen. Weil aber die beiden Coesfelder Mannschaften DJK-VBRS und SG 06 sowie SV Heek und ASV Ellewick in die Bezirksliga aufsteigen, sind vier Plätze frei – von denen bislang mit DJK Rödder und dem Tabellenführer der Staffel B 1, RW Nienborg, nur zwei vergeben sind, was in diesem Fall zu zwei 15-er-Gruppen führen würde. Wir werden prüfen, ob der Tabellenzweite der Kreisliga B 1 aufsteigen möchte“, kündigt Westphal an. Dort finden sich aber mit SF Graes auf Rang zwei, SG Gronau auf drei und SC Südlohn II auf vier gleich drei Mannschaften mit dem identischen Quotienten von 2,00 wieder. Ob keiner, nur einer oder gar alle aufsteigen? Fortsetzung folgt.

Möglicherweise wird die SG am Samstag auf ihrer Jahreshauptversammlung schon über die Aufstiegsfrage beraten.

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