Tennis: 17. Gronau Open
Favoritinnen greifen jetzt ein

Gronau -

Petrus muss ein Tennisfan sein. Nachdem es in den letzten Tagen stürmte und regnete, schien pünktlich zum Beginn der 17. Gronau Open am Donnerstag die Sonne.

Donnerstag, 27.08.2020, 18:47 Uhr
Ein einsatzreicher Arbeitstag war der erste Spieltag auch für den Oberschiedsrichter des DTB, Dietmar Stratmann
Ein einsatzreicher Arbeitstag war der erste Spieltag auch für den Oberschiedsrichter des DTB, Dietmar Stratmann Foto: aho

„Das Wetter ist ein Faktor, den wir als Turnierorganisation nie beeinflussen können,“ zeigte sich Sven Gabbe mehr als erleichtert.

„Wir haben zwar noch zwei Hallenplätze, aber die retten uns nicht über einen ganzen Turniertag“, war Gabbe froh, die Spiele wie geplant auf der Außenanlage an der Losserstraße auszutragen.

Die Spielerinnen dankten es in ihren Spielen der 1.Runde des Hauptfeldes mit spannenden Ballwechseln. Als erste Siegerin ging Marie Poetzing (TC Rot-Weiß Wahlstedt) vom Platz, deren Gegnerin Laur Böhner (TC Bredeney) beim Stand von 3:3 aufgab.

So einfach hatte es Kathrina Jacob (TC Rheinstadion) in ihrem Match gegen die um knapp 30 LK höher eingestufte Anastasiya Kuparev (Bonner THV) nicht. Die Vorfreude, durch eine Wild-Card in das Turnier gerutscht zu sein, übertrug Jacob in ihr Spiel. Gleich zu Beginn breakte die sympathische Tennislehrerin aus dem Rheinland ihre Gegnerin und brachte ihr eigenes Aufschlagspiel durch. Dennoch sollte es Kuparev sein, die die Chance auf den Gewinn des ersten Satzes erhielt. Jacob wehrte den Satzball ab und entschied den Satz für mit 7:5 für sich. Ihre lange Verletzungspause nach einer schweren Sprungverletzung merkte man ihr nicht an. Mit clever gesetzten Bällen gewann sie auch den zweiten Satz mit 6:4.

Jacob meinte später: „Ich habe vor Freude auf dem Platz getanzt, als Sven Gabbe mich anrief und mir sagte, dass ich eine Wildcard erhalte. Nach siebenjähriger Abstinenz bin ich endlich mal wieder dabei. In diesem Jahr passt es endlich mal wieder terminlich. Ich bin echt froh hier spielen zu dürfen.“

Währenddessen lieferten sich auf dem Center-Court Leah Luboldt (Gladbacher HTC) und Jonna Schröder (Tennisverein Süd Bremen) ein spannendes Dreisatzmatch, das geprägt wurde von langen und kraftvollen Grundlinienschlägen. Beide Kontrahentinnen spielten mit viel Power und Risikobereitschaft ohne Angst vor eigenen Fehlern. Mit 3:6, 6:2 und 6:1 gelang Schröder ein hervorragender, wenn auch sicherlich kräftezehrender Turnierauftakt.

Mit leichter Verspätung starteten die beiden Youngstars Nikol Mircheva (TC RW Gießen) und Paula Rumpf (TuS Ickern) in das Turnier, da Mircheva bei der Anreise im Stau steckengeblieben war. Dem Spiel von Rumpf schadete die längere Wartezeit nicht. Mit 6:2, 6:1 entschied die erst 17-Jährige das Match klar für sich und trifft am 2. Spieltag am Freitag auf die an eins gesetzte Julyette Steur.

Ein einsatzreicher Arbeitstag war der erste Spieltag auch für den Oberschiedsrichter des DTB, Dietmar Stratmann. Gleich mehrmals musste er die Entscheidung über strittige Bälle treffen. „Das gehört nun mal dazu, dafür bin ich hier“, nahm Stratmann seine Einsätze gelassen.

Nachdem am ersten Spieltag der Hauptrunde bereits 16 Partien ausgespielt wurden, dürfen am Freitag auch die gesetzten Spielerinnen auf die Asche.

Als Favoritinnen des Turniers sind Caroline Werner (BASF TC Ludwigshafen; DTB 21) und erst recht Julyette Steur (Tennispark Versmold; DTB 16) zu nennen. Doch auch Steffi Bachofer (TC Bernhausen; DTB 43), die bereits dreimal im Finale der Gronau Open stand, zählt zum Kreis der Titelanwärterinnen.

Turnierleiter Sven Gabbe hat noch eine ganz andere Spielerin auf dem Plan: „Immer ein Auge sollte man auch auf Michelè Tongers vom Tenniclub Bredeney haben, die immer für eine Überraschung gut ist.“

Für die Zuschauer bietet sich die Möglichkeit, allen Spielerinnen während ihrer Matches genau auf den Schläger zu schauen und live mitzuerleben, wer seiner Favoritenrolle gerecht wird.

Steur startet bereits um 14.30 Uhr in das Turnier. Danach begibt sich Bachofer gegen 16 Uhr auf den Platz. Werner spielt erst um 17.30 Uhr. Und Tongers (DTB 59)? Sie tritt um 14.30 Uhr an.

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