Frauenfußball: Landesliga
Fortuna bäumt sich zu spät auf

Gronau -

Eigentlich war alles angerichtet für einen Saisonstart wie aus dem Bilderbuch. Traumhaftes Wetter, dazu eine Mannschaft von Fortuna Gronau, die auf das erste Punktspiel regelrecht brannte.

Montag, 21.09.2020, 19:17 Uhr
Ab geht die Post: Nina Post erzielte die beiden Treffer für Fortuna Gronau.
Ab geht die Post: Nina Post erzielte die beiden Treffer für Fortuna Gronau. Foto: Angelika Hoof

Und natürlich mit der DJK GW Amelsbüren ein Gegner, der den Landesligisten von der Laubstiege gleich vor eine echte Herausforderung stellte. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs belegten die Grün-Weißen damals nämlich Rang drei. Am Ende reichte es aber eben nicht zumindest zu einem Teilerfolg wie 2019. Fortuna Gronaus Fußballerinnen verloren ihren Saisonauftakt mit 2:3. Vor ziemlich genau einem Jahr hatten sie Amelsbüren beim 1:1 noch einen Punkt abgerungen.

„Das ist eine absolut ärgerliche Niederlage“, schimpfte Trainerin Jacqueline Eckelmann nach dem Schlusspfiff. „Meiner Mannschaft muss ich aber attestieren, dass sie gerade in den letzten 20 Minuten wirklich alles dafür investiert hat, um doch noch ein Remis zu retten. Der Wille dazu war da. Aber manchmal steht das Glück eben auf der anderen Seite“, so die neue Übungsleiterin der Fortuna.

Pech für Zurkuhl und mit dem Schiedsrichter

Pech hatten die Gronauerinnen genau genommen schon in der ersten Spielhälfte. Oder zumindest nicht das nötige Matchglück. Vor allem nicht Jana Zurkuhl, die nach einem Eckball die beste Chance für die Blau-Schwarzen vergab, als sie mit ihrem Schuss den GWA-Kasten haarscharf verfehlte. Also stellten sich dann alle bereits auf eine torlose erste Halbzeit ein. Nur eben nicht Eva Tingelhoff. Die eilte in der 43. Minute auf einmal auf und davon, um doch noch die Gästeführung zu erzielen. „Dem Gegentreffer ging aus meiner Sicht eine klare Abseitsstellung voraus, die der Schiedsrichter leider übersehen hat“, kommentierte Eckelmann den 0:1-Rückstand zur Pause. Und sie hatte noch etwas mehr zu kritisieren.

Einige Fehler im Spielaufbau hatten Amelsbüren zu entsprechenden Tormöglichkeiten verholfen. Das wurde in der Pause auch deutlich angesprochen. Trotzdem kam Fortuna viel zu passiv aus der Kabine und fing sich prompt nach 57 Minuten das zweiten Gegentor, das die Ausgangslage beim 0:2 natürlich alles andere als einfacher gestaltete.

Systemumstellung fruchtet nur bedingt

Eckelmann reagierte, stellte von einem klassischen 4-4-2 auf ein 3-2-3-2 um, was zunächst seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Denn die Gronauerinnen wurden besser und erzielten durch Nina Post den 1:2-Anschlusstreffer. Dann warfen die Gastgeberinnen alles nach vorne – und wurden mit dem 1:3 böse ausgekontert (87.). Verloren war die Partie deswegen aber noch lange nicht. Denn Lina Kortbus erkämpfte sich direkt im Gegenzug das Leder, setzte Nina Post in Szene, die ihr zweites Tor in dieser Partie erzielte. Um ein Haar hätte es dann tatsächlich auch noch ein drittes Mal gescheppert. Doch der Freistoß von Evelyn Nagel landete praktisch mit dem Abpfiff nur am Lattenkreuz. Andernfalls hätte es zumindest noch für ein Happy End wie aus dem Bilderbuch gereicht.

Blick in die Landesliga

Der erste Spitzenreiter in der Landesliga-Staffel 3 der Frauen heißt SuS Concordia Flaesheim. Dem SuS gelang ein 6:0-Kantersieg gegen die SG Coesfeld. GW Nottuln feierte beim 5:0 gegen den SuS aus Legden den zweithöchsten Sieg. Auf ebenfalls sechs Tore brachte es der TuS Recke, der zum Ligastart mit 6:2 bei der Spielvereinigung Vreden siegte. Das ist insofern auch deswegen interessant, weil Fortuna Gronau am zweiten Spieltag am kommenden Sonntag (27. September) zu Gast im Fürstenbergstadion in Recke sein wird. Dort wird die Partie um 13 Uhr angepfiffen. Aufpassen sollten die Gronauerinnen dann vor allem auf Reckes Torjägerin Carmen Rieke, die in Vreden drei Mal erfolgreich war.

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