Handball-Landesliga: Vorwärts Gronau kassiert 13:26-Pleite bei Münster 08
Unterirdische Wurfquote am Kanal

Gronau -

13 Tore zu werfen in 60 Minuten, ist kein Wert, der auf eine Visitenkarte gehört. 26 Gegentreffer zu kassieren eigentlich auch nicht tragisch, denn in der Regel kann Vorwärts Gronau einen solchen Wert wegstecken. Nicht aber bei Münster 08, wo die Defensive zwar ordentlich war, der Angriff aber einem Totalausfall glich.

Montag, 12.10.2020, 15:36 Uhr
Maik Visschedyk (v.) und Vorwärts Gronau haben bei Münster 08 eine herbe Niederlage kassiert.
Maik Visschedyk (v.) und Vorwärts Gronau haben bei Münster 08 eine herbe Niederlage kassiert. Foto: Angelika Hoof

Gebeutelt und mit einer saftigen Klatsche im Gepäck mussten die Landesliga-Handballer des SV Vorwärts Gronau die Heimreise von ihrem Gastspiel beim SC Münster 08 antreten. Das 13:26 (7:15) war, wie das eigene Torkonto erahnen lässt, hausgemacht.

Die Mannschaft sei nicht bereit gewesen, die Sachen umzusetzen, die sie sich vorher vorgenommen hatte. Wie das Ergebnis zustande gekommen ist, hatte Trainer Adam Fischer schnell ausgemacht – in der Wurfausbeute: „Wir haben schlechte Würfe genommen, diese auch schlecht vorbereitet und den Nullacht-Torwart oftmals abgeworfen. Der Angriff war ein Totalausfall.“

Es gibt Truppen in der Liga, die überhaupt gerne 36 Angriffe in einem Spiel hätten.

Adam Fischer

25 Versuche wurden verworfen oder gehalten, weitere elf Aktionen endeten mit einem technischen Fehler, bei dem die Gronauer den Ball herschenkten oder sogar den Münsteranern in die Hände warfen. „Es gibt Truppen in der Liga, die überhaupt gerne 36 Angriffe in einem Spiel hätten“, klagte Fischer.

Als rettbar empfand er immerhin die Defensivarbeit. Vier Tempogegenstöße abgezogen, die in jedem Spiel drinsäßen, läge die Anzahl der Gegentore lediglich bei 22. „Damit gewinnst du eigentlich Spiele“, so der Trainer weiter.

Warum die Gronauer allerdings solch einen gebrauchten Tag erwischt haben, ist ihm rätselhaft. Zwar sei die Vorbereitung unter der Woche nicht unbedingt optimal verlaufen, doch dies dürfe nicht als Entschuldigung gelten. Auch vor dem Anpfiff hätte sich so ein Debakel nicht angedeutet: „Scheinbar hatten alle einen Scheißtag. Das ist nicht schön, aber zu akzeptieren. Das war einfach schlecht. Es wäre schön, wenn dies unser Kackspiel der Saison gewesen ist.“

Es wäre schön, wenn dies unser Kackspiel der Saison gewesen ist.

Adam Fischer

Am Dienstagabend werde kurz über das Match geredet, um den „Quatsch, der richtig mies gemacht wurde“, so Fischer, im Training besser zu machen. Ob es fruchtet, wird sich erst am 31. Oktober im Heimspiel gegen Westfalia Kinderhaus zeigen. Bis dahin haben die Gronauer spielfrei.

Vorwärts-Tore: L. Schmidt (4), M. Schmidt, Stienemann, Böing (je 2), Visschedyk, Lenting und Lammers (je 1).

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