Fußball: Bezirksliga 11
Die kuriose Sperre des Umut Berke dauert an

Epe -

So etwas hat Andre Bügener noch nie erlebt. Die Rot-Sperre von Umut Berke ist wegen einiger kurioser Umstände noch lange nicht ausgesessen. Vermutlich. Denn eine verbindliche Aussage bekam Bügener bisher nicht.

Freitag, 23.10.2020, 17:35 Uhr
Umut Berke (re.) muss weiter seine Sperre abbrummen.
Umut Berke (re.) muss weiter seine Sperre abbrummen. Foto: sh

Nach dem 4:0-Pokalsieg in Südlohn steht morgen am Wolbertshof (15 Uhr) für Bezirksligist Vorwärts Epe der reizvolle Vergleich gegen den SV Heek um Spielertrainer Rainer Hackenfort auf dem Programm. Verlieren sollte die Elf von Marco Aydin tunlichst nicht, sonst ist der Kontakt zum Mittelfeld der Liga erst einmal komplett abgerissen.

Doch der schwache Saisonstart ist nur ein kleines Ärgernis im Vergleich zu einer anderen Angelegenheit. Einer, wie sie Vorwärts Epes Geschäftsführer Andre Bügener „noch nie erlebt“ habe. Es geht um die Personalie Umut Berke und das erste Match gegen Stadtlohn. Berke sah seinerzeit die Rote Karte, wurde daraufhin für vier Wochen gesperrt. Am letzten Wochenende hingegen hätte der Offensivkicker eigentlich bei SG Coesfeld wieder spielen dürfen. Doch da stand immer noch ein rotes Kreuz im Online-Spielbogen.

Fehler wird erst nach Wochen bemerkt

Was nun? Bügener selbst musste nun mehrmals zum Telefonhörer greifen. Gewissheit hat er immer noch nicht zu einhundert Prozent. Der Fall verhält sich (vermutlich) aber so: Berke ist gegen Stadtlohn noch gar nicht spielberechtigt gewesen. Grund: Eine Genehmigung hätte es aufgrund der Unterlagen, die Bügener elektronisch eingereicht hatte, noch nicht geben dürfen. Da das E-Postfach der Passstelle laut Bügener sechs Wochen gar nicht betreut worden war, stellte sich dieser Fehler im Nachhinein erst heraus. Epe hatte damals auf Rückfrage aber die mündliche Zusage der Passstelle, alles habe seine Richtigkeit. Die kannte da den elektronischen Posteingang noch nicht.

Wir sind jetzt doppelt bestraft.

Andre Bügener

Weil Umut Berke also seine Sperre mit dem Status „nicht spielberechtigt“ nur vermeintlich abgebrummt hatte, muss er jetzt quasi nochmals von vorne vier Wochen aussetzen. Bügener nimmt es mittlerweile mit Humor: „Dass er Rot ja eigentlich nicht hätte kassieren können, weil er nicht hätte spielen dürfen – dieser Argumentation wollte man nicht folgen. Wir sind jetzt doppelt bestraft.“

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