Sportabzeichen-Wettbewerb in Gronau
Die Urkunden kommen mit der Post

Gronau -

Die Skepsis war unbegründet. Zwar setzte die Pandemie auch dem Sportabzeichen-Wettbewerb zu. Aber trotz veränderter und reduzierter Zeiten für Training und Abnahme und etlicher Verhaltens- und Hygienevorschriften ließen sich die Gronauer die Lust am Sport nicht nehmen. Das beweisen die jetzt vorgelegten Zahlen.

Freitag, 20.11.2020, 13:04 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 19:12 Uhr
Trotz der Pandemie konnten in Gronau bislang über 300 Leistungsnachweise ausgefüllt werden.
Trotz der Pandemie konnten in Gronau bislang über 300 Leistungsnachweise ausgefüllt werden. Foto: Stefan Hoof

„Allen Befürchtungen zum Trotz haben wir dieses Jahr sogar einen leichten Anstieg bei den Absolventen zu verzeichnen“, zeigt sich Beate Neyer nicht nur überrascht, sondern sichtlich zufrieden. Errangen im Vorjahr 293 Sportlerinnen und Sportler die Auszeichnungen in Gold, Silber oder Bronze, so gelang das in diesem Jahr bisher 304 Aktiven (115 Jugendliche und 189 Erwachsene).

„Erstmalig meisterte sogar ein Sportler mit Behinderung in Gronau das Abzeichen. Auch bei den Familiensportabzeichen dürfen sich in diesem Jahr 28 Familien über ihre Urkunden freuen. Dazu kommen 81 neue Sportabzeichen-Absolventen, das ist schon spitze“, sagt Beate Neyer.

Getrübt wird ihre Freude lediglich dadurch, dass die feierliche Zeremonie im WZG in diesen Tagen ebenso ausfallen muss wie zuvor schon der Sportabzeichentag. „Aufgrund der aktuellen Bestimmungen ist dies zurzeit nicht möglich. Dennoch haben wir einen Weg gefunden, die Leistungen noch in diesem Jahr zu bescheinigen. Wir lassen den Aktiven die Urkunden an diesem Wochenende per Post zukommen“, erklärt Neyer. „Die Grußworte von Bürgermeister Rainer Doetkotte, des 1. Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Werner Hölscher, und unseres Hauptsponsors Sparkasse Westmünsterland fügen wir selbstverständlich hinzu“, erläutert Beate Neyer.

Absoluter Spitzenreiter bei den Herren ist nach wie vor Bernd Leichert mit mittlerweile 54 Auszeichnungen, gefolgt von Clemens Ellerkamp (35). Als Jubilare wären Wilhelm Oelerich (15), Frank Nienhues (15) und Thomas Lange (10) während der Feierstunde besonders zu ehren gewesen.

Auch bei den Frauen gibt es an der Spitze keinen Wechsel zu vermelden. So führen Hedy Roeßink und Christine Leichert mit je 33 Teilnahmen nach wie vor die Liste an. Zu den Jubilarinnen zählen in diesem Jahr Elisabeth Schmerling (15), Stephanie Nienhues (15) sowie Melanie Hüning (10).

Als älteste Teilnehmer waren in diesem Jahr Klemens Ellerkamp (81 Jahre) sowie Christine Leichert (74 Jahre) mit von der Partie. Zu den jüngsten Teilnehmern zählten die beiden sechsjährigen Mika Neyer und Luisa Pfannenstiel.

Positiv überraschte eine Handballmannschaft von Vorwärts Gronau das Sportabzeichen-Team. Aufgrund geschlossener Sporthallen nahm die Mannschaft am Training für das Sportabzeichen teil. „Nachdem die Scheu zu den neuen Disziplinen verflogen war, konnten sich alle über ihren Erfolg freuen“, erinnert sich Johannes Neyer gerne.

Natürlich brachte die Pandemie auch Probleme mit sich. „Neben den Hygieneauflagen, die es umzusetzen galt, stand uns die Sportanlage in diesem Jahr nur montags zur Abnahme zur Verfügung. Darüber hinaus konnten wir weder Hochsprung noch Turnen als Disziplinen anbieten, was den einen oder anderen vielleicht schon abgehalten hat, das Sportabzeichen in diesem Jahr abzulegen“, meint Beate Neyer.

Wann es mit der Abnahme der Sportabzeichen weiter geht, wird sich erst im Frühjahr 2021 entscheiden. Helmut Amshoff, Anja Claeßens, Sebastian Eichner, Christian Hiepler, Angelika Huke, Jutta Kolk, Beate und Johannes Neyer, Hedy Roeßink und Annette Wenker vom Sportabzeichen-Team freuen sich schon jetzt darauf, die Aktiven dann wieder auf der Sportanlage an der Laubstiege begleiten zu dürfen.

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