Fußball: Projekt wird mit 1000 Euro angeschoben
FSV und Fortuna kooperieren

Ochtrup -

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) fördert die nachhaltigen Projekte von acht Vereinen für den Mädchen- und Frauenfußball mit einer Anschubfinanzierung von jeweils 1000 Euro. Dazu zählt auch der FSV Ochtrup, der das Geld in ein gemeinsames Wirken mit Fortuna Gronau investiert.

Dienstag, 24.11.2020, 13:46 Uhr
Freuen sich auf die Zusammenarbeit (v.l.): Gertrud M
Freuen sich auf die Zusammenarbeit (v.l.): Gertrud M Foto: Marc Brenzel

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) fördert die nachhaltigen Projekte von acht Vereinen für den Mädchen- und Frauenfußball mit einer Anschubfinanzierung von jeweils 1000 Euro. Dazu zählt auch der FSV Ochtrup, der das Geld in ein gemeinsames Wirken mit Fortuna Gronau investiert.

Die beiden Clubs haben sich vorgenommen, den Leistungsgedanken in ihren Frauen- und Mädchenfußballbereichen stärker zu verankern. Fußballerinnen zwischen 15 und 19 Jahren, die leistungsorientiert spielen möchten, sollen gefördert werden. Den Übergang in den Erwachsenenbereich zu schaffen, das bereitet vielen jungen Kickerinnen Schwierigkeiten. Gerade physisch und psychisch ist das für viele Juniorinnen eine große Herausforderung.

Und genau da setzen die beiden Vereine an: Sie möchten leistungsorientierte Trainingsmöglichkeiten für B-Jugendliche und junge Spielerinnen der Jahrgänge 2002 bis 2005 schaffen. Sie werden – wenn es die Corona-Lage zulassen sollte – an zwei bis drei Einheiten pro Monat zu gemeinsamem Training zusammen kommen, entweder im Sportwerk in Ochtrup oder in Gronau. Als Trainerin wurde Westfalenauswahl-Coach Britta Röwer, die einst beim FFC Heike Rheine und den Sportfreunden Siegen in der Bundesliga spielte, gewonnen. Verstärkung bekommt sie von Bernd Post und Nina Ulbrich.

„Mit der Fortuna und uns arbeiten jetzt zwei Vereine mit gleicher Philosophie und gleicher Größe zusammen. Beide sind Feuer und Flamme für das gemeinsame Projekt“, so Peter Holtmann vom FSV. Er betont, dass es nicht darum ginge, eine gemeinsame Mannschaft aufzubauen. Der Fokus läge auf der sportlichen Entwicklung der Spielerinnen. „Wir gucken mal, wie der Start verläuft. Gut möglich, dass dieses Projekt später auch für weitere Vereine offen sein wird“, stellt Harry de Wagt, Frauenfußball-Obmann der Fortunen, in Aussicht.

„Wir sind sehr stolz auf das überwältigende Engagement der Clubs und Mannschaften zur Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs in Nordrhein-Westfalen. Es gab viele gute Vorschläge, der Ideenvielfalt waren keine Grenzen gesetzt“, erklärt Marianne Finke-Holtz, die Vorsitzende des WDFV-Frauenfußballausschusses. Sie gehörte mit Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, Dr. Eva Selic (Vizepräsidentin Breitensport des LSB NRW), Maren Meinert (WDFV-Referentin Frauenfußball), Tanja Büscher (Vorsitzende WDFV-Komission Mädchenfußball) und WDFV-Ehrenpräsident Hermann Korfmacher zur Jury, die bei der Sichtung der Bewerbungen viel Freude, aber auch die Qual der Wahl hatte.

Der WDFV wird die Fortschritte der Vereine bis zum Abschluss verfolgen und begleiten. „Wir sind davon überzeugt, dass die Prämierung für die Vereine vor allem eine Verpflichtung ist, das nunmehr angeschobene Projekt mit großem Enthusiasmus zu gestalten“, sagt Marianne Finke Holtz.

  • Die weiteren Preisträger sind: Jugendförderverein FC Eifel, SV Glehn, TSG Herdecke, Arminia Ibbenbüren, ESV Olympia Köln, FC Neunkirchen-Vluyn und TuS Recke/GW Steinbeck.
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