Interview mit Norbert Wensing (Fortuna Gronau)
„Der Leistungsgedanke dürfte ausgeprägter sein“

Gronau -

Norbert Wensing, 2. Vorsitzender bei Fortuna Gronau und im Gronauer Stadtsportverband, ist bei Arminia Gronau groß geworden. „Der Verein stand im Mittelpunkt meines Lebens“, sagt er.

Donnerstag, 10.12.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 10.12.2020, 18:54 Uhr
Norbert Wensing
Norbert Wensing Foto: Stefan Hoof

Wie er über die Fusion denkt, welche Perspektiven er für die blau-schwarzen Fortunen sieht, erklärt er im Gespräch mit WN-Redakteur Stefan Hoof.

 

Früher Arminia , heute Fortuna - was sind die größten Unterschiede?

Norbert Wensing : Arminia war kleiner, damit familiärer, ich habe mit am Schwungrad gedreht. Da hatten schon viele Arminen Angst, bei einer Fusion im Großverein unterzugehen. Letztlich hat besonders Markus Hohensee , der heutige Fortuna-Vorsitzende, uns überzeugt: Markus hat die Hosen runtergelassen, uns schonungslos Rede und Antwort gestanden, uns überzeugt. Fortuna heute ist größer, hat mehr Mitglieder, damit sind mehr Meinungen zu berücksichtigen. Ich bin – im Vorstand – ein Teil der Führung und bringe mich so gut wie möglich ein.

Was hätte man im Nachhinein beim Zusammenschluss mit den Fußballern von Vorwärts Gronau anders machen sollen?

Wensing: Anders? Ich sage mal unmittelbar vor dem Zusammenschluss hätte man meiner Meinung nach einige Leserbriefe, in denen Zusammenhänge nicht korrekt wiedergegeben wurden, beantworten sollen. Aber das hat unser Vorsitzender abgelehnt. Aber im Großen und Ganzen haben wir das so hinbekommen, wie wir es uns vorgestellt haben.

Welche Perspektive sieht der 2. Vorsitzende für Fortuna Gronau ?

Wensing: Ich hoffe, dass sich die vielen Anstrengungen, die wir im Jugendbereich unternehmen, auch irgendwann für uns bei den Senioren auszahlen. Im Moment ist mir das noch zu wenig. Der Leistungsgedanke dürfte ausgeprägter sein. Ja, ich denke in diesem Zusammenhang auch an den Aufstieg der 1. Mannschaft. Der ist in dieser Saison kein Thema, der muss mittelfristig aber unser Ziel sein.

Mit eigenen Leuten?

Wensing: Das ist unsere Philosophie. Ich bin kein Freund davon, mit einer zusammengekauften Mannschaft den Aufstieg zu versuchen. Das schließt einzelne punktuelle Verstärkungen aber nicht aus.

2. Vorsitzender im Verein und im Stadtsportverband. Reicht dafür auf Dauer die Freizeit?

Wensing: Irgendwann muss es auch mal gut sein. Dann sagt man bei einer Wahl: okay, ein letztes Mal. Das bespreche ich natürlich auch mit meiner Frau, entschieden ist noch nichts.

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