Virtuelle Silvesterläufe
Gronauer genießen das etwas andere Wettkampf-Feeling

Gronau -

Für die Läuferinnen und Läufer in aller Welt gehört der Silvesterlauf zum Jahreswechsel wie das Feuerwerk. In diesem Jahr war die Teilnahme nur virtuell möglich. 30 Gronauer ließen sich diese Möglichkeit nicht entgehen.

Sonntag, 03.01.2021, 16:50 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 17:20 Uhr
30 Läuferinnen, Läufer, Walkerinnen und Walker nahmen an virtuellen Silvesterläufen teil.
30 Läuferinnen, Läufer, Walkerinnen und Walker nahmen an virtuellen Silvesterläufen teil. Foto: gp

Beim TV Gronau traf man sich 1990 erstmals an Silvester, um gemeinsam das Jahr sportlich ausklingen zu lassen. In Stadtlohn, Altenrheine und Münster sind alljährlich Hunderte von Laufenthusiasten aus der Region beim Silvesterlauf . Der traditionsreichste Silvesterlauf stand im Jahr 2020 bereits zum 96. Mal in Sao Paulo im Terminkalender. In Deutschland sind beim größten Silvesterlauf zwischen Werl und Soest jedes Jahr rund 6.000 Läuferinnen und Läufer am Start.

Wie beim Feuerwerk machte Corona auch bei den Silvesterläufen einen dicken Strich durch die Planungen. Nicht nur der Silvesterlauf in Sao Paulo musste auf 2021 verschoben werden. Die Läufe in Stadtlohn, Altenrheine und Münster wurden ebenfalls abgesagt, auch beim TV Gronau musste der sportliche Jahresabschluss entfallen.

Beim Silvesterlauf Werl-Soest dagegen lud man ein zum #Silvesterhomerun. Die Idee dabei: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer laufen, walken oder wandern die 15 oder 5 km sowie die Kurzstrecken bei den Kinderläufen dort, wo sie zu Hause sind, und geben die gelaufene Zeit anschließend auf einer Internetplattform ein. Für die 10 Euro Teilnahmegebühr können sich die Sportler nicht nur die Startnummer und Urkunde ausdrucken, ihnen wird auch die begehrte Finisher-Medaille per Post zugeschickt. Vor allem aber wurde so wie immer beim Silvesterlauf Werl-Soest eifrig Geld für verschiedene gemeinnützige Anliegen zusammengetragen. Der Erlös des #Silvesterhomerun ging diesmal zum größten Teil an das Projekt Ambulant Betreutes Wohnen der evangelischen Perthes-Stiftung e.V. im Kreis Soest. Außerdem profitierten die Stiftung GUTES ERLAUFEN und die Sportvereine im Kreis von der Aktion.

Die Resonanz der Aktion war riesig. Am Ende standen 5.942 Namen in der Teilnehmerliste, also kaum weniger als in den vergangenen Jahren. Auch in Gronau ließen sich 28 Läuferinnen, Läufer, Walkerinnen und Walker, davon 20 allein aus den Reihen des TV Gronau, motivieren, virtuell gemeinsam mit anderen auf die verschiedenen Strecken zu gehen. Einige starteten direkt vor der eigenen Haustür, andere trafen sich zu zweit oder zu dritt zum gemeinsamen „Startschuss“, wieder andere liefen gleich mit der ganzen Familie los, manche drehten eher eine Runde im ruhigen Tempo ohne jeden Leistungsdruck, andere drückten doch mächtig auf das Tempo und versuchten auszutesten, was man aktuell draufhat.

So freute man sich zum Jahresende hier und dort über etwas „Wettkampf-Feeling“ und eine gute Zeit – oder sogar über Pokale, die der Onkel und „Trainer“ André Winkelhorst für die Verbesserung der persönlichen Bestmarke an die Neffen überreichte. Der einhellige Wunsch blieb am Ende aber doch: „Hoffentlich können wir im nächsten Jahr wieder gemeinsam laufen.“

Virtuell war man auch beim Challenge Roth unterwegs. 2020 war der Traum von Andreas Fröhner und Steve Figur geplatzt, in Roth erstmals die Triathlon-Langdistanz zu meistern. So starteten die beiden an Silvester über die 21,1 km des Halbmarathons beim #dreamsrunroth – verbunden mit dem Wunsch, dass der Traum von der Ironman-Distanz am 4. Juli 2021 endlich wahr wird.

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