Handball: Einfachrunde abgesagt, Alternativangebot vorgelegt
Die dritte Saison war definitiv die kürzeste

Gronau -

Die dritte Saison war definitiv die kürzeste für die Landesliga-Handballer von Vorwärts Gronau. Nach einem Sieg gegen den SuS Neuenkirchen und einer Niederlage bei Münster 08 ist nun Schluss.

Mittwoch, 27.01.2021, 16:31 Uhr aktualisiert: 27.01.2021, 16:44 Uhr
Das war es dann: Auch eine Einfachrunde hat der Handballverband Westfalen nun abgesagt. Vorwärts Gronau denkt über das Alternativangebot noch nach. +
Das war es dann: Auch eine Einfachrunde hat der Handballverband Westfalen nun abgesagt. Vorwärts Gronau denkt über das Alternativangebot noch nach. + Foto: Angelika Hoof

Positiv: Der Aufsteiger von 2018 darf sich auf eine vierte Spielzeit (mindestens) in der Landesliga freuen. Ende August soll Saisonbeginn sein.

„Wir haben unser Saisonziel knapp verfehlt. Ich hatte ein positives Punktekonto vorgegeben“, scherzte Adam Fischer , als er von den erwarteten Beschlüssen des Handballverbands Westfalen (HVW) hörte. Vorwärts Gronaus Coach war schon vorher skeptisch bezüglich einer Saisonfortsetzung ab Anfang März gewesen.

Da Training und Spielbetrieb im Amateursport bis mindestens Mitte Februar nicht erlaubt sind, hat der HVW sich am Mittwoch von den Plänen einer Saisonfortsetzung mittels einer Einfachrunde ab Anfang März verabschiedet.

Jedoch hat der HVW die Weichen für einen möglichen Spielbetrieb nach dem Lockdown gestellt. Gemäß dem Beschluss des Präsidiums des HVW tritt nunmehr die Alternative in Kraft:

• Es gibt keine Absteiger

• Die Teilnahme an einem Spielangebot 2020/21 ist für alle Mannschaften freiwillig

• Vereine, die in ihren Ligen aufsteigen wollen, können nach einer noch vorzunehmenden Meldung an einer Aufstiegsrunde teilnehmen

• Alle anderen Vereine erhalten die Möglichkeit, für einen Ligapokal in kleinen regionalen Gruppen zu melden.

• Die spieltechnischen Regelungen sowie der Meldetermin dieser Runde, werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben und mit den Vereinen besprochen.

Diese Regelungen auf Verbandsebene hat der Handballkreis Münsterland umgehend übernommen.

„Wir schließen uns hiermit den Inhalten der heute veröffentlichten Beschlüsse des Handballverbandes Westfalen an“, teilte der Kreisvorsitzende Daniel Hooge mit. Insbesondere gelten damit die fünf alternativ genannten Punkte auch vollumfänglich für den Handballkreis Münsterland.

Offen ist nun, wie Vorwärts Gronau für die kommenden Wochen entscheidet. Nicht nur Adam Fischer hat Zweifel, ob es überhaupt zu Aufstiegs- oder Pokalspielen kommen wird.

Auch dafür sei schließlich eine vier- bis sechswöchige Vorbereitungszeit nötig – und in absehbarer Zeit ist eine Öffnung der Hallen für den Vereinssport noch nicht zu erwarten. Mit jeder weiteren Verlängerung des Lockdowns wird ein Re-Start der Handballer unwahrscheinlicher.

„Ob wir für Pokalspiele oder eine Aufstiegsrunde melden, möchte ich nicht allein entscheiden. Da gibt es viele Punkte zu bedenken, da geht es um Gesundheit, um Hygienekonzepte, um Corona-Schnelltests und damit viel Geld. Ohnehin müssen es die Spieler wissen – mit breiter Mehrheit – ob sie daran teilnehmen möchten oder nicht“, erklärte Adam Fischer in einer ersten Reaktion auf die Beschlüsse.

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