Leichtathletik: Hallen-DM
Fabiane Meyer hat keine Angst vor großen Namen

Epe -

Die Konkurrenz ist noch einmal größer geworden, das Starterfeld namhafter. Allein voran durch die zweifache WM-Dritte Gesa Felicitas Krause. Dennoch geht Fabiane Meyer bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften der Frauen am Sonntag das Finale selbstbewusst an. Und mit einer klaren Taktik.

Freitag, 19.02.2021, 17:45 Uhr
Freut sich auf das Finale und die namhafte Konkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften am Sonntag: Fabiane Meyer während einer Trainingsrunde in Epe.
Freut sich auf das Finale und die namhafte Konkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften am Sonntag: Fabiane Meyer während einer Trainingsrunde in Epe. Foto: Günter Poggemann

Gesa Felicitas Krause und Katharina Trost – diese Namen stehen seit Mittwoch auf der Liste der Starterinnen über die 1500 Meter bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften am Sonntag in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund. Ein anderes Trio hatte zuvor zurückgezogen.

Die zweifache Europameisterin und zweifache WM-Dritte über 3000 Meter Hindernis sowie die Dritte bei den letzten Deutschen Meisterschaften im Freien und Meisterin in der Halle 2019 über 800 Meter werden daher zwei weitere sehr starke Konkurrentinnen für Fabiane Meyer vom TV Westfalia Epe sein.

Im Vorfeld der Titelkämpfe spricht die 18 Jahre junge Eperanerin über die namhafte Konkurrenz und ihre Vorbereitung.

 

Als du gehört hast, dass eine so erfahrene Läuferin wie Gesa Felicitas Krause eine Deiner Konkurrentinnen sein wird, wie war deine Reaktion?

Fabiane Meyer: Das spornt mich eher noch zusätzlich an, wenn eine so starke Läuferin im Feld ist. Gesa Krause hat ja auch gesagt, dass sie gut in Form ist und eine gute Zeit laufen möchte. So wird es ganz sicher kein Trödelrennen. Und das finde ich gut.

Wie sah dein Training in der letzten Woche aus?

Meyer: Am Montag habe ich einen Dauerlauf über zwölf Kilometer auf der Straße gemacht, Dienstag standen 20 Intervalle über rund 400 Meter in den Eper Bülten auf dem Plan, Mittwoch waren wir auf der Bahn an der Laubstiege, wo ich zehn Intervalle über 200 Meter in 34 Sekunden gelaufen bin, am Donnerstag bin ich elf Kilometer im mäßigen Tempo mit zwei Tempoeinheiten von drei Minuten gelaufen, am Freitag drei Runden über etwa drei Kilometer im Eper Stadtpark und am Samstag steht höchstens eine kurze Runde zur Lockerung auf dem Programm.

Wie schätzt du deine Form ein? Die Trainingsbedingungen waren in den letzten zwei Wochen nicht optimal. Du konntest nur einmal in der Halle trainieren. Glaubst du, dass du vielleicht noch besser sein könntest, wenn du häufiger auf der Bahn in der Halle trainiert hättest?

Meyer: Meine Form ist, so denke ich, sehr gut. Das Bahntraining, ob draußen oder in der Halle, hat mir schon gefehlt. Ob die Form damit noch besser wäre, kann man natürlich nicht sagen. Ich glaube eher nicht.

Du startest insgesamt bereits zum siebten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft und zum zweiten Mal bei den Frauen, bist aber zusammen mit Lisa Hausdorf immer noch die Jüngste im Feld. Bist du besonders nervös oder ist das so wie bei anderen Wettkämpfen auch?

Meyer: Natürlich ist eine Deutsche Meisterschaft immer ein ganz besonderer Wettkampf, über den man sich vorher schon einige Gedanken mehr macht als über andere. Aber noch bin ich nicht nervös. Vor dem Start werde ich aber vermutlich schon etwas aufgeregt sein.

Hast du dich konkret mit deinen Konkurrentinnen auseinandergesetzt, darüber informiert, wo ihre Stärken oder auch Schwächen liegen?

Meyer: Ich habe mich noch nicht so viel mit den Konkurrentinnen auseinandergesetzt, da ich mich voll auf den Lauf konzentrieren möchte. Verena Meisl und Lisa Hausdorf kenne ich natürlich von verschiedenen Wettkämpfen wie den Meisterschaften der U 20 im vergangenen Jahr.

Wie sieht der Sonntag konkret bei dir aus? Wie ist das beim Warmlaufen? Hat man dort Kontakt mit Konkurrentinnen?

Meyer: Wir dürfen zwei Stunden vor dem Wettkampf in die Halle. Zunächst findet für alle Sportler und Betreuer ein Corona-Schnelltest statt. In der Halle selbst sind die Abläufe sehr genau geregelt, um Kontakte zu vermeiden. Ohne Corona läuft man sich auch schon mal zusammen mit anderen Läuferinnen warm, vor allem mit jenen, die man bereits kennt. Aktuell ist das natürlich nicht möglich. Eventuell kann man sich Sonntag sogar draußen warmlaufen, da es ja sehr warm werden soll.

Wer sind für dich die Favoritinnen? Auf wen wirst du dich besonders konzentrieren?

Meyer: Caterina Granz ist sicher eine Favoritin, aber auch Katharina Trost, Vera Coutellier und natürlich Gesa Krause. Meine Hauptkonkurrentinnen sind vermutlich die beiden Dortmunderinnen Patricia de Graat und Verena Meisl sowie Lisa Hausdorf.

Hast du dir mit deinem Trainer Reinhard Wittland schon eine Taktik für das Rennen zurechtgelegt?

Meyer: Ich möchte mich vor allem auf mich selber konzentrieren und meinen eigenen Lauf machen. Eine Rundenzeit von 35 Sekunden von Beginn an wäre optimal. Das ergäbe eine Endzeit von 4:22 Minuten und damit eine neue Bestzeit. Und dann muss ich einfach mal schauen, was im Sprint noch so geht. So haben wir es besprochen.

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