Leichtathletik: Deutsche Meisterschaften
Fabiane Meyer erfüllt sich gleich zwei Wünsche

Dortmund/Epe -

Die Wünsche wurden Wirklichkeit. Eine Verbesserung der persönlichen Bestzeit hatte sich Fabiane Meyer ausgemalt - und den fünften Platz. Beide Träume wurden für die 18-Jährige vom TV Westfalia Epe bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten über 1500 m wahr.

Montag, 22.02.2021, 19:02 Uhr
Zunächst in Lauerstellung: Fabiane Meyer (Dritte von links)
Zunächst in Lauerstellung: Fabiane Meyer (Dritte von links) Foto: Hoernemann

Plan voll und ganz aufgegangen – mit diesem Gefühl kehrten Fabiane Meyer und Trainer Reinhard Wittland von den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften aus Dortmund nach Epe zurück. Ein möglichst gleichmäßiges, nicht zu langsames Tempo hatte sich die 18-jährige Läuferin vom TV Westfalia Epe für die 1500 Meter in der Helmut-Körnig-Halle gewünscht. Eine Zeit unter 4:20 Minuten war ihr Traum. Wittland hoffte zudem auf einen Platz unter den ersten Fünf. Mit 4:19,66 Minuten und der Platzierung ging beides in Erfüllung. Der Titel ging an Gesa Felicitas Krause. In 4:12,84 Min. gewann die 28-Jährige knapp vor Caterina Granz , Katharina Trost und Vera Coutellier.

Zunächst allerdings schien die Taktik nicht ganz aufzugehen. Auf der ersten Runde wollte keine der Favoritinnen die Initiative übernehmen, sodass die ersten 200 m mit 36 Sekunden langsamer waren, als erwartet. Dann aber drückte vor allem Caterina Granz auf das Tempo und sorgte dafür, dass die zweite Runde mit 32 Sekunden deutlich schneller war. So bildeten sich doch wie erwartet zwei Gruppen: vorne mit Caterina Granz, Katharina Trost, Gesa Felicitas Krause und Vera Coutellier jene vier Läuferinnen, die mit einer persönlichen Bestzeit unter 4:10 Min. oder knapp darüber nach Dortmund gekommen waren. Dahinter mit etwa zehn Meter Abstand die Gruppe mit Vera Meisl und Patricia de Graat mit Bestzeiten knapp unter 4:20 Min. sowie Lisa Hausdorf und Fabiane Meyer als die Jüngsten im Feld mit Bestmarken über 4:20 Min.

Nach etwa der Hälfte des Rennens schien der Abstand zwischen den Gruppen zwar kurzzeitig wieder etwas kleiner zu werden. Vor allem Verena Meisl versuchte nochmals an die ersten Vier heranzulaufen, allerdings ohne Erfolg.

Turbo für den Endspurt gezündet

Etwa 300 m vor dem Ziel schmiss Fabiane Meyer dann ihren Turbo an. Dabei wurden Erinnerungen wach an die Deutschen Meisterschaften der U 20 in Heilbronn. Dort sah Meisl rund 200 m vor dem Ziel schon wie die sichere Siegerin aus. Mit einem unwiderstehlichen Endspurt konnte Fabiane Meyer im September 2020 nicht nur die Lücke von zehn bis 15 Metern zu der Läuferin von der LG Olympia Dortmund schließen, sondern bis ins Ziel noch einen Vorsprung von 1,59 Sekunden herauslaufen.

Lauf von Heilbronn als zusätzliche Motivation

Auch diesmal lagen etwa 300 m vor dem Ziel noch mehrere Meter zwischen den beiden Konkurrentinnen. „Natürlich habe ich an den Lauf in Heilbronn gedacht und natürlich hat mich das zusätzlich motiviert“, erzählte eine glückliche Fabiane Meyer im Ziel. Denn schnell konnte sie die Lücke schließen und noch einen Vorsprung von mehr als drei Sekunden herauslaufen. Nach 4:19,66 Min. überquerte die 18-Jährige den Zielstrich und unterbot damit ihre persönliche Bestmarke in der Halle um fast vier, die im Freien um 2,40 Sekunden.

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Traummarke erreicht und dazu noch Platz fünf erkämpft – da konnte auch der Trainer nur wenig Kritisches anmerken: „Vielleicht hätte Fabiane noch etwas aktiver vorne in der zweiten Gruppe laufen können. Aber ob dann noch der starke Schlussspurt drin gewesen wäre?“

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