Fußball: Saisonabbruch trifft SuS Stadtlohn erneut besonders hart
„Da fehlt mir der verdiente Lohn“

Stadtlohn/Epe -

Der SuS Stadtlohn hat in den vergangenen Jahren sportlich gelitten. Von der Oberliga wurde das Team bis in die Bezirksliga durchgereicht. Diese sollte eigentlich nur eine Zwischenstation für den Klub sein.

Dienstag, 20.04.2021, 17:34 Uhr aktualisiert: 21.04.2021, 15:59 Uhr
Tabellenführer SuS Stadtlohn, hier zu Gast am Eper Wolbertshof, verpasst durch den Saisonabbruch den möglichen Aufstieg.
Tabellenführer SuS Stadtlohn, hier zu Gast am Eper Wolbertshof, verpasst durch den Saisonabbruch den möglichen Aufstieg. Foto: Angelika Hoof

Doch die Rückkehr in die Landesliga wird der Mannschaft auch in diesem Jahr verwehrt bleiben. Das ist seit Montag, seit dem Saisonabbruch in Stein gemeißelt.

„Das fühlt sich maximal ungerecht an“, sagt SuS-Trainer Stefan Rahsing . „Wir hatten es nun zwei Jahre nacheinander in der eigenen Hand aufzusteigen. Leider durften wir in beiden Fällen nicht herausfinden, ob unsere Leistungen sportlich gereicht hätten. Da fehlt mir der sportliche Wettbewerbsgedanke bei den Funktionären.“

Rahsing stellt klar, dass die Beendigung der Saison „aus infektiologischer Sicht natürlich nachvollziehbar“ sei. „Doch mit dem Wort Gerechtigkeit braucht mir in nächster Zeit kein Funktionär mehr zu kommen.“

Der Trainer zieht dabei etwa den Vergleich zu Mannschaften, die nun schon zum zweiten Mal in Folge am Tabellenende stehen und trotzdem ihre Spielklasse halten. Oder auch zur Vorsaison, „da sind sogar Tabellenfünfte aufgestiegen“.

Die Stadtlohner standen zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs 2020 – damals wurden Aufsteiger anhand des Punkte-Quotienten ermittelt – hinter dem TuS Haltern II und knapp vor Vorwärts Epe auf Rang zwei. Allerdings befanden sie sich zum Zeitpunkt der Saisonbeendigung in einer guten Ausgangslage und hätten auch gegen Haltern noch gespielt. In der jetzt annullierten Spielzeit 2020/21 rangierte der SuS nach acht Spielen sogar deutlich an der Tabellenspitze. „Wir haben in den letzten beiden Spielzeiten einen Punkteschnitt von rund 2,5 geholt. Da fehlt mir der verdiente Lohn“, so Rahsing.

Und dann war da ja auch noch die Saison 2018/19, als der SuS aus der Landesliga abstieg. Damals zog der SC Münster 08 seine Mannschaft nach dem letzten Spieltag zurück. Hätte er das vor diesem getan, wäre der SuS in der Klasse geblieben. „Die Saison würde ich aber gar nicht mitzählen“, sagt Rahsing, damals Co-Trainer von Manfred Ostendorf, „weil wir es da sportlich nicht selbst geschafft haben, drinzubleiben.“

Wie geht nun seine junge Mannschaft mit dieser erneuten Enttäuschung um? „Meine Spieler haben sich seit November vorbildlich fit gehalten. So wie ich sie kennengelernt habe, werden sie auch weiterhin versuchen, sich zu verbessern. Wir sollten versuchen, unseren Blick nach vorne zu lenken.“

Rahsing befürchtet allerdings, dass die Ligakonkurrenz sein Team nächste Saison erst recht als Favoriten ausmachen werden. Kein Wunder, nach diesen guten Ergebnissen.

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