Handball: Zweite Bundesliga
Altlandsberg im Tal

Greven -

Wenn der MTV Altlandsberg nach Greven kommt, dann geht es für den Gast fast schon um alles. Er benötigt unbedingt Punkte, will er auch in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga spielen.

Donnerstag, 15.03.2012, 17:03 Uhr

Handball: Zweite Bundesliga : Altlandsberg im Tal
Monika Kornet kommt immer mehr auch im Angriff zum Zuge. Die Linkshänderin spielt im rechten Rückraum und erzielte zuletzt beim TSV Travemünde zwei Tore. Foto: wik

In Altlandsberg beginnt man zu rechnen. Untrügliches Zeichen dafür, dass die Situation des MTV in der Zweiten Bundesliga ernst wird. Und deshalb ist es für die Gäste auch ein Schicksalsspiel, das am Samstag um 18 Uhr in der Rönnehalle angepfiffen wird. Eines von nur noch acht Spielen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Mehrmals hat die Mannschaft im Verlauf der Saison schon Punkte liegenlassen. Unnötigerweise. Und jetzt kommt noch ein Auswärtsspiel für die Altlandsbergerinnen. Noch nie in dieser Saison konnten sie einen Sieg auf fremden Parkett erringen. Nur zwei Mal gelang der Mannschaft von Enno Röder ein Unentschieden. (27:27 in Travemünde und 22:22 in Rosengarten/Buchholz).

Doch gerade Greven gibt den Altlandsbergerinnen noch Hoffnung. Denn im vergangenen Jahr konnte der MTV beim 34:32-Sieg in Greven beide Punkte mit zum Berliner Vorort nehmen. Die Grevenerinnen dürften gewarnt sein.

Doch jede Saison läuft bekanntlich anders. Im vergangenen Jahr schaffte es der MTV sogar in die Playoff-Runde, belegte in der Meisterschaft den zweiten Platz. Welch ein Absturz innerhalb einer Spielzeit.

Gefährlichste Angreiferin beim MTV ist Juliane Wittkopf , die bisher 123 Tore erzielte, gefolgt von Sophie Lütke (83) und Manja Berger (57), die in Greven ja keine Unbekannte ist. Die Rückraumspielerin spielte einige Wochen unter Grevens Trainer Peter Mersch, bevor sie nach Streitigkeiten die Brocken hingeworfen hat und zurück zu ihren Wurzeln nach Berlin zurückkehrte.

Bestimmt wird sie mit besonderem Elan zu Werke gehen, um den Grevener Zuschauern zu demonstrieren, wie stark sie immer noch ist.

Und eine zweite Spielerin wird versuchen, in Greven besonders aufzutrumpfen. Die Schwester von Melanie Lorenz, Svenja Lorenz, wird gegen ihre Schwester antreten und natürlich der älteren Schwester Paroli bieten wollen. Das Spiel scheint also ein Match der persönlichen Derbys zu sein, in dem sich Spielerinnen entwickeln könnten.

Das zu verhindern und die Konzentration dennoch oben zu halten, werden beide Trainer versuchen, wobei die Motivationslage bei beiden Spielerinnen sicher auch dazu dienen können, eine extrem gute Leistung zu erbringen.

Coach Enno Röder, ein Handball-Urgestein, das trotz seines Rentenalters immer noch aktiv auf der Bank ist, will sein Team in der Grevener Rönnehalle als Kollektiv agieren sehen. „Tatsache ist, dass wir gegen den SC nur dann eine Chance haben, wenn bei uns alles und beim Gegner nur wenig klappen sollte. Uns ist klar, dass wir das nur erreichen können, wenn wir auf dem Feld wie auf der Bank als dynamische Einheit auftreten und alle Entscheidungen auch gemeinsam verantworten“, lässt er die Fans auf der MTV-Homepage wissen.

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