HLZ: C1 ist immerhin Westfalenmeister
Finale verloren – Sympathien gewonnen

Ahlen -

Zwar haben die C1-Jugendlichen des HLZ Ahlen-Hamm das Finale um die Westdeutsche Meisterschaft gegen den OSC Rheinhausen verloren, aber gewonnen haben sie viele Sympathien.

Montag, 14.05.2012, 17:05 Uhr

HLZ: C1 ist immerhin Westfalenmeister : Finale verloren – Sympathien gewonnen
Stolz auf ihre Jungs, die sie jahrelang begleitet hat: Trainerin Martina Michalczik. Foto: René Penno

Es war ein bisschen wie in alten Zeiten: Gut 500 Zuschauer wollten das Finale der Westdeutschen Meisterschaft zwischen der C1-Jugend des HLZ Ahlen-Hamm und dem OSC Rheinhausen sehen. Die Stimmung war prächtig, am Eingang kassierte mit Dietmar Kupfernagel ein alter Bekannter. Vieles erinnerte an die besseren Zeiten der Ahlener SG. Nur, dass diesmal nicht die Senioren die Protagonisten waren, sondern der Nachwuchs des Handball-Leistungszentrums.

Dieser schien ein bisschen überwältigt von der Atmosphäre in der Friedrich-Ebert-Halle. Im ersten Durchgang standen die Jungs förmlich neben sich, kassierten Treffer um Treffer, lagen zwischenzeitlich mit 13 Toren zurück. Die Gäste aus Duisburg lagen uneinholbar vorne. Eigentlich. Denn in den zweiten 25 Minuten zeigten die Ahlen-Hammer, weshalb sie es bis ins Finale um die Westdeutsche Meisterschaft geschafft hatten. „Ihr könnt jetzt noch mal 25 Minuten lang richtig Gas geben“, appellierte Trainerin Martina Michalczik in der Kabine. Plötzlich lief es, wie in all den Spielen zuvor. Das Resultat: Beim 25:28 fehlten nur noch drei Tore. Die Ebert-Halle war wieder die Ebert-Hölle, wie einst bei den Derbys gegen Hamm oder Emsdetten. Es reichte aber nicht, am Ende hieß es 26:32. Das Finale hatten sie verloren, aber viele Sympathien gewonnen.

„So einen Rückstand muss man erst mal aufholen“, zollte Martina Michalczik ihrer Sieben ein riesengroßes Lob. „Dass es nicht geklappt hat, macht mich traurig für die Jungs. Das ist eine tolle Truppe“, hätte die Trainerin ihrer Mannschaft den Titel gegönnt. Mit den meisten Spielern hatte sie bis jetzt acht Jahre lang zusammengearbeitet. Das schafft Verbundenheit, jetzt geht es an den Aufbau einer neuen C1-Jugend. Nur ein Teil der Arbeit des HLZ Ahlen , das aber zuversichtlich in die Zukunft schaut. Nicht nur wegen des Neubaus der Halle. „Das war die Werbung, die man braucht“, erklärte ASG-Jugendwart Volker Michalczik. „Vorher hatte das doch keiner realisiert, dass wir die zweitbeste Mannschaft in Westdeutschland sind“, so Michalczik. Aber so bleibe man im Gespräch.

Und was auch bleibt, ist der Gewinn der Westfalenmeisterschaft. Obendrein spielt die B-Jugend in der kommenden Saison in der Oberliga – der Ahlener Handball hat ein starkes Fundament, um irgendwann wieder an die vergangenen Zeiten anzuknüpfen.

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