Zweite Bundesliga Damen
Zurück nach Weibern

Greven -

Herber Verlust für die Handball-Damen von Greven 09: Ania Jaszczuk verlässt den Zweitligisten und wechselt in die 1. Bundesliga zu den VulkanLadies Koblenz/Weibern.

Mittwoch, 12.12.2012, 18:30 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.12.2012, 18:30 Uhr

Herber Verlust für die Handball-Damen von Greven 09: Ania Jaszczuk verlässt den Zweitligisten und wechselt in die 1. Bundesliga zu den VulkanLadies Koblenz /Weibern.

Es ist die Rückkehr zu den alten Wurzeln: „Sechs Spielerinnen kenne ich schon“, erzählt die 27-Jährige. Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Ich gehe nicht von heute auf morgen. Es hat lange gedauert. Und ich habe mich für den Wechsel entschieden.“ Voraussichtlich am 28. Dezember will sie für ihre neue Mannschaft zum ersten Mal auflaufen – wenn die Schulter mitmacht. „Es ist schade, dass ich gerade in den letzten Spielen für Greven nicht mehr so viel zeigen konnte“. Ausschlaggebend für den Wechsel sei letztlich die berufliche Perspektive gewesen. „Ich werde in einer Werbeagentur in Bonn arbeiten und in Koblenz wohnen.“ Umzug ist am Freitag.

Ihre Zeit in Greven werde sie in schöner Erinnerung behalten. Seit 2010 spielt sie für die 09erinnen. „Ich habe meine Ausbildung als Mediengestalterin bei drei Arbeitgebern erfolgreich abschließen können. Ich habe mich handballerisch weiter entwickelt und habe als Mensch viel dazu gelernt.“ Auch Managerin Eva Wortmann lobt das Engagement der Rückraumspielerin auch außerhalb der Mannschaft. Sie habe sich engagiert bei der Sponsorensuche. Ihre Ausbildung habe sie genutzt um Flyer und andere Dinge für den Verein zu gestalten. „Und sie hat ihre Erfahrung als Jugendtrainerin weitergegeben.“

Ania Jaszczuk ist zuversichtlich, dass die Mannschaft den Klassenerhalt in der Zweiten Liga schaffen wird, „auch ohne mich.“ Das Team sei bei der knappen Personaldecke „richtig zusammengerückt.“

Die Erfahrung im Abstiegskampf kann sie in der ersten Liga einbringen: Auch Weibern kämpft um den Klassenerhalt. „Das wird ein hartes Stück Arbeit.“

Mit Jaszczuk verlässt auch ihr derzeitiger Lebensgefährte Patrick Stegemann den Verein. Er hatte bereits angekündigt, seinen bis zum Saisonende laufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Der Verein habe sich mit Stegemann auf die Auflösung seines Vertrages geeinigt, schreibt Abteilungsleiter Wolfgang Schäpermeier.

Patrick Stegemann sagt auf Nachfrage, sein Abschied von 09 hänge nicht direkt mit dem Wechsel seiner Lebensgefährtin zusammen. Er habe darauf verwiesen, dass er aus beruflichen Gründen derzeit zeitlich stark eingespannt sei. „Ich hätte die Arbeit als Trainer aber bis zum Saisonende fortgesetzt.“

Da sich durch die personellen Veränderungen abzeichne, wie ab der neuen Saison gearbeitet werden soll, habe sich im Gespräch mit dem Verein die Möglichkeit ergeben, „sofort“ so zu arbeiten. „Dann haben wir uns zusammengesetzt und alles sauber geregelt“, betont der 26-Jährige.

Er sei noch bis März in seiner Arbeitsstelle als Physiotherapeut gebunden. Bis dahin werde er „pendeln“ Ob er in Koblenz wieder als Trainer arbeiten werde, werde sich zeigen. „Ich kann auch eine Zeit lang ohne Handball.“

Als Nachfolgerin für die A-Jugendlichen habe der Vorstand Dana Oana gewinnen können, heißt es in der Mitteilung Schäpermeiers. Dieses sei ein Erfolg, weil sich die Abteilung schon länger bemüht habe, die erfahrene ehemalige Spielerin in die Jugendarbeit zu inte­grieren.

Grundsätzlich sei vorgesehen, dass Dana Oana die A-Jugend zunächst bis zum Saisonende betreue, erläutert Eva Wortmann. Danach soll sie sich um jüngere Jahrgänge kümmern. „Alles passt dazu, die Talente im Verein besser zu fördern und die aus der Region für Greven zu gewinnen“, sieht das neue Konzept vor.

Es gebe gute Chancen: „Im Süden gibt es Dortmund, im Osten Blomberg-Lippe und im Norden Oldenburg. Dazwischen liegt nur Greven – für alle Mädchen, die ambitioniert Handball spielen wollen.“

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