Familie Raupach im Einsatz
Medaillen aus Handarbeit

Havixbeck -

Seit 2004 werden die Medaillen für das Dreikönigsturnier der Havixbecker Handballer in Handarbeit produziert. Familie Raupach produzierte inzwischen rund 3000 Stück.

Dienstag, 01.01.2013, 16:01 Uhr

Die Medaillen beim Dreikönigsturnier werden seit acht Jahren in Handarbeit gefertigt: Jörg Sommerfeld (links) kam auf die Idee, Familie Raupach (von links: Pia, Vater Horst, Sophie und Lucas) setzte sie um:
Die Medaillen beim Dreikönigsturnier werden seit acht Jahren in Handarbeit gefertigt: Jörg Sommerfeld (links) kam auf die Idee, Familie Raupach (von links: Pia, Vater Horst, Sophie und Lucas) setzte sie um: Foto: Marco Steinbrenner

Jörg Sommerfeld kann sich noch genau an den Tag erinnern, als der Vorsitzende des Handball-Fördervereins von SW Havixbeck das Gespräch mit Horst Raupach suchte. Im Rahmen der Vorbereitungen auf das Dreikönigsturnier ging es im Jahr 2004 darum, die Kosten für über 400 Medaillen zu reduzieren. Raupach, beim Handwerkskammer-Bildungszentrum in Münster für die Ausbildung der Metallbauer zuständig, kam direkt zu der Erkenntnis. „Die bislang gekauften Medaillen können wir in dieser Form auch erstellen – allerdings zu einem günstigeren Preis.“

Und dann ging alles sehr schnell: Rohlinge aus rostfreiem Edelstahl wurden gekauft, die danach von Horst Raupach geschliffen werden müssen. Anschließend kommen seine Kinder ins Spiel. Die beiden Töchter Pia und Sophie sowie Sohnemann Lucas kümmern sich um die Feinarbeiten. Auf der einen Seite wird der von Hans-Joachim Walden , Schiedsrichter und erster Vorsitzender des Gesamtvereins, entworfene Schneemann mit dem Namen „Hanni-Ball“ graviert. Die Rückseite trägt den Schriftzug „SV SW Havixbeck Dreikönigsturnier“. Bei jeder Veranstaltung werden sämtliche Teilnehmer bei den Minis und den männlichen sowie weiblichen E- und D-Jugend-Mannschaften damit ausgezeichnet – insgesamt rund 400 Stück. „Knapp 3000 Medaillen haben wir in den vergangenen Jahren produziert“, erinnert sich Horst Raupach. Für 100 werden sechs bis acht Arbeitsstunden benötigt.

Doch das ist längst nicht alles, was Familie Raupach und der Handballsport verbindet. Sophie spielt in der B-Jugend – Vater Horst und Bruder Lucas fungieren als Trainer. Reibungspunkte gibt es keine. „Das funktioniert gut“, sagt Sophie. Als ausgebildete Schiedsrichterin ist Pia im Einsatz. Ebenso als Übungsleiterin für die Minis. Und Mutter Ellen? „Meine Frau hält uns den Rücken frei und holt mich, sofern notwendig, auf den Boden der Tatsachen zurück“, merkt Horst Raupach mit einem Augenzwinkern an.

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