Trotz der Personalprobleme wollen die Handballdamen in Bensheim alles geben
Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Greven -

Die Mannschaft dezimiert sich selbst. Aber aufgegeben haben sie sich noch lange nicht. Auch nach der schweren Verletzung von Juliane Frank greifen die 09-Damen an.

Freitag, 01.02.2013, 20:02 Uhr

Hart in die Zange genommen wird hier beim 28:23-Heimsieg über die HSG Bensheim Auerbach Elke Thomassen, die dieses Mal versucht, in der Mitte durchzubrechen.
Hart in die Zange genommen wird hier beim 28:23-Heimsieg über die HSG Bensheim Auerbach Elke Thomassen, die dieses Mal versucht, in der Mitte durchzubrechen. Foto: wik

Als hätten die Handballdamen nicht genug Personalsorgen. Da verletzt sich auch noch unter der Woche Juliane Frank schwer (die WN berichteten). Vor dem Spiel bei der HSG Bensheim-Auerbach muss der Trainer Bo Andersen erneut improvisieren, um eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.

So wird die A-Jugendlichen Alexandra Beckmann ebenfalls die Reise in den Süden antreten, um die verbliebenen „sieben Aufrechten “ auf dem Feld zu unterstützen.

Möglicherweise wird die Mannschaft mit nur einer Torhüterin auf dem Parkett stehen, denn Katrin Lohmann musste sich am Freitag einer MRT-Untersuchung ihrer Schulter stellen. Erst nach den Ergebnissen wird der Trainer dann entscheiden können, ob es zu verantworten ist, sie ins Tor zu stellen. „So wird es natürlich schwierig zu gewinnen“, ist Bo Andersen klar, dass in Bensheim die Trauben sehr hoch hängen. „Wir müssen halt in der Defensive gut stehen, um dann im Gegenstoß zum Erfolg zu kommen“, betont der Trainer nahezu gebetsmühlenartig sein Konzept, das auch darauf ausgelegt ist, über 60 Minuten Tempo zu spielen.

Und das gegen eine Mannschaft, die sich in der Liga durchaus Respekt verschafft hat. Sie besitzen drei sehr gute Rückraumspielerinnen“, sagt Andersen und weiß, dass Annika Hermenau mit zuletzt acht Toren, Laura Magelinskas (4) und Linkshänderin Ingrida Bartaseviciene (4) für insgesamt 16 Tore gut waren. Zudem verfügen die Gastgeberinnen über eine sehr gute Kreisläuferin und mit der ehemaligen 09-Torhüterin über eine Abwehr von Format. „Jede unserer Spielerinnen muss ihr Bestes geben“, sagt Bo Andersen, der auf die „wirklich wichtigen Spiele“ im weiteren Verlauf des Februars und März verweist.

Unterdessen versucht Geschäftsführerin Eva Wortmann nach dem Ausfall von Juliane Frank Kontakte zu anderen Vereinen und Spielerinnen zu knüpfen, um die Lücken zu schließen. Diese reichen – auch durch den neuen Trainer – bis nach Dänemark. Aber die Grenze wird immer wieder durch die Höhe der Geldforderungen bestimmt. Und die liegen jenseits aller Grevener Möglichkeiten, zumal Wortmann nicht das „Gehaltsgefüge“ in der eigenen Mannschaft durcheinander bringen will – und auch nicht kann. „Wir können nur dann jemanden für uns gewinnen, wenn alles passt“, sagt Wortmann, die ihre Mannschaft auf einem Konsolidierungskurs sieht.

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