09-Handballdamen fahren zum BSV Zwickau / Siebeneinhalb Stunden Fahrt
„Chance ist immer noch da“

Greven -

Ihr Schicksal ist noch nicht besiegelt, auch wenn die Daten eine andere Sprache sprechen. Am Samstag in Zwickau wollen die Handballdamen wieder alles geben.

Dienstag, 02.07.2013, 10:07 Uhr

Monika Kornet wird in Zwickau versuchen, ihren positiven Trend im Angriff fortzusetzen und möglichst zwei Punkte mit nach Greven zu nehmen.
Monika Kornet wird in Zwickau versuchen, ihren positiven Trend im Angriff fortzusetzen und möglichst zwei Punkte mit nach Greven zu nehmen. Foto: hri

Den Absturz in die Drittklassigkeit vor Augen, die Aussage der Geschäftsführerin Eva Wortmann im Kopf, dass die Mannschaft in der kommenden Saison stark verjüngt werden soll, fahren die Handballerinnen am Samstag zum BSV Sachsen Zwickau , um dort gegen alle Widrigkeiten und den Gegner zu kämpfen.

„Die Chance ist immer noch da“, sagt Trainer Bo Andersen , der für das kommende Jahr zwei dänische Spielerinnen verspricht. Doch noch ist die Mannschaft in dieser Saison aktiv, hat noch drei Auswärts- und ein Heimspiel zu bestreiten. Und wer die Mannschaft in dieser Saison gesehen hat, wird feststellen, dass sie bis zur letzten Sekunde kämpfen wird.

Allerdings hat die Rückraumspielerin Manja Görl in dieser Woche einige Rückenprobleme gehabt und konnte an den ersten Trainingszeiten nicht teilnehmen. Andersen geht aber davon aus, dass sie mitfährt nach Zwickau und auch dort zu Einsatzzeiten kommen wird.

Die Spielerinnen müssen mal wieder eine weite Fahrt in Kauf nehmen. „Wir fahren morgens um 8 Uhr los und sind ungefähr um 15.30 Uhr in Zwickau“, sagt Andersen. Dennoch rechnet sich die Mannschaft Chancen aus. „Ich habe mir den Gegner sehr genau per Video angeschaut und dabei einige Schwächen entdeckt“, sagt Andersen, der bei Zwickau eine kompakte Deckung mit sehr großen Spielerinnen im Inneblock ausgemacht hat. „Wir müssen schnell spielen und damit die Deckung öffnen“, sagt der 09-Trainer.

Dass seine Mannschaft dazu in der Lage ist, hat sie über weite Strecken im Hinspiel und vor allem im vergangenen Heimspiel gezeigt. Dort kämpften sie, flitzten auch in den letzten Minuten des Spiels zum Gegenstoß und wehrten sich in den letzten Sekunden gegen die drohende Niederlage.

Inwieweit die Äußerungen der Geschäftsführerin, dass wohl nicht alle Spielerinnen einen neuen Vertrag erhalten, Auswirkungen auf das Spiel der Mannschaft hat, wird sich zeigen.

Dass 09 aufgrund der Gerüchte, dass die TSG Ketsch, wie auf handballworld.com zu lesen war, nicht aufsteigen will, größere Chancen hat, auch im kommenden Jahr in der Zweiten Bundesliga zu spielen, vermochte die Staffelleiterin Erika Petersen nicht zu bestätigen. Voraussetzung ist ja nicht nur die sportliche Qualifikation, sondern der Verein muss auch die Lizenz erlangen“, sagte sie.

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