Premiere für Handball-Erstliga-Neuling aus dem Münsterland
Babin hält den ersten Bundesligasieg fest: TV Emsdetten besiegt GWD Minden

Emsdetten -

Historisches geschafft: Der TV Emsdetten hat am Mittwochabend ein weiteres Stück Handball-Geschichte geschrieben. Der 24:23 (12:10)-Sieg gegen GWD Minden bedeutete den ersten Sieg des Aufsteigers im Oberhaus. Das Tollhaus der Emotionen, die Ems-Halle, stand Kopf. Angekommen in der Ersten Liga nennt man das wohl.

Donnerstag, 12.09.2013, 10:09 Uhr

Immer wieder Nils Babin: Das Eigengewächs im Emsdettener Tor parierte beim ersten Bundesliga-Triumph 25 Bälle.
Immer wieder Nils Babin: Das Eigengewächs im Emsdettener Tor parierte beim ersten Bundesliga-Triumph 25 Bälle. Foto: Wilfried Gerharz

Was für ein Krimi. 2300 Zuschauer verfolgten eine Partie zweier Abstiegskandidaten, die an Spannung kaum zu überbieten war und einen herausragenden Spieler auf dem Parkett hatte: TVE-Schlussmann Nils Babin . Allein 25 Bälle entschärfte das Eigengewächs und wuchs förmlich über sich hinaus. „Ja, das war schon ganz gut“, gab sich der Protagonist bescheiden. Aber: „Wir haben gezeigt, dass wir dazugehören. Diese Punkte waren ganz wichtig.“ So ist es.

„Für uns beginnt die Saison erst jetzt.“ Manager Stefan Bögel hatte im Vorfeld mit diesem bedachten Aussage seine Jungs nicht nur kitzeln, sondern auf den Ernst der Lage hinweisen wollen. Höchste Zeit, eine Trendwende einzuleiten. Unter den Augen von Weltmeistertrainer Vlado Stenzel, dem „Magier“, war die erste Hälfte aus TVE-Sicht durchaus ein Hingucker, selbst wenn sich beide Mannschaften phasenweise zu viel Respekt entgegen brachten.

TV Emsdetten - GWD Minden

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Der Aufsteiger legte zumindest sein anfängliches Unbehagen nach und nach ab und erspielte sich Mitte der ersten Hälfte eine Führung von zwei Toren (6:4). Im Blickpunkt immer wieder: TVE-Tormann Nils Babin, der seine Jungs auf Kurs hielt und durchspielte, sowie der Isländer Oddur Gretarsson, der nach seinem Kreuzbandriss allein in Abschnitt eins mit fünf Treffern andeutete, welche Schlüsselrolle er künftig auf der linken Außenposition spielen könnte.

Die tragende Rolle, wenn auch unfreiwillig, fiel Steffen Lokkebo zu, der gleich viermal nacheinander an Mindens Schlussmann Anders Martin Persson scheiterte (16. bis 18. Minute) – es blieb eng in diesem Krimi. Trotzdem rettete der TVE ein 12:10 in die Kabine.

Eine viertel Stunde blieb zum Luftholen – dann warteten weitere 30 atemberaubende Minuten in diesem Duell auf Augenhöhe. Neun Minuten vor dem Ende war zum ersten Mal so etwas wie Siegesgeruch in der Ems-Halle zu schnuppern. 22:19 für den TVE – hier ging etwas. Das war auch den Zuschauern bewusst. 120 Sekunden vor dem Ende verkürzte Minden nochmals auf einen Treffer (24:23).

Dann wurde es eine reine Abwehrschlacht. 30 Sekunden, 20, 10 – Aus. „Ich bin überglücklich. Diesen Erfolg haben wir gebraucht.“ Trainer Gennadij Chalepo wirkte im Anschluss mitgenommen, aber überglücklich.

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