Handball-Landesliga: ASG-Damen gewinnen Derby gegen Dolberg
Gnade vor Recht ergehen lassen

Ahlen -

Die Ansprüche gingen schon vor der Partie weit auseinander. Und das Derby zwischen den ASG-Handballerinnen und Eintracht Dolberg zeigte auch, warum die einen derzeit ganz oben stehen, während die anderen gegen den Abstieg spielen.

Sonntag, 20.10.2013, 21:10 Uhr

Amelie Gorden nimmt Maß. Die Rückraumrechte der ASG traf allerdings nur einmal gegen Eintracht Dolberg. Das war gewiss auch ein Grund dafür, weshalb der SVE noch mit einem blauen Auge davon kam.
Amelie Gorden nimmt Maß. Die Rückraumrechte der ASG traf allerdings nur einmal gegen Eintracht Dolberg. Das war gewiss auch ein Grund dafür, weshalb der SVE noch mit einem blauen Auge davon kam. Foto: ms

Eine halbe Stunde reichte, danach verbaten sich jegliche Zweifel am Ausgang der Partie. Die Ahlener SG lag nach 30 Minuten mit 12:4 vorne. Im zweiten Durchgang verwaltete sie ihren Acht-Tore-Vorsprung nur noch, ließ Gnade vor Recht ergehen. So kam die überforderte Eintracht aus Dolberg noch milde davon.

Deren Trainer Dogan Aydogdu , der schon im Vorfeld tief gestapelt hatte, reichte es schon, dass seine Sieben nie hängengelassen hatte. „Wir haben immer alles versucht und nicht aufgegeben. Von daher kann ich mich überhaupt nicht beschweren“, so Aydogdu. Immerhin erspielten sich die Dolbergerinnen einige Chancen, waren aber beim Torwurf nicht konzentriert. „Wir sind an uns selber gescheitert“, befand der Coach. Vier Tore im Derby – eine vernichtende Bilanz, die auch Vanessa Gleffe nicht aufpolieren konnte, weil sie während der ersten Hälfte unglücklich auf die Schulter fiel und damit außer Gefecht gesetzt war.

Für die Gastgeberinnen wiederum lief alles nach Plan. Die Abwehr war sattelfest und gestattete der Eintracht lediglich ein Feldtor in den ersten 30 Minuten. Die übrigen drei Treffer markierte Monika Steimann per Siebenmeter. Allerdings versäumte es die ASG, zur Pause noch weitaus höher zu führen. Doch die Sieben von André Deppe und Claudia Gatzemeier setzte zwei Gegenstöße neben das Gehäuse, traf zudem gleich mehrfach Pfosten und Latte.

„Mit der zweiten Hälfte war ich dann nicht so zufrieden. Da hat uns die Spannung gefehlt, was auch daran gelegen haben mag, dass wir viel durchgewechselt haben“, urteilte André Deppe. So avancierten die bis dato vollkommen unterlegenen Dolbergerinnen vom Sparringspartner immerhin zum Gegner auf Augenhöhe, der den zweiten Abschnitt mit 13:13 ausgeglichen gestaltete. Weil sie ohnehin nichts mehr zu verlieren hatten, rissen sich die Gäste am Riemen und boten der ASG couragiert die Stirn. „Selbst die Schiedsrichter kamen nach dem Spiel zu mir und meinten: Die zweite Halbzeit habt ihr gewonnen“, freute sich Dogan Aydogdu. Mehr war allerdings nicht drin. Die einen wollten nicht mehr, die anderen konnten nicht mehr. Und so blieb es beim Acht-Tore-Vorsprung der ASG, der summa summarum in ein 25:17 mündete. ASG: Bolte, Faust – Jüttemeyer (1), Kohlstedt (1), Gawer (3), Klement (5), Longo, Osthues, Zent, Adam (10/8), Gorden (1), Mense (2), Thiel (2)

SVE: Meininghaus, Holling – Sahm (1), Steimann (4/3), Echtermann (3), Lohrmann, Gleffe (1), Stegt (1), Colbatzky (1), Penger, Kreitinger (6)

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