Handball: Ganzheitliche Talentförderung in Ahlen - Unternehmen steigen ein
Säulen statt Luftschlösser

Ahlen -

Das Handballleistungszentrum Ahlen setzt seine lange angekündigtes Drei-Säulen-Modell in die Tat um. 20 Unternehmen aus der Region haben sich zu einem Beirat zusammengeschlossen und gehen eine Partnerschaft mit dem HLZ ein. Ziel ist die ganzheitliche Förderung junger Talente und deren Bindung an den Standort Ahlen.

Samstag, 26.10.2013, 06:10 Uhr

Sehen in der Kooperation eine Win-Win-Situation: (v.l.) HLZ-Geschäftsführer Berni Recker, WFG-Geschäftsführer Jörg Stegemann, HLZ-Vorsitzender Michael Pokorny, HLZ-Geschäftsführer Klaus Jäger und ASG-Jugendwart Volker Michalczik.
Sehen in der Kooperation eine Win-Win-Situation: (v.l.) HLZ-Geschäftsführer Berni Recker, WFG-Geschäftsführer Jörg Stegemann, HLZ-Vorsitzender Michael Pokorny, HLZ-Geschäftsführer Klaus Jäger und ASG-Jugendwart Volker Michalczik. Foto: Cedric Gebhardt

Fünf Jahre, nachdem die Ahlener SG ihr Drei-Säulen-Modell bestehend aus Sport, Schule und Beruf zur ganzheitlichen Ausbildung junger Handballer vorstellte, gibt es nun endlich einen stabilen Sockel, auf dem diese Säulen stehen.

20 Unternehmen aus der Region gehen mit dem Handballleistungszentrum Ahlen eine Partnerschaft ein und sind Teil eines neu gegründeten Beirats. „Wir wollen unseren jungen Spielern eine Perspektive bieten. Sportlich können wir das schaffen, schulisch und beruflich gewährleisten das unsere Partner“, sagte HLZ-Geschäftsführer Berni Recker .

HLZ-Vorsitzender Michael Pokorny sieht den Stützpunkt in Ahlen als „Anlaufpunkt für professionelle Handballnachwuchsförderung im Münsterland und im Ruhrgebiet“. Darüber hinaus hat das HLZ den Anspruch, verantwortungsvoller Partner zur Förderung von sportlichen Talenten und sozialer Kompetenz sowie partnerschaftlicher Begleiter in beruflicher und persönlicher Entwicklung zu sein.

In einer eigens für die Unternehmen angefertigten Mappe heißt es: „Das HLZ übernimmt die Verantwortung zur ganzheitlichen Entwicklung junger Talente – im Handballsport wie auch im schulischen und beruflichen Alltag. Wir bauen keine Luftschlösser für angehende Profisportler, sondern fördern und fordern Talente. Wir begleiten junge Menschen in den Profisport und lassen sie auch nicht im Stich, wenn sie den Sprung nicht schaffen.“

Damit sehen die Verantwortlichen ihr Modell als „einzigartiges und visionäres Projekt mit bundesweitem Vorbildcharakter und starker regionaler Verwurzelung“. „Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit sind Eigenschaften, die man nicht nur im Sport, sondern auch im Beruf braucht“, unterstrich Berni Recker die vorhandenen Parallelen.

Jörg Stegemann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, sieht in der Partnerschaft von HLZ und den hiesigen Unternehmen ein „erfolgversprechendes Projekt, um junge Menschen an den Standort Ahlen zu binden“. Er sei davon überzeugt, dass die ganzheitliche Förderung Früchte tragen werde. „Das ganze Paket ist ein Vorteil für den Standort Ahlen und trägt zu dessen Profilierung bei“, betonte Stegemann.

Das HLZ, das sich in erster Linie um die sportliche Entwicklung ihrer Talente kümmert, soll demnach als Rückkoppler für die Wirtschaft fungieren, indem es ihr kompetente und engagierte Berufseinsteiger anbietet. „Wir können unsere Kontakte nutzen, um den Jugendlichen Praktika oder Ausbildungsstellen zu vermitteln“, erläuterte Michael Pokorny. Und Berni Recker ergänzte: „Auf diesem Weg können wir unseren Partnern auch etwas zurückgeben, die nach guten Auszubildenden suchen.“

Darüber hinaus sei die regionale Bindung der Heranwachsenden angesichts des demografischen Wandels von Bedeutung. „Wenn die jungen Leute einmal weg sind, dann sind sie weg – als Sportler, als Konsument und als Arbeitskraft.“

21 Jugendteams mit mehr als 300 Aktiven stellt das HLZ. „Das sind fast zehn Prozent der Ahlener Jugend. Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wie viel Verantwortung dahintersteckt“, verdeutlichte HLZ-Geschäftsführer Klaus Jäger.

Eine Verantwortung, der das HLZ Ahlen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft künftig noch stärker nachkommen möchte.

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