Handball-Landesliga
SC DJK steckt tief in der Krise

Everswinkel -

Dritte Heimniederlage innerhalb von 14 Tagen: Everswinkels Handballer kassierten gegen den schwächsten Angriff der Landesliga zu viele Gegentore und verloren gegen die SpVg Versmold verdient mit 29:34 (13:12). Der Aufsteiger jubelte und verließ mit dem ersten Saisonsieg den letzten Tabellenplatz.

Montag, 11.11.2013, 05:00 Uhr

Lukas Schmidt wird hier von zwei Versmoldern gebremst. Der Nachwuchsakteur traf bei der 29:34-Heimpleite seines SC DJK gegen den Tabellenletzten einmal ins Schwarze.
Lukas Schmidt wird hier von zwei Versmoldern gebremst. Der Nachwuchsakteur traf bei der 29:34-Heimpleite seines SC DJK gegen den Tabellenletzten einmal ins Schwarze. Foto: Penno

Die Hausherren begannen mit einer 5:1-Deckung und verteidigten deutlich aggressiver als in den Vorwochen. Versmold tat sich gegen die Abwehr der Hausherren anfangs recht schwer. Da die Gäste aber eine gute erste und zweite Reihe spielten, führte die Truppe von Dirk Schmidtmeier mit 5:3 (9.) und 6:4 (14.). In der 15. Minute sah dann SpVg-Akteur Christian Redecker eine Rote Karte. Er hatte den zuvor eingewechselten Peter Ellebracht unabsichtlich im Gesicht berührt.

Die Everswinkeler glichen in der 20. Minute zum 9:9 aus. Sie wirkten ab Mitte der Halbzeit vom individuellen Potenzial überlegen, konnten dies aber nicht wirklich ummünzen. Durch ein tolles Gegenstoßtor von Dominik Wierbrügge ging der SC DJK dann mit 13:12 (26.) in Front. Die Everswinkeler erhöhten anschließend auf 15:13 (29.), kassierten aber noch nach den abgelaufenen 30 Minuten einen Siebenmeter des treffsicheren Christan Gerloff.

„Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit gut gedeckt haben. Nach dem Seitenwechsel konnten wir daran nicht anschließen“, erklärte SC-DJK-Trainer Jörg Pag .

Nach dem Pause erkämpfte sich der Aufsteiger schnell die Führung zurück, mit zwei Gegenstößen zog er von 18:17 auf 20:17 (40.) weg. In dieser – ersten – Schwächephase hielt Rückkehrer Peter Ellebracht sein Team im Spiel. Entweder drosch er den Ball aus dem Rückraum in die Maschen oder er legte auf Kreisläufer Roland Brehm ab. Der SC DJK kam so schnell wieder auf 23:23 (44.) ran und ging anschließend mit 24:23 in Front.

Die Führung war aber wieder nur von kurzer Dauer, denn der Gast markierte umgehend zwei Treffer. In der entscheidenden Spielphase stand die Deckung der Hausherren nicht mehr gut. Da einige SC-DJK-Verteidiger zu passiv agierten und andere zu weit rausrückten, taten sich Lücken auf. Hinzu kam, dass die SC-DJK-Schlussleute Przygodda und Vornholt kaum einen Wurf entschärfen konnten. Da die Everswinkeler selbst auf starke TV-Schlussleute trafen und einige leichte Ballverluste einstreuten, zogen die Gäste über 28:25 auf 31:27 (56.) weg. Anschließend versuchte es der SC DJK mit einer Manndeckung. Da aber auch hier die Zuordnung nicht stimmte, sorgte Nils Lange mit dem 32:28 für die Entscheidung.

SC-DJK-Coach Pag rang nach der deutlichen 29:34-Niederlage merkbar nach den richtigen Worten. Mit der Leistung seiner Schlussleute war er nicht einverstanden, „man muss auch mal einen Unhaltbaren halten“. Bei seinen Feldspielern kritisierte er, dass sie viel zu lange bräuchten, um sich nach einem Wechsel an die neue Spielposition zu gewöhnen, „dabei muss im Training jeder auf jeder Position ran“.

SC DJK: Przygodda, D. Vornholt – Ellebracht (11/1), D. Wierbrügge (5), Brehm, Dittrich (je 4), Potschadly, Ranft (je 2), Schmidt (1), Sand, Schläpfer, Tschanter.

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