Handball, 3. Liga Frauen
Im Harz den Brocken wegrücken

Greven -

Am Sonntag können die Grevener Handballdamen einen wichtigen Schritt Richtung Mittelfeld machen. Denn sie treffen mit der HSG Osterode-Harz auf einen weiteren Abstiegskandidaten. 09-Trainerin appelliert an ihre Mannschaft, alles zu geben. Doch in dieser Woche waren nicht alle Spielerinnen fit.

Sonntag, 09.02.2014, 17:04 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 08.02.2014, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 09.02.2014, 17:04 Uhr
Mit der erfahrenen Ulrike Glathe kamen auch mehr Überraschungen ins Spiel. Auch in Osterode wird sie ab und an im Rückraum spielen, wobei sie eigentlich auf der Außenposition zu Hause ist.
Mit der erfahrenen Ulrike Glathe kamen auch mehr Überraschungen ins Spiel. Auch in Osterode wird sie ab und an im Rückraum spielen, wobei sie eigentlich auf der Außenposition zu Hause ist. Foto: hri

Sie wollen dahin, wo der Gastgeber steht: auf Platz elf. Doch dazu müssen sie am Sonntag bei der HSG Osterode-Harz erst einmal gewinnen.

Das spielfreie Wochenende wollte die Handballtrainerin Daniela Oana eigentlich dazu nutzen, um ihre Mannschaft in der dritten Liga auf das wichtige Spiel bei der HSG Osterode-Harz vorzubereiten. Doch erneut musste sie ihr Trainingsprogramm umstellen. Denn mit Nele Biester fehlte die spielbestimmende Regisseurin wegen einer Erkältung ebenso wie die vom Abi stressgeplagte Sabrina Arntzen. Zudem mussten die A-Jugendlichen Alexa Beckmann , Pia Spahlinger und Sophia Bultmann am Dienstag mit der A-Jugend gegen Vorwärts Wettringen spielen – sie fehlten also ebenfalls beim Training. „Die anderen haben aber gut trainiert“, sagt 09-Trainerin Daniela Oana.

Es blieb also die Zeit, die Spielerinnen individuell und gruppentaktisch zu stärken, um im Harz den Brocken zur Seite zu schieben. Denn wann sonst können die Grevener Handballdamen Auswärtspunkte holen als im ehemaligen Grenzbereich zur DDR?

Das junge 09-Team hat unter Daniela Oana große Fortschritte gemacht, doch fehlten oft Kleinigkeiten, um die beiden Punkte zu holen. Derzeit läuft den 09-Spielerinnen ein wenig die Zeit davon, denn nur noch zehn Spiele sind zu absolvieren, in denen die Mannschaft Punkte gegen den Abstieg sammeln kann. Vier Punkte Rückstand sind es auf den Tabellenplatz elf, der zum Klassenerhalt reichen würde. „Wenn wir gewinnen, dann sieht es schon besser aus“, sagt die 09-Trainerin.

Verstärkungen wird es trotz des Abgangs von Lilla Halasz nicht geben. Die Ungarin Tiba Nicoletta, die aus Telgte zum SC Greven 09 kam, muss noch eine Sperre absitzen und wird voraussichtlich erst am 15. März für 09 am Ball sein.

Also muss sich Daniela Oana auf ihre bisherige Mannschaft verlassen, die sich in dieser Saison so manches Mal achtbar aus der Affäre gezogen hat. In der Tat fehlen aber in wichtigen Spielsituationen die Cleverness, um mal einen Angriff über die Zeit zu bringen.

Mit Ulrike Glathe ist eine Spielerin wieder an Bord, die bereits in ihrem ersten Spiel gegen VfL Stade nach einjähriger Verletzung gezeigt hat, dass sie einer Mannschaft Impulse zu verleihen versteht. Und sie ist da, wenn man sie braucht. Wie in der letzten Sekunde gegen Stade, als sie den Ball aus schier unmöglicher Position noch im Gehäuse unterbrachte und damit beim 28:28-Unentschieden einen Punkt rettete.

Die Superleistung von Lisa Klanz im 09-Gehäuse im letzten Heimspiel deutet an, welches Potenzial in den jungen Kräften steckt. Neben ihr wird Kim Legros mit nach Osterode fahren. Gelingt Pia Spahlinger, die bisher sehr wenige Einsätze erhielt, Sophia Bultmann auf der Linksaußenposition und Alexa Beckmann im mittleren Rückraum ihr wahres Leistungspotenzial auch im Spiel abzurufen, dürfte ein weiterer Schritt Richtung Klassenerhalt getätigt worden sein. „Wir müssen richtig kämpfen, kämpfen, kämpfen“, appelliert Daniela Oana an die Moral ihrer Spielerinnen.

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