Handball
Am Ende nicht clever genug

Greven -

Am Ende ist ein wenig die Puste ausgegangen – vielleicht war die zweite Mannschaft des SC Greven 09 auch nicht clever genug, um einen Sieg gegen Vorwärts Wettringen II zu landen, obwohl eine Spielerin aus der ersten Mannschaft auf dem Spielfeld stand.

Montag, 17.02.2014, 15:02 Uhr

Nadine Mikowsky war mit sechs Toren, davon drei vom Siebenmeterpunkt, eine der besten Schützinnen.
Nadine Mikowsky war mit sechs Toren, davon drei vom Siebenmeterpunkt, eine der besten Schützinnen. Foto: hri

Dass Trainer Bogdan Oana mit der zweiten Mannschaft des SC Greven 09 gegen den Tabellenzweiten Vorwärts Wettringen II mit 22:25 (12:14) unterlag, hatte vor allem mit der angespannten Personallage zu tun. „Wären wir am Ende ein bisschen cleverer gewesen, hätten wir trotzdem eine Chance auf einen oder sogar zwei Punkte gehabt“, ist der Trainer überzeugt.

Helena Schwitte, Luisa Lamboury und Jana Dolscheid fehlten dem ambitionierten Aufsteiger ohnehin. Vanessa Langkamp landete beim Fallwurf so unglücklich auf dem Knie, dass sie nicht weiterspielen konnte. Zwischenzeitlich aussetzen musste Sophia Bultmann, nach einem Schlag ins Gesicht war sie mit blutender Lippe bis zum Seitenwechsel auf die Bank verbannt. Kim Kleimeier , die verschnupft in die Partie gegangen war, musste das Spielfeld verlassen, weil sie schlecht Luft bekam. Auch sie kam erst in der zweiten Halbzeit wieder zum Einsatz, allerdings nur bedingt und mit den notwendigen Pausen. „So angeschlagen, wie sie war, war Kim natürlich weit von ihrer Normalform entfernt“, betonte der Trainer. Der war schließlich gezwungen zu improvisieren.

Trotzdem lief es für die Grevenerinnen gar nicht mal so schlecht. Anfangs sowieso, als sie mit 4:0 und 5:1 sogar deutlich führten. Aber auch nach den Ausfällen ließ sich das 09-Team nicht vom Favoriten, der in der Hinrunde ihr stärkster Gegner war, abschütteln. Zur Pause waren Oana und seine Mädels mit 12:14 nur zwei mickrige Tore von ihrem Gegner entfernt.

Die holten sie anschließend auch noch auf und glichen gleich viermal aus - zum 15:15, 16:16, 17:17 und 18:18. Ein Überholmanöver gelang den Grevenerinnen jedoch nicht. Weil sie ein paar Hundertprozentige verballerten und auch einige viel zu riskante Würfe aus der zweiten Reihe wagten. Bis fünf Minuten vor Schluss blieben sie ihren Gästen dennoch dicht auf den Fersen, beim Stand von 21:22 war noch alles möglich. Dann allerdings landete die routinierte Wettringer Reserve drei Treffer in Folge, während das 09-Team vor allem Ballverluste zu verzeichnen hatte. Wenige Sekunden vor Spielende konnte Ana-Maria Ludusan – Spielerin der Drittliga-Mannschaft, die am Sonntagabend im Landesliga-Team aushalf – nur noch zum 22:25-Endstand verkürzen.

09 II: C. Bultmann, Lohmann – Horsthemke (6/2), Mikowsky (6/3), Langkamp (2), Hoffmann (2), S. Bultmann (2/1), Vennemann (1), Cielejewski (1), Steltenkamp (1), Ludusan (1), Everwin, Seiffert, Kleimeier.

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