Handball Landesliga Frauen
Kampfgeist zu Hause gelassen

Greven -

Da war Bogdan Oana doch überrascht. Die zweite Mannschaft des SC Greven 09 ließ jeden Kampfgeist vermissen. Und das auch noch gegen Sparta Münster. Da musste es ja zu einer nicht erwarteten Niederlage kommen.

Montag, 24.03.2014, 13:32 Uhr

Musste mit der Mannschaft in eine bittere Niederlage einwilligen: Louisa Lamboury, die einen Treffer zur 17:26-Niederlage bei Sparta Münster beisteuerte.
Musste mit der Mannschaft in eine bittere Niederlage einwilligen: Louisa Lamboury, die einen Treffer zur 17:26-Niederlage bei Sparta Münster beisteuerte. Foto: hri

Bogdan Oana trieb am Sonntagabend vor allem eine Frage um: Wo waren seine Landesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 II nur mit ihren Herzen und ihren Köpfen geblieben? Nicht auf dem Spielfeld, so viel stand bei der 17:26 (8:12)-Niederlage in der Auswärtspartie gegen die DJK Sparta Münster fest. „Das war unser schwächstes Spiel seit langer, langer Zeit“, ging der Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft hart ins Gericht.

Personalmangel ließ er als Ausrede für die Pleite gegen den Tabellensechsten nicht gelten. „Aus der ersten Sieben fehlten nur Sabrina Vennemann und Sophia Bultmann, sonst hatten wir alle auf der Platte“, betonte Oana, der vor allem den sonst so starken Kampfgeist vermisste, aber auch die übliche Cleverness seiner Mädels. In der Abwehr schafften sie es nicht, den Gegner auszugucken. Und im Angriff fehlten die durchdachten Aktionen. Aber nicht genug damit, dass die Grevenerinnen unglücklich aus der zweiten Reihe abschlossen. „Da haben wir versucht, über die größten Gegenspielerinnen zu werfen.“

Sie versemmelten auch noch ganze vier Siebenmeter. Und so liefen die Gäste von Beginn an einem Rückstand hinterher. „Wir haben im gesamten Spielverlauf nicht ein einziges Mal ausgeglichen“, ärgerte sich der 09-Coach.

Dem 2:5 (5.) ließen die Grevenerinnen eine vergleichsweise gute Phase folgen, in der sie auf 6:8 (20.) und 7:9 (25.) herankamen. „Dann haben wir uns wieder ein paar Dummheiten geleistet und sind bis zur Pause auf 8:12 zurückgefallen“, berichtete Oana. Nach dem Seitenwechsel schafften die 09erinnen dann immerhin den Anschluss zum 15:16 (45.). „Wir hatten auch die Möglichkeit zum Ausgleich“, informierte der Trainer, „aber wir haben verworfen.“ Und es kam natürlich, wie es kommen musste: Sparta landete gleich darauf drei Treffer in Folge, so dass das 09-Team plötzlich mit 15:19 hinten lag. „Da war das Spiel für uns dann auch schon gelaufen.“ Schließlich fuhren die Grevenerinnen mit einer Niederlage der Kategorie „absolut unnötig“ nach Hause.

Am Gegner lag es nicht, wie Oana deutlich machte: „Sparta war zwar stärker als im Hinspiel, hatte aber eigentlich ganz normales Landesliga-Niveau.“ Respekt zollte er allerdings der Halbrechten des Gastgeber-Teams, einer Linkshänderin im B-Jugend-Alter. „Vor zwei Jahren war sie bei mir im Stützpunkt-Training und hat damals schon einen guten Eindruck gemacht, jetzt ist sie eine richtig erwachsene Spielerin“, staunte der 09-Coach.

SC Greven 09 II: C. Bultmann, Lohmann – Langkamp (5/1), Seiffert (4), Cielejewski (2), Mikowsky (2), Hoffmann (1), Kleimeier (1), Lamboury (1), Horsthemke (1/1), Everwin, Drabe.

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