Handball: Drei-Säulen-Modell des HLZ
Gewinn für alle Seiten

Ahlen -

Das Handballleistungszentrum Ahlen füllt sein aus Sport, Schule und Beruf bestehendes Drei-Säulen-Modell mit Leben. Jüngst stellten die Verantwortlichen ihre Kooperation mit Unternehmen aus der Region vor. Es soll eine Zusammenarbeit werden, von der beide Seiten profitieren.

Dienstag, 15.04.2014, 06:04 Uhr

Kooperieren im Rahmen des Drei-Säulen-Modells des HLZ: (von links) Volker Michalczik (HLZ), Kai Moneck (HLZ), Michael Pokorny (HLZ-Vorsitzender), Knut Fischer (Leiter Ausbildung Agravis), Dr. Sarah Schulte (Fachhochschule Hamm-Lippstadt), Dirk Weber (Autohaus Weber), Dr. Timm Hüttemann, Bernd Münstermann (Sparkasse) und Matthias Bußmann (Starke Apotheken).
Kooperieren im Rahmen des Drei-Säulen-Modells des HLZ: (von links) Volker Michalczik (HLZ), Kai Moneck (HLZ), Michael Pokorny (HLZ-Vorsitzender), Knut Fischer (Leiter Ausbildung Agravis), Dr. Sarah Schulte (Fachhochschule Hamm-Lippstadt), Dirk Weber (Autohaus Weber), Dr. Timm Hüttemann, Bernd Münstermann (Sparkasse) und Matthias Bußmann (Starke Apotheken). Foto: Henning Wegener

Es ist vielleicht ein bisschen dick aufgetragen gewesen, was Michael Pokorny da einleitend zum Besten gab. „Ich bin ein Stück weit stolz, dass wir heute hier sitzen“, sagte der Vorsitzende des Handball-Leistungszentrums auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz mit Vertretern aus der Wirtschaft. Das klang nach Pathos und großer Ankündigung.

Ganz so viel Neues hatte Pokorny dann aber nicht zu vermelden. Das HLZ hat nicht etwa einen neuen Großsponsor an Land gezogen. Trotzdem war es – nicht nur für den Vorsitzenden – ein Grund zur Freude. Denn das vor Monaten vorgestellte Drei-Säulen-Modell „Sport, Schule und Beruf“ der Ahlener SG und des HLZ macht Fortschritte. Fünf von 60 Partnern aus der Wirtschaft, von denen die Sparkasse Münsterland-Ost , Agravis, das Autohaus Weber und die „Starken Apotheken “ eingeladen waren, beteiligen sich am Baustein Beruf.

Mit dem wollen Ahlener SG und HLZ einerseits ihre Attraktivität für hoffnungsvolle Nachwuchstalente und deren Eltern steigern. Der zweite, vielleicht noch viel wichtigere Aspekt ist dagegen altruistisch: „Von den 300 bis 320 Jugendlichen, die wir derzeit hier haben, träumt jeder von einer sportlichen Karriere. Die wird aber nur ganz wenigen möglich sein“, stellte Pokorny völlig richtig fest. „Wir fühlen uns verantwortlich für unsere Jugendlichen und wollen Realismus schaffen.“ Und das heißt im Klartext: Auch wer von einer Profikarriere träumt, muss für den Fall, dass es nicht klappt, die richtigen Weichen stellen und sich um eine berufliche Ausbildung kümmern. Dabei sollen die Partner aus der Wirtschaft helfen – mit Praktika, Assessment-Centern und einem breiten Angebot möglicher Ausbildungsplätze und Studiengängen. Die Unternehmen hoffen im Gegenzug auf qualifizierten Nachwuchs: „Teamspirit, Ehrgeiz, Ausdauer, auch mal durch ein Tal gehen zu können – das sind alles Qualitäten eines Sportlers, die wir auch in der Ausbildung vermitteln wollen“, sagte stellvertretend Knut Fischer, Leiter Ausbildung bei der Agravis. Dirk Weber vom Autohaus Weber ergänzte: „Als Unternehmen haben wir ein großes Eigeninteresse, gute Auszubildende zu finden. Denn daraus rekrutieren wir einen Großteil unserer späteren Mitarbeiter.“ Also ein Gewinn für alle Seiten, diese Kooperation.

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