Frauen-Handball: BSV Roxel
Der Mutmacher

Münster -

Dieser Hinrundenabschluss macht Mut: Die Handball-Frauen des BSV Roxel haben sich am Samstag mit einem respektablen 26:26-Unentschieden gegen den favorisierten TV Germania Kaiserau in die Winterpause verabschiedet. Gleichwohl: Die Mannschaft von Trainer Uwe Landau bleibt nach elf Spielen mit nur fünf Punkten Vorletzter – trotz des Punktgewinns gegen den Tabellendritten.

Sonntag, 14.12.2014, 18:12 Uhr

Im Anflug: Lea Heitkamp steuerte zwei Treffer beim Remis gegen Germania Kaiserau bei.
Im Anflug: Lea Heitkamp steuerte zwei Treffer beim Remis gegen Germania Kaiserau bei. Foto: Wilfried Hiegemann

Der Start ins Spiel gelang den BSV-Damen erstaunlich gut. Dank einer starken Leistung von Torhüterin Jana-Linda Schlue und durchsetzungsstarken Spiels am Kreis zogen die Gastgeber auf 6:3 und 9:6 davon. Allen voran die Halbraum-Spielerinnen Jessika Thiedig und die grippegeschwächte Kati Frye überzeugten – nicht durch Sprungwürfe, sondern durch robuste Wühlarbeit in der gegnerischen Deckung. „Wir haben vergessen, den Sack zuzumachen“, kommentierte Landau , denn in der Folge egalisierte Kaiserau (9:9). Als dann die wurfgewaltige Felizitas Neuhaus für den TV in die Spur fand und aus dem Rückraum Treffer um Treffer versenkte, drohte das Spiel zu kippen. Nach einer 13:12-Halbzeitführung zog Kaiserau weiter an (17:15), geführt von der starken Annika Kucharczyk. „Die Mannschaft hat dran geglaubt“, lobte Landau. Der BSV nämlich hielt Anschluss, glich zum 23:23 aus. Der Trainer selbst gab neue taktische Anweisungen, ließ Kucharczyk in Dauer-Manndeckung durch Sarah Logermann nehmen und deckelte so deren Treffer-Flut. Zudem stärkte die aufmerksame Kreisläuferin Kirsten Roer sichtlich die Roxeler Defensive und überzeugte nach ihrer Einwechslung auch in der Offensive mit fünf Toren. Kaiseraus Scharfschützin Neuhaus entschärfte sich durch mehrere Strafzeiten derweil selber.

Die Schlussphase geriet nun zum offenen Schlagabtausch, beide Teams agierten ruppiger, kassierten Zeitstrafen. Roxel glich einen 24:26-Rückstand fünf Minuten vor Abpfiff durch Logermann und Roer noch aus. In den Schlussminuten besaßen beide Teams Chancen zum möglichen Siegtreffer, Roxels Logermann etwa wurde am Kreis arg robust vom Ball getrennt, mit dem Schlussgong vergab Frye zudem einen Sprungwurf. Am Ende blieb es beim 26:26. „Wir haben uns für unseren Aufwand oft nicht belohnt, könnten vier, fünf Punkte mehr haben“, bilanzierte Landau mit Blick auf die abgeschlossene Hinrunde. Er hofft auf das neue Jahr: „In der Rückrunde wollen wir wieder angreifen.“

BSV Roxel : Schlue – Frye (6 Tore/4 Freiwürfe), Kupfer (5), Roer (5), Logermann (4), Flötotte (2), Heitkamp (2), Scheipers (1), Thiedig (1), Rape.

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