Handball-Oberliga
Wiegers sieht ASG noch nicht am Limit

Ahlen -

Publikumsliebling Björn Wiegers schnappte sich nach Spielschluss das Megafon und heizte den Fans ein. Der Kantersieg der Ahlener Oberliga-Handballer gegen die SG Hamm 2 wurde gebührend gefeiert und könnte noch nicht einmal das Maximum der Leistungsfähigkeit darstellen. Das jedenfalls glaubt Wiegers selbst.

Montag, 19.10.2015, 18:10 Uhr

Wuhuuuuuuu: Björn Wiegers (vorne) feierte mit dem Publikum ausgelassen den Derbysieg über Hamm und sieht sein Team im Aufwärtstrend.
Wuhuuuuuuu: Björn Wiegers (vorne) feierte mit dem Publikum ausgelassen den Derbysieg über Hamm und sieht sein Team im Aufwärtstrend. Foto: René Penno

Der Arbeitstag von Björn Wiegers endete am Samstagabend nicht etwa mit der Schlusssirene. Nach dem mit 34:23 mehr als deutlich gewonnenen Derby gegen die SG Hamm 2 begannen die Feierlichkeiten in der Friedrich-Ebert-Halle. Und die waren zugleich der Anpfiff zur zweiten Schicht für „Otzi“.

Natürlich war es der Publikumsliebling, der nach Spielschluss zum Mikrofon griff, um den ASG-Fans einzuheizen und in Co-Produktion mit ihnen eine „Humba“ anzustimmen. Ausgelassen hüpfte die Ahlener Combo über die Platte. Die Energie dazu reichte noch aus, obwohl die Ahlener SG zuvor bereits etliche Kräfte freigesetzt und damit den Rivalen eindrucksvoll in die Knie gezwungen hatte.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. So hielt es auch Björn Wiegers, der zunächst am Kreis ackerte und später die Glückwünsche der Anhänger in Reihe annahm. Klitschnassgeschwitzt und noch immer aufgewühlt auf der Platte stehend, war Wiegers dennoch bereits zu einer ersten kühlen Analyse imstande.

„Es war ein komisches Gefühl heute. Anders als bei früheren Derbys. Mich haben sogar Fans aus Hamm beglückwünscht. Das zeigt mir, dass ich in den vergangenen Jahren dort nicht viel falsch gemacht habe“, bekannte Wiegers erleichtert. Noch mehr Schulterklopfer erntete er aber von Ahlener Seite. Für eine Leistung, „bei der wir alle diszipliniert und genau auf den Punkt gespielt haben“, konstatierte Wiegers.

„Was wir als Mannschaft abgerissen haben – großer Respekt“, lobte er sich und sein Team zurecht für eine blitzsaubere Darbietung. Die möchte Trainer Sascha Bertow aber nicht als Maßstab für künftige Aufgaben verstanden wissen. „Diesmal hat alles gepasst. Nächste Woche kann es aber schon wieder ganz anders laufen“, relativierte Bertow. Die 60 Minuten gegen Hamm wollte er jedenfalls nicht zum Ideal erheben.

Das sah indes auch Björn Wiegers so. „Wir sind noch nicht bei unserem Maximum“, stellte er klar. „Zwei unserer Spiele haben wir bisher nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Ich würde mir Gedanken machen, wenn wir damit schon an unserem Limit wären. Aber die Kurve geht ein bisschen weiter nach oben“, erläuterte Wiegers.

Beim TuS Ferndorf 2 möchte die Ahlener SG diesen Trend schon am kommenden Freitag, 23. Oktober, bestätigen. Gespielt wird dann ab 20.30 Uhr.

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