Handball-Oberliga: ASG muss zu TSG Altenhagen-Heepen
Zu Hause ist’s am schönsten

Ahlen -

Wie eine Mannschaft nur zwei so unterschiedliche Gesichter haben kann: Zu Hause ist die TSG Altenhagen-Heepen eine Macht. Drei Spiele, drei Siege gab es für die Ostwestfalen. Auswärts dagegen nur einen Punkt. Dumm nur, dass die Oberliga-Handballer der Ahlener SG nach Bielefeld fahren und nicht umgekehrt. Coach Sascha Bertow spricht von der bisher größten Herausforderung.

Donnerstag, 05.11.2015, 18:11 Uhr

Das Ziel im Auge hat ASG-Handballer Kevin Wiegers. Das Ziel der Ahlener bei der TSG Altenhagen-Heepen heißt Auswärtssieg. Der wird allerdings bei einer der heimstärksten Mannschaften der Liga nicht so einfach.
Das Ziel im Auge hat ASG-Handballer Kevin Wiegers. Das Ziel der Ahlener bei der TSG Altenhagen-Heepen heißt Auswärtssieg. Der wird allerdings bei einer der heimstärksten Mannschaften der Liga nicht so einfach. Foto: René Penno

Demnächst werden sie bei der TSG Altenhagen-Heepen wohl nur noch zu Hause spielen wollen. Denn in der Fremde läuft es beim nächsten Gegner der Ahlener SG mal so überhaupt nicht. Der Unterschied zwischen eigener und fremder Halle ist eklatant, und das seit Jahren. Da bildet auch diese Spielzeit bisher keine Ausnahme. Gerade mal einen Punkt hat die Oberliga-Truppe von Michael Boy auswärts geholt, und den auch nur beim Tabellenletzten Gevelsberg-Silschede.

Zu Hause top, auswärts ein Flop

Jüngster Beweis für die Schwäche der Bielefelder Handballer war die 27:34-Niederlage bei den Sportfreunden Loxten. Danach war nicht nur Kapitän Carl-Moritz Wagner ziemlich ernüchtert: „Krass. Das war unser schlimmstes Auswärtsgesicht“, wurde er im Westfalen-Blatt zitiert. Nur kann sich die Ahlener SG von alledem so rein gar nichts kaufen. Denn schließlich fährt heute Abend nicht die TSG nach Ahlen, sondern die Ahlener SG umgekehrt nach Bielefeld . Zu Hause ist Altenhagen-Heepen eine kleine Macht: Drei Spiele, drei Siege. Mehr geht nicht.

Ich bin überzeugt, dass wir von dieser Mannschaft noch viel hören.

Sascha Bertow über die TSG Altenhagen-Heepen

„Warum sie auswärts Probleme haben, weiß man nicht. Aber das wird sich auch legen. Ich bin überzeugt, dass wir von dieser Mannschaft noch viel hören werden“, sagt ASG-Coach Sascha Bertow. Der spricht mit dem allergrößten Respekt von der TSG und sieht die Auswärtspartie als „bisher größte Herausforderung“ für seine Mannschaft an.

Wie unangenehm die Bielefelder zu Hause werden können, bekam unter anderem Spenge im Derby zu spüren. Als Tabellenführer gekommen, fuhr der TuS mit der ersten Niederlage im Gepäck (29:30) zurück. Zuletzt in eigener Halle wurde Aufsteiger HTV Sundwig/Westig mit einem ziemlich glatten 29:23 abgefertigt. Der jungen Truppe von Michael Boy, selbst erst Jahrgang 1981, scheint zu Hause der Erfolg beschieden, der ihr auswärts verwehrt bleibt. Das allein sollte Warnung genug sein.

Phil Holland und zwei Linkshänder auf rechts

Wenn es rund läuft bei den Bielefeldern, hat das viel mit Phil Holland zu tun. Der erst 21 Jahre alte Rückraumspieler ist einer der Torgaranten der Mannschaft. „Er wirft und trifft aus allen Lagen“, sagt Bertow über ihn. Auch Kapitän Carl-Moritz Wagner, mit seinen 30 Lenzen tatsächlich der Zweitälteste im Team, ist am Kreis brandgefährlich. Nahtlos hat sich zudem der im Sommer von der Spielvereinigung Steinhagen gekommene Lukas Schulz eingefügt, aktuell zweitbester Schütze.

Unerwartete Probleme gibt es seit dieser Woche auf der Torhüterposition. Denn Maximilan Conzen, ebenfalls erst zu Saisonbeginn vom VfL Eintracht Hagen verpflichtet, bat den Verein nach dem Wechsel seines Studienortes nach Bochum um die sofortige Auflösung seines Vertrages. Für ihn rückt aus der A-Jugend Kai Schiemannn nach. Mit Pascal Welge als Nummer eins hat der allerdings noch einen erfahrenen Mann vor sich. „Die sind sehr breit aufgestellt. Das haben sie vielen anderen Mannschaften voraus“, weiß Bertow von den Hausherren, die gleich zwei Linkshänder im rechten Rückraum haben.

Bertow sieht ASG auf einem guten Weg

An der Breite des Kades haben sie allerdings auch bei der ASG viel getan und das, stellt der Coach fest, macht sich bemerkbar: „Als es im letzten Spiel bei Mattes nicht so lief, haben wir Marvin gebracht – und das klappt. Diese Mannschaft entwickelt sich ständig weiter.“

Unter der Woche ließ der Trainer das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr üben, weil ihm „die Abwehrarbeit gegen Gevelsberg sehr gut, das Zusammenspiel nicht ganz so gut“ gefallen hat. „Das können wir noch sehr viel besser!“, sagt Bertow. Der muss sich nun wohl nur noch um eines Gedanken machen: Wie er den zuletzt so starken Dimitry Stukalin ersetzt, der sich im Training vermutlich einen Bänderriss zugezogen hat. Aber Optionen hat er ja.

Die Partie in Bielefeld beginnt am Freitag um 20 Uhr.

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