Handball-Oberliga: ASG verliert gegen Altenhagen-Heepen
Zehn maue Minuten sind zu viel

Ahlen -

Manchmal sind eben schon zehn maue Minuten zehn zu viel. Die Oberliga-Handballer der Ahlener SG haben bei der TSG Altenhagen-Heepen eine überraschend deutliche 24:30-Niederlage hinnehmen müssen. Entscheidend war die Phase direkt vor und nach der Halbzeitpause.

Freitag, 06.11.2015, 23:11 Uhr

Bester Schütze bei der ASG und insgesamt war Dimitry Stukalin. Dabei hatte Sascha Bertow noch um seinen Einsatz gebangt. Genützt haben aber auch die zehn Tore nichts.
Bester Schütze bei der ASG und insgesamt war Dimitry Stukalin. Dabei hatte Sascha Bertow noch um seinen Einsatz gebangt. Genützt haben aber auch die zehn Tore nichts. Foto: René Penno

Von einer großen Herausforderung hatte Coach Sascha Bertow ja vorher selbst gesprochen. Sogar von der bisher größten für sein Team in dieser Saison. Wie Recht er damit doch haben sollte. . . Bei der TSG Altenhagen-Heepen gab es für die Oberliga-Handballer der Ahlener SG eine ziemlich deutliche Klatsche. Mit 24:30 unterlagen die bis dahin an Position zwei liegenden Ahlener. Entscheidend war eine zehnminütige Flaute rund um die Halbzeitpause, in der den Wersestädtern vor des Gegners Tor nicht viel gelang.

Vierter Sieg im vierten Spiel – Bielefeld bleibt zu Hause eine Macht

Ein dennoch ziemlich aufgeräumter Sascha Bertow kommentierte die entscheidende Phase wie folgt: „Vier Mal frei, einmal Übertritt – vorne haben wir da zu viele einfache Fehler gemacht.“ Und das nutzten die Bielefelder, die just in diesen Minuten sogar zeitweise in Unterzahl waren, erst gnadenlos aus und ließen dann rein gar nichts mehr anbrennen. Von dem einmal angesammelten Rückstand von zwischenzeitlich acht Toren (10:18) konnten die Ahlener fast nichts mehr abknapsen. „Dafür sind sie einfach zu gut. Und deren Torwart Pascal Welge hat auch noch sehr viel weggefischt“, analysierte Sascha Bertow.

Für die TSG Altenhagen-Heepen war es in eigener Halle der vierte Sieg im vierten Spiel. Und weil es nach dem Erfolg gegen Spenge auch der zweite Sieg gegen ein Spitzenteam war, bedeutete das 30:24 sogar einen kleinen Befreiungsschlag. Wegen der eklatanten Auswärtsschwäche (erst ein Punkt), stehen die Bielefelder viel weiter unten in der Tabelle, als es offenbar ihren Möglichkeiten entspricht. Weil dann noch in dieser Woche mit Max Conzen einer der Torhüter studienbedingt den Verein verließ, entstand sogar so etwas wie Unruhe im Verein.

Ahlen führt nur in der Anfangsviertelstunde

Zu merken war davor vor eigenem Publikum nichts. Im Gegenteil: Den Ahlenern gelang es nur in der Anfangsviertelstunde, in Führung zu gehen. Nach zehn Minuten lag die Bertow-Sieben mit 4:3 vorne. Es sollte das letzte Mal bleiben.

Die Ahlener hatten sogar den angeschlagenen Dimitry Stukalin in ihren Reihen. Der dann mit zehn Treffern – vier davon durch Siebenmeter – auch noch Bielefelds Tormaschine Phil Holland übertraf. Bezeichnend für die Leistung war aber, dass Stukalin einer von nur drei Schützen auf Ahlener Seite war, die mehr als zwei Tore warfen. Außer ihm waren das noch Mattes Rogowski (5) und Ferdi Hümmecke (3). Insgesamt zu wenig.

Kurz vor der Pause zog Altenhagen-Heepen von 9:9 auf 13:10 davon. Das war schon der erste Fingerzeig. Die tatsächliche Entscheidung fiel dann direkt nach dem Seitenwechsel. Die Treffer von Phil Holland, Tobias Fröbel und Kapitän Carl-Moritz Wagner bauten Bielefelds Vorsprung auf 16:10 aus. Und nach dem Team-Timeout durch Sascha Bertow packten Wagner und Dominik Schmidt sogar noch zwei drauf. Und danach konnten die Ahlener dann machen, was sie wollten: An der Niederlage war nichts mehr zu ändern. Manchmal sind zehn maue Minuten eben zehn zu viel.

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