Handballtalent des ASV Senden
Torwart Tobias Uphues steht im Bundeskader

Senden -

Der ASV Senden hat schon viele Handballtalente hervorgebracht. Aber in einen Bundeskader hat es noch keiner geschafft. Jetzt gibt es einen Spieler, der so weit gekommen ist. Einen Torhüter: Tobias Uphues.

Samstag, 16.04.2016, 14:04 Uhr

Richtig nett, sehr zuverlässig und sehr belastbar: So wird Torwarttalent Tobias Uphues vom Jugendkoordinator des ASV Senden gelobt.
Richtig nett, sehr zuverlässig und sehr belastbar: So wird Torwarttalent Tobias Uphues vom Jugendkoordinator des ASV Senden gelobt. Foto: rau

Der ASV Senden hat schon viele Handballtalente hervorgebracht. Aber in einen Nachwuchskader des Deutschen Handball-Bundes (DHB) hat es noch keiner geschafft – auch kein Max Höning, der mittlerweile beim Bundesligisten TBV Lemgo spielt. Jetzt gibt es einen Spieler, der so weit gekommen ist. Einen Torhüter: Tobias Uphues .

Der 16-jährige Sendener gehört zum deutschen 18-er Aufgebot des Jahrgangs 2000. Darunter sind drei Torwarte. Nach der Westfalenauswahl hat er sich in mehreren Sichtungen und Lehrgängen für den Bundeskader empfohlen. „Das ist ein großer persönlicher Erfolg für Tobi, aber auch eine Auszeichnung für die Arbeit in unserer Abteilung“, freut sich Thomas Hammerschmidt . Der Trainer und Jugendkoordinator des ASV lobt das Talent von Uphues, ganz besonders aber auch seinen Charakter. „Er ist ein richtig netter Kerl, der in der Mannschaft ein hohes Standing hat“, sagt Hammerschmidt. „Tobi ist körperlich und mental sehr belastbar, er ist immer hundertprozentig zuverlässig und er hat eine Top-Trainingseinstellung.“

„Gute Pässe spielen“, das sei seine große Stärke, sagt Uphues auf Nachfrage. Seine Schwäche? „Mir fehlt noch Kraft.“ Der Schüler ist stolz, sich unter so vielen Talenten in Deutschland durchgesetzt zu haben, hebt aber ganz sicher nicht ab. Er hat Angebote von mehreren Vereinen bekommen, die aber abgelehnt. Beim ASV bleibt er mindestens noch, bis er im Sommer 2017 die Schule beendet hat. „Tobis Beispiel zeigt, dass man auch in einem recht kleinen Verein weit kommen kann und nicht den ersten verlockenden Angeboten folgen muss“, sagt Hammerschmidt. Up­hues könnte noch in der B-Jugend spielen, steht aber schon in der Sendener A-Jugend im Kasten. „Er muss ja gefordert werden“, meint Hammerschmidt.

Tobias Uphues nimmt nun an Lehrgängen und weiteren Sichtungen auf DHB-Ebene teil. Und er soll im Sommer mit dem Kader bei einem Turnier in Frankreich spielen. „In dieser Altersklasse ist das aber noch ein offenes System“, sagt Hammerschmidt. „Es heißt jetzt nicht, dass er in den nächsten Jahren automatisch auch in der Junioren-Nationalmannschaft spielt.“ Aber ausgeschlossen ist das ganz sicher nicht.

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