Jugend-Handball
HLZ nach Aufholjagd im Finale um Westdeutsche

Ahlen/Dormagen -

Eine tolle Aufholjagd ist der männlichen C-Jugend des Handball-Leistungs-Zentrums da gelungen. In Dormagen machte sie einen Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wett und steht nun im Finale um die Westdeutsche Meisterschaft.

Montag, 18.04.2016, 21:04 Uhr

Siegerfaust: Die C-Jugendlichen des Handball-Leistungs-Zentrums hatten nach dem Spiel in Dormagen allen Grund zur Freude. Im Rückspiel des Halbfinales um die Westdeutsche Meisterschaft holten sie einen Zwei-Tore-Rückstand auf und stehen nun im Finale.
Siegerfaust: Die C-Jugendlichen des Handball-Leistungs-Zentrums hatten nach dem Spiel in Dormagen allen Grund zur Freude. Im Rückspiel des Halbfinales um die Westdeutsche Meisterschaft holten sie einen Zwei-Tore-Rückstand auf und stehen nun im Finale. Foto: HLZ Ahlen

Wer hätte das nach dem verlorenen Hinspiel gedacht? 31:33 hatte die männliche C-Jugend des Handball-Leistungs-Zentrums das Hinspiel des Halbfinales um die Westdeutsche Meisterschaft verloren. Und mit dieser Hypothek mussten die Ahlener in Dormagen erstmal klarkommen. Wie sie das schafften, war eine kleine Sensation. Mit der bisher besten Saisonleistung sicherte sich der Westfalenmeister mit einem 30:22-Sieg doch noch den Final-Einzug. Gegner am kommenden und dem darauffolgenden Wochenende wird die Mannschaft von ART Düsseldorf sein, die sich ihrerseits in zwei Spielen gegen die JSG NSM-Nettelstedt durchsetzte.

Doch der Reihe nach: Natürlich waren die Jungs von Martina Michalczik und Ludger Trost mit ihrer Hinspiel-Leistung vor heimischer Kulisse nicht zufrieden. Eine insgesamt schlechte Abwehr, viele vergebene Chancen im Angriff und fehlende Körpersprache war die ernüchternde Bilanz. Das sahen auch Martina Michalczik und Ludger Trost so und beorderten vor dem Rückspiel ihre Jungs zu mehreren intensiven Trainingseinheiten in die HLZ-Halle.

Aufholjagd gegen Dormagen bringt HLZ ins Finale

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Offenbar mit Erfolg: In Dormagen stimmte von Anfang an alles. Nach dem 1:0 durch Siebenmeter in der 3. Minute übernahm das HLZ-Team das Kommando im Sportcenter des TSV Bayer Dormagen. Hochkonzentriert und sicher in der Abwehr packten die Ahlener energisch zu. Lorenz Mohr nahm Dormagens wurfgewaltigen Fynn Johannmeyer erfolgreich aus dem Spiel, Carlos Marquis störte immer wieder den Dormagener Aufbau und Lucas Grabitz im Tor dirigierte seine Abwehr und war über das gesamte Spiel ein sicherer und souveräner Rückhalt.

HLZ legt Grundstein schon vor der Pause

Im Angriff agierte die HLZ-Truppe souverän und variierte ihre Spielzüge. Geduldig warteten die Ahlener auf Möglichkeiten und netzten dann sicher ein. Ballsicherheit, ein gutes Auge für die Mitspieler und technisch ansprechender Jugendhandball zeichnete das Angriffsspiel der Ahlener aus. Bereits in der 13. Minute nahm Dormagens Trainerteam Eric Wudtke und Frowin Fasold die erste Auszeit. Bis zur 20. setzten sich die Gäste dennoch immer weiter ab (9:4).

Die Angriffsformation der Ahlener brachte die Dormagener Abwehr in Bewegung, so ergaben sich immer wieder Lücken, insbesondere für Noah Schroeder aus dem Rückraum, Rechtsaußen Mark Artmeier und Linksaußen Joel Wessel. Die nutzten dann ihre Gelegenheiten. Zur Pause stand es 13:8.

Danach machte die Michalczik-Truppe konzentriert da weiter, wo sie aufgehört hatte und setzte sich zehn Minuten nach Wiederanpfiff auf einen Acht-Tore-Vorsprung (19:11) und bis zur 42. Minute sogar auf einen Zehn-Tore-Vorsprung auf 25:15 ab. Als Dormagens Felix Schoenen nach Foul an Noah Schroeder seine dritte Zeitstrafe kassierte und damit die Rote Karte sah, war die Partie bereits so gut wie gelaufen. Ahlen spielte konzentriert zu Ende und gewann verdient mit 30:22.

Finale gegen ART Düsseldorf

Damit steht das HLZ-Team am kommenden und am darauffolgenden Wochenende (Hinspiel 24. April in Düsseldorf, Rückspiel am 30. April in Ahlen) im Finale um die Westdeutsche. Gegner ART Düsseldorf setzte sich souverän mit zwei Siegen gegen den Vize-Westfalenmeister aus Nettelstedt durch.

Glückliche Gesichter bei den Ahlenern, bei denen Joel Wessel mit neun und Noah Schroeder mit acht Toren die erfolgreichsten Torschützen waren. Martina Michalczik tanzte mit ihren Jungs nach Spielschluss durch die Halle und war sehr zufrieden: „Wir haben heute diszipliniert und mit einer tollen Mannschaftsleistung gespielt. Die Jungs haben eins zu eins das umgesetzt, was wir besprochen hatten. Jeder hat jeden Mitspieler unterstützt, wir waren ein Team“, lobte Trainerin ihre Jungs. Auf dem Rückweg wurde das Transportmittel zum Partybus.

HLZ Ahlen: Grabitz, Kurowski, Austermann, Depenwisch (2), Mohr (1), Supenkamp, Noack (2), Müer, Schroeder (8), Wessel (9), Artmeier (4), Filthaut, Marquis (4), Schmidt.

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