Handball-Verbandsliga: Niederlage beim Schlusslicht
TSV steckt jetzt tief im Schlamassel

Ladbergen -

Statt einen Befreiungsschlag zu landen, versinkt der TSV Ladbergen noch tiefer in den Abstiegsschlamassel rein. Am Samstagabend verlor der Verbandsligist aus dem Heidedorf beim bisher sieg- und punktlosen Schlusslicht HSG TuS EK Spradow mit 22:25 (10:12).

Sonntag, 30.10.2016, 15:10 Uhr

Mohammed Alkenane (hinten rechts) zeigte bei der TSV-Vorstellung in Spradow eine gute Partie. Aber an der Niederlage konnte auch er nichts ändern.
Mohammed Alkenane (hinten rechts) zeigte bei der TSV-Vorstellung in Spradow eine gute Partie. Aber an der Niederlage konnte auch er nichts ändern. Foto: Alfred Stegemann

„Das war ein gebrauchter Tag“, nutzte TSV-Trainer Jens Großpietsch eine altbekannte Floskel, um seine Stimmungslage auch am Morgen nach dem Spiel auszudrücken. „Das war schon eine große Enttäuschung.“

Drei Gründe waren für den TSV-Coach ausschlaggebend für die bittere Niederlage. Grund eins: „Wir haben gehemmt gespielt. Bis auf die letzten Minuten war das nicht der Handball, den wir spielen wollten.“ Grund zwei: „Wir hatten eine schlechte Qualität im Rückraum. Das waren heute nur 20, 30 Prozent. Aber ich mache den Spielern keinen Vorwurf, sie hatten einfach einen schlechten Tag.“ Grund drei: „Wir haben unser Tempospiel nicht über 60 Minuten durchgezogen.“ Dazu seien dann im ganzen Spiel noch überdurchschnittlich viele individuelle Fehler gekommen. „Und wenn es dann mal ganz gut lief, hat wieder irgendeiner etwas verbockt oder sich nicht an die Absprachen gehalten“, kritisierte Großpietsch. Dazu seien noch viele „doofe Zwei-Minuten-Strafen“ gekommen, so der Coach. „Das war in der Summe am Samstagabend zu viel“, musste er eingestehen.

Die Fünf, die jetzt da unten drin stehen, werden auch die Absteiger unter sich ausmachen.

Jens Großpietsch

Aber Großpietsch wollte nach dem Spiel nicht nur das Negative sehen. „Es gab auch Lichtblicke. Mohammed hat ein gutes Spiel gemacht“, fand er. Auch Jonas Beckmann und Johannes Große-Schute hätten ihre Aufgaben gut gemeistert. Verzichten musste Großpietsch zudem auf Niklas Richter und Philipp Beckschäfer. „Zum Glück haben die anderen Ergebnisse noch gepasst. Die Fünf, die jetzt da unten drin stehen, werden auch die Absteiger unter sich ausmachen“, ist Ladbergens Trainer mehr denn je überzeugt.

In Spradow konnten die Ladberger in den ersten 30 Minuten die Partie noch offen gestalten und führten mehrfach sogar mit einem Tor. Mit einem 12:10 für die Gastgeber („Man konnte merken, dass es für die um viel ging“, so Großpietsch) ging es zum Pausentee. Dann setzten sich die Hausherren auf 14:10 ab. „Mit dem Danowsky hatten die einen sehr guten Mittelmann. Bisher hat der in dieser Saison kaum getroffen, jetzt macht der acht Tore“, zeigte sich Großpietsch überrascht. Über 18:13 und 19:14 ging es weiter im Spiel. Zum Ende hin konnte der TSV den Rückstand wieder etwas verkürzen. Zu mehr reichte es aber nicht.

Am kommenden Samstag muss der TSV Ladbergen noch einmal auswärts auflaufen und zwar beim Tabellensechsten TSV Hahlen. „Das ist noch eine andere Aufgabe als Spradow“, weiß Großpietsch. „Aber wir werden weiter arbeiten und hoffentlich weiter mit 14 Leuten trainieren“, verspricht der TSV-Coach.

► Spradow: Born, Halstenberg - Danoiwsky (8), Hülskötter, Wunderlich (1), Hornsträter (1), M.Langer, D. Langer, Peitzmeier (2), Vogt, Drosdow, Borcherding (5), Iffland (3), Orgel (5).

►  TSV: Hakmann, Bürgin - Große-Schute (6), Wüller (3), Holdsch, Beckmann (2), Dellbrügge, Schröer (3), Fiese. Mohammed (5), Pötter (3).

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