Handball Landesliga
Abschiedsvorstellung

Everswinkel -

Im Abstiegskampf im überkreislichen Handball ist nur eines gewiss, nämlich, dass bis zum letzten Abpfiff nichts wirklich sicher ist. So bereitet sich der Tabellenzwölfte SC DJK Everswinkel, obwohl abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz stehend, auf mögliche Relegationsspiele gegen andere potenzielle Landesliga-Absteiger vor.

Donnerstag, 11.05.2017, 23:05 Uhr

Der scheidende Trainer Marcel Graefer (r.) motiviert seine Jungs vom SC DJK Everswinkel, auch wenn die Chance auf den Klassenerhalt durch eine mögliche Relegation sehr gering ist.
Der scheidende Trainer Marcel Graefer (r.) motiviert seine Jungs vom SC DJK Everswinkel, auch wenn die Chance auf den Klassenerhalt durch eine mögliche Relegation sehr gering ist. Foto: R. Penno

Ob die jemals stattfinden, weiß vor Sonntag niemand. Einfluss hat auch niemand in Everswinkel und Umgebung, denn das Geschehen spielt sich am Samstag und Sonntag in rund 100 Kilometer Entfernung beim TuS Volmetal im Sauerland ab.

Schafft der Gastgeber in der Relegation den Klassenerhalt in der 3. Liga, dann ermitteln die vier Landesliga-Zwölften des Handball-Verbandes Westfalen in einzelnen Relegationsspielen nach dem Modus jeder gegen jeden einen Verein, der auch in der kommenden Spielzeit in der Landesliga bleibt.

Ob dies der SC DJK Everswinkel sein wird, ist Marcel Graefer derzeit völlig egal: „Was passiert liegt zur Zeit nicht in unserer Hand. Wir werden am Samstag um 17.30 Uhr gegen die TG Hörste spielen und aufpassen, dass sich niemand verletzt. Sollten wir noch eine Chance bekommen, möchten wir natürlich alles versuchen, um diese zu nutzen.“

So spekuliert der Übungsleiter zwar auf ein „schönes Ergebnis“, weiß aber, dass es auch für einige Everswinkeler der Abschied aus der ersten Mannschaft ist. So soll selbst der ehemalige Abwehrchef und Langzeitverletzte Marcel Perschke am Samstag noch einmal das SC-DJK-Trikot im Wettbewerb tragen dürfen.

In der Vorwoche unterlag Everswinkel beim schon aufgestiegenen Meister TV Emsdetten II deutlich 23:39. Da schonte Graefer sogar einige Spieler für den möglichen Nachschlag. Dies könnte morgen auch der Fall sein, allerdings möchte viele gern am Samstag „auf der Platte stehen“, so Graefer.

„Es ist schon eine seltsame Situation“, machte Marcel Graefer deutlich, dass es nicht einfach ist, sich und die Mannschaft bei guter Laune zu halten, wenn es so viel Ungewissheit gibt: „Wir müssen im Rhythmus bleiben, obwohl wir nicht wissen, ob es tatsächlich noch notwendig ist.“ Da bekanntlich die Hoffnung als letztes erlischt, dürfen sich die Everswinkeler Handballfreude also noch einmal auf ein tolles Spiel freuen.

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