Handball: Relegation um den Klassenerhalt in der Verbandsliga
Krimi ohne Happy-End in Ladbergen

Ladbergen -

Einen wahren Handballkrimi erlebten am Sonntagabend die Zuschauer in der Ladberger Rottsporthalle, aus Sicht des TSV Ladbergen aber ohne Happy-End. Nach der 28:34-Niederlage im Relegations-Hinspiel um den Klassenverbleib in der Verbandsliga fehlte dem TSV am Sonntag im Rückspiel gegen den HSG Plettenberg/Werdohl nur ein Tor.

Sonntag, 28.05.2017, 20:05 Uhr

Mohammed Alkenane (beim Wurf) konnte sich einige male gut in Szene setzen. Dennoch verpasste der TSV Ladbergen am Ende die Überraschung. Die glücklichen Sieger aus Plettenberg durften dagegen den Ligaerhalt feiern.
Mohammed Alkenane (beim Wurf) konnte sich einige male gut in Szene setzen. Dennoch verpasste der TSV Ladbergen am Ende die Überraschung. Die glücklichen Sieger aus Plettenberg durften dagegen den Ligaerhalt feiern. Foto: Uwe Wolter

Beim Stand von 31:26 vergab in letzter Sekunde Philipp Wüller die Chance zum möglichen 36:26-Endstand. „Das hätte gereicht, weil wir mehr Auswärtstore erzielt haben“, trauer Ladbergens Interimscoach Stefan Ferlemann der verpassten Chance nach.

Während die Gäste aus dem Sauerland unter dem frenetischen Jubel der zahlreich mitgereisten Fans den Ligaerhalt ausgiebig feierte, war beim TSV Tristesse angesagt. Enttäuscht lagen die Ladberger auf dem Hallenboden. In den 60 Spielminuten zuvor hatten sie alles gegeben und bis zur letzten Patrone gekämpft. Die Letztendlich hatte es nicht sollen sein.

Zur Pause war für den TSV noch alles drin. Beim Stande von 15:11 waren die Gastgeber bis auf zwei Tore herangekommen. Nach lange ausgeglichenem Spiel mit wechselnden Führungen egalisierten die Ladberger nicht nur einen Zwei-Tore-Rückstand (7:9 nach 20 Minuten), sondern drehten das Spiel zu ihren Gunsten. Felix Beckschäfer, Florian Graß und zwei Mal Jonas Beckmann machten daraus binnen drei Minuten eine 11:9-Führung für den TSV. Alkenane brachte die Hausherren dann erstmals mit drei Toren in Front (28.). Der TSV wirkte richtig aufgedreht und baute diesen Vorsprung noch auf 15:11 zum Seitenwechsel aus.

Im zweiten Durchgang blieb die Partie auf des Messers Schneide. Zunächst konnten die Gäste den Abstand immer wieder bis auf drei Tore verkürzen. Aber nach 46 Minuten lag der TSV nach dem Tor von Julian Schröer plötzlich mit sieben Treffern vorne (25:18). Das wäre zu diesem Zeitpunkt der Klassenerhalt gewesen. Aber die Begegnung wurde – von beiden Seiten – immer hektischer geführt. Als der TSV dann fünf Minuten vor Schluss beim Stande von 27:24 in doppelter Unterzahl spielen musste, schien alles gelaufen. Doch der TSV zeigte Moral und erhöhte sogar auf 29:24 und war wieder im Geschäft. 60 Sekunden vor Ende verkürzte Plettenberg auf 26:30. Florian Graß gelang das 31:26, der TSV bekam noch eine Chance, die aber Wüller aus ungünstiger Position in letzter Sekunde nicht nutzen konnte.

„Die Mannschaft hat alles gegeben. Am Ende war es wohl die Unerfahrenheit“, sagte Ferlemann. „Aber das war eine starke Leistung heute, wenn man bedenkt, welche Mannschaft auf dem Parkett stand; verwies der Coach auf sechs fehlende Stammkräfte.

So muss der TSV in der neuen Saison in der Landesliga einen Neuanfang starten.

Die Statistik

TSV Ladbergen: Hakmann, Kaiser - Große-Schute (3), A. Alkenane, Wüller (3), Holdsch (2), Beckmann (5), Graß (3), Schröer (6), König (3), Beckschäfer (3), M. Alkenane (3).

HSG Plettenberg/Werdohl: Meckel, Bergner - Hurlbrink (1), Scheerer (5), Scheuermann (3), Mehlbauer, Lakic, van der Hurk (7), Kissling, Traumüller (1), Esser, Krpacic (5), de Liello (1), Lengelsen (3).

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Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2, 3:2, 3:4, 4:4, 4:5, 6:5, 6:7, 7:7, 7:9, 11:9, 11:10m 13:10, 13:11, 15:11 - 16:11, 16:12, 17:14, 18:14, 18:16. 20:16, 20:17, 23:17,23:18, 25:18, 25:19, 26:19, 26:22, 27:22, 27:24, 29:24, 29:25, 30:25, 30:26, 31:26.

Zeitstrafen: TSV (4): Schröer (2), Holdsch, Beckmann - HSV (2): Scheuermann, Kissling

Siebenmeter: TSV (1): Schröer verwirft - HSV (3): Scheerer trifft einmal, verwirft einmal, de Liello verwirft.

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