Handball: Start der 3. Liga West – Saison 2017/2018
Ahlener SG will mit langem Atem zum Erfolg kommen

Ahlen -

Mit dem Aufstieg werden die Drittliga-Handballer der Ahlener SG wohl nichts zu tun haben. Zu groß ist der Vorsprung der Konkurrenz. Macht aber nichts, denn ein spannender Abstiegskampf wie in der vergangenen Saison hat schließlich auch seinen Reiz. Für den brauchen die Ahlener wohl wieder einen langen Atem, glaubt Trainer Sascha Bertow – und schraubt an den letzten Prozenten.

Donnerstag, 24.08.2017, 16:08 Uhr

Die Ahlener SG: (hintere Reihe v.l.) Dimitry Stukalin, Luca Werner, Kai Bekston, Ferdi Hümmecke, Felix Harbaum, Marvin Michalczik, Mattes Rogowski; (mittlere Reihe v.l.) Geschäftsführer Andreas Bartscher, Betreuer Werner Salewsky, Betreuer Jan Anton, Trainer Sascha Bertow, Co-Trainer Thorsten Szymanski, Physio Dennis Kreul, Betreuer Heribert Wiegers, Physio Monika Steimann, Geschäftsführer Klaus Jäger; (vordere Reihe v.l.) Niklas Seifert, Nick Steffen, Thies Hülsbusch, Sven Kroker, Andreas Tesch, Lukas Brüske, Kevin Wiegers, Philipp Lemke und Björn Wiegers
Die Ahlener SG: (hintere Reihe v.l.) Dimitry Stukalin, Luca Werner, Kai Bekston, Ferdi Hümmecke, Felix Harbaum, Marvin Michalczik, Mattes Rogowski; (mittlere Reihe v.l.) Geschäftsführer Andreas Bartscher, Betreuer Werner Salewsky, Betreuer Jan Anton, Trainer Sascha Bertow, Co-Trainer Thorsten Szymanski, Physio Dennis Kreul, Betreuer Heribert Wiegers, Physio Monika Steimann, Geschäftsführer Klaus Jäger; (vordere Reihe v.l.) Niklas Seifert, Nick Steffen, Thies Hülsbusch, Sven Kroker, Andreas Tesch, Lukas Brüske, Kevin Wiegers, Philipp Lemke und Björn Wiegers Foto: HLZ Ahlener SG

Mit gleich drei Freitagsspielen öffnet die 3. Liga heute Abend wieder ihre Pforten. Die heimischen Handballer der Ahlener SG lassen sich mit ihrem Saisonstart zwei Tage mehr Zeit, müssen erst am Sonntagnachmittag (16 Uhr) wieder ran. Dafür wartet auf die Mannschaft von Sascha Bertow und Thorsten Szymanski mit der runderneuerten HSG Krefeld aber gleich ein Schwergewicht der Liga.

Das Saisonziel

Mit einem Auswärtssieg bei eben jener HSG Krefeld , bei der sie nun wieder startet, hat die ASG die vergangene Saison abgeschlossen. Damit war dann auch der Klassenerhalt für den damaligen Aufsteiger eingetütet. Der ist auch in dieser Saison das große Ziel der Truppe. „Man sagt ja, das zweite Jahr nach dem Aufstieg wird schwerer. Ob das stimmt, werden wir sehen. Schwer wird es aber auf alle Fälle. Ich denke, jedem ist bewusst, dass wir nicht unbedingt eine Mannschaft für die Top 10 sind, sondern dass wir gegen den Abstieg spielen“, sagt Trainer Sascha Bertow. Um sich mit den ganz Großen der Liga zu messen, fehlt das Kleingeld. Klagen will Bertow darüber nicht, nur die Verhältnisse einordnen: „Wie wir es machen, machen wir es sehr gut. Aber wir müssen eben haushalten mit dem Budget. Andere Teams haben da ganz andere Möglichkeiten.“

Fanbus zum Auswärtsspiel in Krefeld

Die ASG setzt zum Auswärtsspiel in Krefeld wieder ihren kombinierten Mannschaft-Fanbus ein. Abfahrt ist am Sonntag, 27. August, um 12 Uhr an der Friedrich-Ebert-Halle. Der Fahrpreis beträgt fünf Euro. Verbindliche Anmeldungen nimmt Karina Dornscheidt unter ' 0174/88 98 300 entgegen. Auch für alle weiteren Auswärtsbegegnungen der Hinrunde bietet die ASG Fanbusfahrten an. Die Termine sind ab Anfang September über die Homepage – www.hlz-ahlen.de – abrufbar.

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Die Favoriten

Zu den absoluten Top-Kandidaten auf die Meisterschaft wird ein Team immer wieder gezählt: der TuS Ferndorf. Dass der Zweitliga-Absteiger am liebsten sofort wieder hoch möchte, ist ein offenes Geheimnis. Spätestens aber bei den ersten Ergebnissen im DHB-Pokal dürfte auch der Letzte aufgehorcht haben: Ferndorf schmiss binnen 22 Stunden erst Bundesligist GWD Minden (23:22) aus dem Wettbewerb und ließ dann den Zweitligisten TV Emsdetten mit 29:23 abblitzen, steht damit nun im Achtelfinale. „Den TuS Ferndorf sehe ich ganz klar oben drin“, sagt auch ASG-Coach Bertow. Bayer Dormagen („Die wollen unbedingt aufsteigen“), die HSG Krefeld („Haben sich sehr, sehr gut verstärkt“) und auch die SG Schalksmühle-Halver („Können eine gute Rolle spielen“) sieht er als weitere Kandidaten für die vordersten Plätze an.

Kader der Ahlener SG

Kader der Ahlener SG

Der Abstiegskampf

Wie schon im vergangenen Jahr wird es wohl eine Dreiteilung der Liga geben: Vorne die vier genannten Vereine, vielleicht noch ein Überraschungsteam, dahinter ein kleines Mittelfeld und dann gleich sieben, acht Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen werden. Zu denen zählt die ASG. „Wer davon am schwächsten ist, ist nicht vorherzusagen. Die Teams sind sehr gleichwertig. Wer zu Hause fleißig punktet und auswärts noch den einen oder anderen Zähler mitnimmt, hat die besten Chancen auf den Klassenerhalt“, so Bertow. Weil er die Clubs unten als so gleichwertig einschätzt, glaubt er auch nicht an ein frühzeitig entschiedenes Abstiegsrennen: „Der längere Atem wird wieder entscheidend sein“, sagt er.

Heimspiele beginnen um 19 Uhr

Wann sollen die Heimspiele der Ahlener SG beginnen? Diese Frage stellte der Verein im Frühjahr in einer großen Internetumfrage und bei den Partien in der Friedrich-Ebert-Halle. „Am Ende gab es zwei gleichgroße Lager, die sich für Samstag 18 bzw. 19.30 Uhr ausgesprochen haben“, so ASG-Sprecher Sven Sandbothe. „Um allen Fans gerecht zu werden, haben wir nun die goldene Mitte gewählt und uns mit den meisten gegnerischen Mannschaften auf 19 Uhr am Samstagabend geeinigt.“

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Der Kader der Ahlener SG

Einen großen Umbruch gab es nicht. Mit Nico Wunderlich (Karriereende), Nico Horn (eigene Reserve), Alexander Jungeilges (HSG Altenbeken/Buke) und zuletzt Pavol Niroda gab es vier Abgänge. Zum absoluten Stamm der Mannschaft gehörte davon aber nur der beruflich bedingt abgewanderte Niroda, der mit Andreas Tesch ein kongeniales Duo im Tor bildete. Für ihn hat die ASG jüngst Lukas Brüske vom OSC Dortmund verpflichtet. Ein vom Start weg absolut gleichwertiger Ersatz kann er nicht sein. „Bis sich das eingespielt hat, braucht es Zeit. Er muss sich erst dran gewöhnen, wie es ist, hinter unserer Abwehr zu stehen – und umgekehrt muss sich die Abwehr auch auf ihn einstellen“, wirbt Bertow um Geduld, zumal Brüske ja erst in der vergangenen Woche endgültig verpflichtet wurde. Rückkehrer Felix Harbaum dagegen ist offenbar schon glänzend integriert. „Er hat sich sehr, sehr gut reingebissen in jedes Spiel und jedes Training und will sich bei uns durchsetzen“, lobt Ahlens Trainer. „Super eingeschlagen“ sei auch Rechtsaußen Nick Steffen, der mit seiner nun ersten, kompletten Saison im Trikot der Ahlener als halber Neuzugang firmiert. „Wir haben mit Nick Steffen und Kevin Wiegers auf links sowie Thies Hülsbusch und Niklas Seifert auf rechts nun beide Außen gleichwertig besetzt und sind super zufrieden“, berichtet Bertow.

Das neue Spielsystem

Die fixen Außen sind auch für das neue, alternative Abwehrsystem von Vorteil. Denn die deutlich offensivere Variante der bisherigen 6:0-Deckung soll abhängig vom Gegner zum Einsatz kommen und ist bewusst darauf ausgelegt, mehr Bälle zu erobern. Die sollen dann auf die schnellen Außen weitergeleitet und das eine oder andere „einfache“ Tor mehr erzielt werden. Was sich zunächst nach einer nicht so großen Umstellung anhört, ist in Wahrheit deutlich komplizierter, wie Bertow sagt. „Man muss viel aggressiver sein, auch in der Abwehr mal kreuzen, was man ja eigentlich nicht so will. Kurz: Es erfordert in vielen Situationen ein komplettes Umdenken meiner Mannschaft. Die Jungs sind zwar spielintelligent, aber trotzdem braucht das noch ein paar Wochen. Wir müssen definitiv weiter daran arbeiten“, so der Ahlener Coach. Wenn es klappt, hofft Bertow, flexibler auf die Gegner reagieren und die vielleicht entscheidenden paar Prozente mehr rauskitzeln zu können.

Was der Trainer über den Auftaktgegner HSG Krefeld zu sagen hat, lesen Sie am Samstag.

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