Jahresrückblick 2017
Buchen die Handballer der Ahlener SG ihr drittes Saison-Endspiel?

Ahlen -

Was bringt der Saisonendspurt der Ahlener SG wohl 2018? Wenn es nach dem Gesetz der Serie geht, dann wieder ein hochspannendes Finale am letzten Spieltag. Es wäre bereits das dritte nach 2016 und 2017.

Mittwoch, 03.01.2018, 17:01 Uhr

Ganz cool scheint Nico Wunderlich es zu nehmen, wie seine Mannschaft und die Fans ihn nach dem Abstiegsfinale in Krefeld in den Ruhestand verabschieden. In Wirklichkeit wird es ein hochemotionaler Adieu mit der Krönung Klassenerhalt.
Ganz cool scheint Nico Wunderlich es zu nehmen, wie seine Mannschaft und die Fans ihn nach dem Abstiegsfinale in Krefeld in den Ruhestand verabschieden. In Wirklichkeit wird es ein hochemotionaler Adieu mit der Krönung Klassenerhalt. Foto: René Penno

Denn nach dem lange ersehnten und beim „Endspiel“ in Gladbeck schließlich auch errungenen Aufstieg in die 3. Liga geht es für die Handballer von Sascha Bertow im zurückliegenden Jahr wieder um die Wurst. Dieses Mal um den Klassenerhalt. Und wieder bestehen sie die Feuerprobe. Durch einen in dieser Deutlichkeit kaum für möglich gehaltenen 28:21-Kantersieg bei der HSG Krefeld halten die Wersestädter die Konkurrenz aus Volmetal und Langenfeld auf Distanz.

Hinterher – so ist das im Erfolgsfall – war es ein wirklich würdiger Abschluss für die erste Drittliga-Saison der Ahlener nach ihrer Rückkehr. Vorher aber hätten die Protagonisten besser alles getan, um sich den schweren Gang nach Krefeld zu ersparen.

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Dreikampf um den Klassenerhalt

Schließlich hat die Bertow-Truppe bis dahin auswärts nicht viel gerissen, fast alle ihre Punkte vor heimischen Publikum eingefahren. Zwei Spieltage vor Schluss muss deshalb noch ein Sieg her. Doch beim letzten Auftritt in der Friedrich-Ebert-Halle gibt es eine verdiente 33:36 (16:18)-Heimniederlage gegen die HSG Lemgo 2. Der TuS Volmetal verliert zwar ebenfalls mit 27:34 bei GWD Minden 2. Dafür aber gewinnt die SG Langenfeld beim VfL Gummersbach 2 äußerst knapp mit 23:21 und setzt damit die beiden anderen unter noch mehr Druck.

Am letzten Spieltag kommt es somit zu einem Dreikampf um den Klassenerhalt per Fernduell. Die Ahlener SG hat dank des Vorsprungs von einem Punkt die zumindest mathematisch einfachste Aufgabe: Mit einem Sieg in Krefeld brennt nichts mehr an und der Klassenerhalt ist gesichert. Bei jedem anderen Ergebnis kommt es entscheidend darauf an, was die Konkurrenz abliefert.

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ASG legt starken letzten Auftritt in Krefeld hin

Doch darauf will sich die ASG offenbar überhaupt nicht verlassen und haut in Krefeld noch einmal alles raus. Bereits zur Pause sieht es mit einer 14:10-Führung gut aus. Am Ende ist der Sieg völlig verdient und die Mannschaft samt mitgereister Anhängerschaft hat zum zweiten Mal binnen eines Jahres einen riesigen Grund zum Feiern.

Besonders schön: Den Schlusspunkt zum 28:21 setzt ausgerechnet Nico Wunderlich, der in den letzten drei Minuten noch mal zum Einsatz kommt und den letzten Treffer markiert. Für den in der 3. Liga nicht oft eingesetzten Außenspieler wird es ein emotionaler Abschied. Die Zuschauer feiern ihn mit Sprechchören.

Wunderlich und Niroda verlassen ASG

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemandem klar ist: Auch für einen anderen Aufstiegshelden ist der Sieg in Krefeld das letzte Pflichtspiel bei der Ahlener SG. Denn im Sommer verlässt Torwart Pavol Niroda die Wersestädter aus beruflichen Gründen. Nachdem der Slowake sein Studium im Frühjahr des Jahres beendet hat, fehlt ihm in Ahlen die berufliche Perspektive. Als Niroda, der mit Andreas Tesch ein kongeniales Duo im Kasten bildet, einen Job im Ausland findet, lassen ihn die Ahlener schweren Herzens gehen. Als Ersatz kommt Lukas Brüske vom Oberliga-Absteiger OSC Dortmund, der bei und trotz der 27:31-Niederlage gegen die Bergischen Panther eine Topleistung abliefert.

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Zweite Drittliga-Saison lässt sich gut an

In die neue Drittliga-Saison starten die Ahlener wegen eines schweren Auftaktprogramms mit zwei Niederlagen. Danach aber zeigt die Mannschaft von Sascha Bertow, dass sie in ihrer ersten Spielzeit nach dem Aufstieg Erfahrungen gesammelt hat. Schnell gelingt es ihr, ins relativ gesicherte Mittelfeld vorzustoßen, pendelt in der Hinrunde zwischen Platz fünf und zehn.

Zum Winter hin geht den Ahlenern etwas die Puste aus. Zwar stehen sie in der Tabelle noch immer auf dem zehnten Platz, der einst schon recht komfortable Vorsprung auf die Abstiegsplätze schmilzt aber. In die Pause geht es mit einer erwartbaren Auswärtsniederlage beim Tabellenvierten Leichlinger TV (30:23) und drei Zählern Vorsprung vor dem OHV Aurich, der mit Rang 14 den ersten Platz unter dem Strich einnimmt. Zur Halbserie sind mindestens noch sieben Vereine gefährdet.

Ein Endspiel wäre diesmal zu Hause

Ob sich die ASG also wieder bis zum letzten Spieltag für den Klassenerhalt Zeit lässt? Bei gleichem Ergebnis könnten die Handballer bestimmt damit leben. Bis dahin werden sie aber erneut alles versuchen, ein Finale zu vermeiden. Immerhin das steht schon fest: In die Fremde müssten sie dieses Mal nicht dafür. Denn am 5. Mai findet das letzte Spiel der Saison gegen den Leichlinger TV in der Friedrich-Ebert-Halle statt.

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