Handball: Damen-Landesliga
Ahlener SG und Eintracht Dolberg gemeinsam in der Paartherapie

Ahlen -

Man könnte das bevorstehende Derby zwischen den Handballerinnen der Ahlener SG und Eintracht Dolberg als eine Art Therapiestunde betrachten. Beide Teams haben derzeit nicht ihre beste Phase in der Landesliga und könnten mit einem Sieg im wichtigen Prestigeduell nicht nur zwei Punkte, sondern auch mentale Stärke für die kommenden Wochen mitnehmen.

Donnerstag, 22.02.2018, 19:02 Uhr

Während die Freundschaft beider Trainer auch während der 60 Minuten nicht ruhen wird, gehen die Spielerinnen von Eintracht Dolberg und Ahlener SG, hier Sarah Adam, Isabel Longo und Lisa Kreitinger (v.l.) wenig zimperlich miteinander um.
Während die Freundschaft beider Trainer auch während der 60 Minuten nicht ruhen wird, gehen die Spielerinnen von Eintracht Dolberg und Ahlener SG, hier Sarah Adam, Isabel Longo und Lisa Kreitinger (v.l.) wenig zimperlich miteinander um. Foto: Lars Gummich

Die ASG, derzeit mit 16:10 Punkten auf Rang vier der Tabelle, hat zwar in diesem Jahr von fünf Spielen nur zwei verloren – jedoch auch nur einen Sieg eingefahren (31:30 gegen Harsewinkel). Vor allem die Verletzung von Amelie Gorden (Kreuzbandriss) schwächte die Mannschaft von Dogan Aydogdu immens. Bei den Gästen aus Dolberg ist die Lage hingegen etwas zwiespältig. Zwar präsentiert sich die Sieben von Jochen Bülte seit der Winterpause in deutlich verbesserter Form als noch in der Hinserie. Dennoch gab es für die Eintracht bisher nur vier Zähler im Jahr 2018 – zu wenig, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.

Mit nur 6:20 Punkten steht der SVE nur dank des besseren Torverhältnisses vor Schlusslicht SG Ruhrtal. Die Uhr tickt für die Dolberger. Es müssen nun Punkte her, um den Abstieg zu vermeiden. Bestenfalls zwei pro Spiel. „Das Derby ist ein guter Zeitpunkt, mal wieder zu gewinnen. Die Begegnung ist für uns der Motivationsschub schlechthin“, formuliert es Bülte vor dem Nachbarschaftsduell.

Duell zweier Freunde

Zwar ist dem Eintracht-Coach die absteigende Form des Gegners nicht entgangen, „aber wir tun gut daran, die ASG nicht zu unterschätzen. Ahlen ist Favorit und wird trotz der Verletzten eine schlagkräftige Truppe gegen uns auf dem Platz haben“, weiß der Trainer, der wieder auf die Dienste von Kamea Dettmer und Nicole Falk setzen kann. Auch Ann-Kathrin Kaplan und Außenspielerin Jennifer Czajor, die bei der 23:25-Niederlage gegen den Soester TV kurzfristig passen mussten, sind wieder dabei.

Dogan Aydogdu wiederum macht sich trotz zuletzt ausbleibender Ergebnisse keine Sorge um seine Truppe. „Mit der Leistung, die wir gegen Rietberg-Mastholte gezeigt haben, können wir uns auch gegen Dolberg sehen lassen. Wir müssen nur im Angriff etwas zulegen. Es wird ein spannendes Spiel“, glaubt der ASG-Trainer. Nach den vielen Ausfällen der vergangenen Woche freut sich Aydogdu, dass ihm zumindest mit Melanie Dodt und Isabell Exner zwei wichtige Akteure wieder zur Verfügung stehen.

Die Partie zwischen der ASG und dem SVE ist auch das Duell zweier Freunde, die sich gegenseitig schätzen. „Dogan ist ein netter Kerl, er ist sehr ehrlich und als Trainer sehr erfahren. Wir gehen öfters gemeinsam Kaffee trinken“, sagt Jochen Bülte über seinen Kumpel. Und dieser bekräftigt wiederum, dass die Freundschaft zwischen den beiden Übungsleitern auch während der 60 Minuten nicht ruhen wird.

Anwurf: Samstag, 19.30 Uhr; Friedrich-Ebert-Halle

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5543647?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F
Nachrichten-Ticker