Handball: 3. Liga West
Duell auf absoluter Augenhöhe – Ahlener SG bei VfL Gummersbach 2

Ahlen -

Fast scheint es, als dreht sich ihre (tabellarische) Welt nur um einander. Seit Wochen beharken sich die U23 des VfL Gummersbach und die Ahlener SG im Fernduell um die Plätze neun und zehn der 3. Liga. Mal liegt der eine vorn’, mal der andere. Die Schlussfolgerung ist klar: Da begegnen sich am Samstag zwei Teams auf absoluter Augenhöhe.

Donnerstag, 15.03.2018, 16:03 Uhr

Selbst von Bundesligaspieler Eirik Köpp (rechts) ließen sich Dimitry Stukalin und die Ahlener SG im Hinspiel nicht aufhalten. Nun hoffen sie bei der Gummersbacher Reserve auf einen erneuten Erfolg. Es wäre ein weiterer Schritt zum Klassenerhalt.
Selbst von Bundesligaspieler Eirik Köpp (rechts) ließen sich Dimitry Stukalin und die Ahlener SG im Hinspiel nicht aufhalten. Nun hoffen sie bei der Gummersbacher Reserve auf einen erneuten Erfolg. Es wäre ein weiterer Schritt zum Klassenerhalt. Foto: Rene Penno

Beide haben den Klassenerhalt als oberstes Ziel ausgegeben, beide befinden sich auf einem guten Weg dorthin – und beide wollen natürlich im direkten Duell den nächsten Schritt machen. Eine weitere Parallele: Sowohl Gummersbachs Zweite als auch die Ahlener SG haben ihr letztes Spiel deutlich verloren. Während sich die Mannschaft von Sascha Bertow zu Hause gegen den Longericher SC ein 26:34 fing, kam der VfL beim Leichlinger TV nicht minder unter die Räder (28:35).

Die Partie war das (unschöne) Trainerdebüt für Gummersbachs verletzten Kapitän Sebastian Schöneseiffen, der seinen mit Grippe flach liegenden Coach Maik Thiele an der Seitenlinie vertrat. ASG-Trainer Sascha Bertow hat auf Schöneseiffen ein besonderes Augenmerk und fordert von seiner Mannschaft „den Mittelmann in den Griff“ zu bekommen. Dass der nämlich weiterhin verletzt ausfällt, glaubt er nicht. „Gegen uns spielen sowieso immer alle“, sagt er lapidar. Auf eine Schwächung des Gegners will er sich nicht verlassen.

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

Verstärkt sich die Reserve wieder aus der Bundesliga-Truppe?

Dabei hatte der Mittelmann ebenso wie mit Marcel Timm ein weiterer Leistungsträger schon im Hinspiel gefehlt, das die ASG mit 29:25 gewann, obwohl die Gäste mit dem Norweger Eirik Köpp aus der Ersten prominenten Ersatz für ihre Ausfälle hatten. Der Rückraumspieler, 2,04 m groß und 107 kg schwer, erzielte acht Treffer, konnte die Niederlage in Ahlen aber auch nicht verhindern.

Damals aber hatten die Wersestädter eben auch die Unterstützung des eigenen Publikums im Rücken. Auf das müssen sie nun in der Schwalbe-Arena verzichten. Wie wohl generell auf viele Zuschauer, weil es eben leider oft das Los von zweiten Mannschaften ist, vor leeren Rängen aufzulaufen. So auch in Gummersbach und das hält Sascha Bertow für eine zusätzliche Herausforderung: „Es ist immer schwierig, in einer so großen Halle vor sehr wenigen Zuschauern zu spielen“, sagt er.

Das gilt natürlich erst recht, wenn es wie jetzt dann auch noch gegen eine „sehr gute Mannschaft der 3. Liga“ (Bertow) geht. Was die Gummersbacher Zweite so stark macht, ist ihre fundierte Handball-Ausbildung in der hauseigenen VfL-Akademie. Es warten allesamt technisch versierte, schnelle Spieler auf die Ahlener, die sich hervorragend auf Gegenstöße verstehen. „Wir müssen ohne große Fehler spielen und müssen ihre Schnelle Mitte unterbinden“, sagt Bertow. Ein bisschen also wie es zuletzt gegen Longerich der Plan war, nur diesmal hoffentlich mit mehr Erfolg.

Anwurf: Samstag, 18.30 Uhr; Schwalbe-Arena

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