Handball: 3. Liga West
Schwerstarbeit für Keeper Tesch: Ahlener SG erwartet Bergische Panther

Ahlen -

Wie gut, dass sie ihn haben: Keeper Andreas Tesch ist einer von ganz wenigen einsatzbereiten Torhütern, die der Ahlener SG verblieben sind. Doch ausgerechnet die Nummer eins ist bisher von allen Wehwehchen verschont geblieben und präsentierte sich in Topform. Gegen die Bergischen Panther wird auf ihn und die ersatzgeschwächte ASG aber wieder Schwerstarbeit zukommen.

Freitag, 05.10.2018, 13:28 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 05:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 05.10.2018, 13:28 Uhr
Unter Dampf steht Andreas Tesch ohnehin immer. Zurzeit ist er aber fast die einzige Option der Ahlener SG auf der Torhüterposition und muss deshalb im Training wie in der Meisterschaft Schwerstarbeit verrichten.
Unter Dampf steht Andreas Tesch ohnehin immer. Zurzeit ist er aber fast die einzige Option der Ahlener SG auf der Torhüterposition und muss deshalb im Training wie in der Meisterschaft Schwerstarbeit verrichten. Foto: Rene Penno

Eigentlich müsste Sascha Bertow so langsam durch die Halle schweben. 10:2 Punkte und Tabellenplatz vier sind schließlich der beste Saisonstart seit dem Wiederaufstieg in Liga drei. Legt man die Ergebnisse der Vorjahre zu Grunde, haben die Handballer bereits die Hälfte der für den Klassenerhalt notwendigen Zähler zusammen. Und jetzt folgen mit den Partien gegen die Bergischen Panther (7.), den TuS Volmetal (14.) und den VfL Gummersbach 2 (11.) auch noch drei Heimspiele am Stück.

Nur irgendwie ist Sascha Bertow noch nicht nach feiern zu Mute. „Das ist natürlich total super und freut mich für die Mannschaft. Aber am Ziel Klassenerhalt ändert das erstmal gar nichts. Alles andere nehmen wir dann wie es kommt – wenn es denn kommt – freudig an“, sagt der ASG-Coach.

Torben Voigt soll als Wiegers-Ersatz aufgebaut werden

Der hat natürlich nicht ganz Unrecht mit seinem Tritt auf die Euphoriebremse. Denn zwei so schwerwiegende Ausfälle so früh in der Saison wie nun mit Kim-Voss Fels (Wirbelbruch) und Björn Wiegers (Kreuzbandriss) hat es schließlich auch selten gegeben. Besonders der Ausfall von Wiegers, der zum absoluten Stamm gehört, gestern operiert wurde und nun wohl für die komplette restliche Spielzeit ausfällt, wiegt schwer.

Als kurzfristiger und adäquater Ersatz steht Ferdi Hümmecke bereit, der sich schon öfter mit Wiegers während einer Partie abgewechselt hat. Der „Baum“ Hümmecke ist allerdings mit seiner Statur ein anderer Typ, als es „Brecher“ Wiegers ist und war immer dann eine gute Option, wenn es mit dem normalen Kreisläufer-Spiel mal nicht so klappte.

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

Mit nur einer Kraft auf dieser Position durch die komplette Saison kommen zu wollen, ist zudem keine gute Idee. Deshalb wird nun der erst 17-Jährige Torben Voigt schneller ins kalte Wasser geschmissen als vorgesehen. Voigt hat bereits zuvor öfter bei der Ersten mittrainiert, muss nun aber noch schneller lernen. Zuletzt gegen Augustdorf saß er immerhin schon auf der Bank. Ob er nun gegen die Bergischen zu seinem ersten Einsatz kommt, lässt Bertow einstweilen offen.

„Wir werden sehen, wie der Spielverlauf ist. Im Training arbeiten wir schon viel mit Torben. Er ist eifrig dabei, aber natürlich muss er noch viel über unsere Art des Kreisläufer-Spiels lernen.“ Wenn Voigt soweit ist, hat er aber den Vorteil, wie Wiegers eher zur Fraktion „tiefer Schwerpunkt“ zu gehören. Die ASG könnte dann wieder flexibler reagieren.

Keeper Andreas Tesch allein auf weiter Flur

Eine weitere Baustelle ist vergangene Woche überraschend aufgetreten: die Torhüter-Position. Angesichts der Ausfälle von Sven Kroker und Jonas Hüsken herrscht Mangelware. Zum Glück ist die Nummer eins, Andreas Tesch, in Topform. „Teschi muss aber zurzeit Schwerstarbeit leisten“, sagt Sascha Bertow. Als einzig verbliebener Keeper steht er nämlich im Training wie in der Liga unter Dauerbeschuss. Für die HSG-Partie wird sich aber Raphael Wilmes aus der Dritten wohl zumindest wieder mit auf die Bank setzen. Angeschlagen sind zudem Dimitry Stukalin (dickes Knie) und Mattes Rogowski (Patellasehne).

Bergische Panther haben Tabellenführer Punkt abgenommen

Mit den Bergischen Panthern kommt ein unberechenbarer Gegner. Der Tabellensiebte hat schon extrem starke Partien abgeliefert, ist zum Beispiel für den bisher einzigen Punktverlust von Spitzenreiter Schalksmühle-Halver verantwortlich. Er hat aber auch schon Schwächen gezeigt wie beim 21:26 beim Tabellenvorletzten MTV Großenheidorn.

„Wir haben die mit Abstand schwächste zweite Halbzeit gespielt, seitdem ich hier als Trainer arbeite“, ärgerte sich HSG-Coach Marcel Mutz hinterher. Allerdings hat seine Mannschaft seitdem mit deutlichen Siegen gegen die SG Menden (36:30) und Gummersbach 2 (34:26) wieder ihr anderes Gesicht gezeigt. „Sie haben sich eindeutig gefangen“, sagt Sascha Bertow und warnt vor dem Rückraum mit Matthias Aschenbroich, Simon Wolter und den Bundesliga-erfahrenen Zugängen Jens-Peter Reinarz sowie Max Weiß am Kreis. Ein Selbstläufer wird es wieder nicht.

Anwurf: Samstag, 19.30 Uhr; Friedrich-Ebert-Halle

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