Handball: 3. Liga West
Jens Hunkemöller: „So hätte ich mir mein Debüt nicht erträumen können“

Ahlen -

Er galt als Unsicherheitsfaktor. Er hatte selbst Bedenken, ob er der Aufgabe gewachsen ist. Er hat sie überzeugend ausgeräumt. Jens Hunkemöller hat bei seinem ersten Starteinsatz für die Ahlener SG ein Ausrufezeichen gesetzt.

Mittwoch, 30.01.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 30.01.2019, 18:22 Uhr
Als sei er immer schon Linksaußen in der 3. Liga: Jens Hunkemöller zeigte gegen den MTV Großenheidorn keinerlei Anpassungsprobleme, spielte mit großer Selbstverständlichkeit.
Als sei er immer schon Linksaußen in der 3. Liga: Jens Hunkemöller zeigte gegen den MTV Großenheidorn keinerlei Anpassungsprobleme, spielte mit großer Selbstverständlichkeit. Foto: René Penno

Aufstiege wie der seine – von der Landesliga bis in die 3. Liga – werden gerne mit dem Adjektiv „kometenhaft“ versehen. Im Fall von Jens Hunkemöller offenbar nicht zu unrecht. Nach dem Abgang von Kevin Wiegers und Nick Steffen war die Position Linksaußen bei der Ahlener SG vakant. Auch unter den Optimisten im Verein herrschte ein gewisses Maß an Unsicherheit, ob Jens Hunkemöller der Aufgabe gewachsen sein könnte. Sein fulminantes Debüt in der Startformation beim 33:22-Heimsieg gegen den MTV Großenheidorn zerstreute diese Zweifel. Hunkemöller spielte mit einer Selbstverständlichkeit, die beeindruckend war – und er erzielte acht Treffer. Unser Redakteur Cedric Gebhardt sprach mit Hunkemöller.

Herr Hunkemöller, wann haben Sie länger wach gelegen – in der Nacht vor oder nach dem Spiel?

Hunkemöller: In der Nacht davor. Ich bin vor Spielen bis kurz vorm Anpfiff immer sehr nervös. Aber sobald es losgeht und ich einmal den Ball in der Hand hatte, legt sich das. Die Nacht nach dem Spiel habe ich sehr gut geschlafen, das war ein tolles Gefühl.

Wie bewerten Sie Ihren ersten echten Auftritt?

Hunkemöller: So hätte ich es mir nicht erträumen können. Ich hatte im Vorfeld durchaus Bedenken, dass ich meine Chance nicht nutzen kann. Deswegen ist das jetzt ein umso befreienderes Gefühl. Mit meiner Leistung im Angriff bin ich top zufrieden. Acht Tore und nur ein Fehlwurf – das war eine super Quote, die ich da hatte. Im Training klappt das nicht immer so gut. Aber wenn gleich dein erster Ball so reingeht, dann gibt einem das einen Schub, dann steigt die Motivation. Ich hatte einfach nur Bock zu spielen. Es hat wirklich alles gepasst. In der Abwehr muss ich allerdings definitiv noch besser werden, das richtige Timing besser finden und den gegnerischen Pass nach Außen verhindern.

Handball 3. Liga West: Ahlener SG – MTV Großenheidorn

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  • Handball 3. Liga West: Ahlener SG – MTV Großenheidorn Foto: René Penno
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Sie haben zuvor bei der SG Sendenhorst in der Landesliga gespielt. Wo sehen Sie die größten Unterschiede zur 3. Liga?

Hunkemöller: Der größte Unterschied ist die Intensität des Spiels, es ist viel härter und physischer. Wenn ich in Sendenhorst mal einen Ball verworfen habe, war das nicht weiter wild. In der 3. Liga wird das direkt mit einem Gegenstoß bestraft. Die Mitspieler müssen sich viel stärker auf einen verlassen können. Auch Ausdauer ist ein wichtiger Punkt. Als ich die ersten Male in Ahlen beim Training die ersten Sprints mitgemacht habe, war ich danach echt geschlaucht. Mittlerweile habe ich konditionell ein gewisses Level.

Sie trainieren schon seit mehr als eineinhalb Jahren bei der ASG mit. Was haben Sie in dieser Zeit von Ihren Vorgängern lernen können?

Hunkemöller: Nick Steffen und Kevin Wiegers sind bis heute meine Vorbilder. Sie haben mehr Sicherheit in ihren Würfen und mehr Varianten drauf. Ich habe sie immer wieder gefragt, was ich verbessern kann und versucht, mir möglichst viel abzuschauen. Jetzt, wo sie nicht mehr da sind, wird es natürlich schwieriger. Da bin ich ein bisschen auf mich allein gestellt, wobei mir ja mit Nico Wunderlich auch noch ein erfahrener Spieler zur Seite steht. Überhaupt hatte und habe ich das Gefühl, dass bei der ASG alle hinter mir stehen. Ich schätze das Vertrauen von Sascha Bertow und auch das meiner Mitspieler, auch wenn es mal im Training nicht sofort funktioniert. Das gibt mir Sicherheit.

Inwieweit kann Ihr erster Starteinsatz für Sie persönlich als Messlatte für weitere Partien gelten?

Hunkemöller: Den Grundstein habe ich mit meiner Leistung gegen Großenheidorn gelegt, aber es wird schwierig, das noch mal in gleicher Weise zu wiederholen. Wir hatten echt einen Sahnetag. Aber ich möchte mich immer weiter verbessern.

Wie sehen Ihre persönliche Ziele für die Zukunft aus?

Hunkemöller: Als ich in Ahlen angekommen bin, wollte ich mal ein Spiel in der 3. Liga machen und erste Tore schmeißen. Das habe ich schon mal geschafft. Jetzt möchte ich mit der Mannschaft den Platz im Mittelfeld festigen und vielleicht noch ein paar Plätze nach oben klettern. Mein persönliches Ziel ist es, solche Spiele wie gegen Großenheidorn zu wiederholen.

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