Handball: Landesliga
Westfalia-Coach Dreiszis im Interview: „Die Mannschaft ist galliger geworden“

Münster -

In der vergangenen Woche hat Trainer Sebastian Dreiszis seinen Vertrag bei Westfalia Kinderhaus verlängert. Im Interview erklärt der 37-Jährige, welche Ziele er mit seinem Team und was sich noch verbessern muss, um die Ambitionen hochzuschrauben.

Donnerstag, 31.01.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 15:16 Uhr
Aktivposten: Westfalia-Trainer Sebastian Dreiszis coacht und spielt noch selbst.
Aktivposten: Westfalia-Trainer Sebastian Dreiszis coacht und spielt noch selbst. Foto: Jörg Riemenschneider

Mit einem Sieg – der vierte in Folge sowie der zehnte in der Saison – ist Westfalia Kinderhaus in den zweiten Teil der Männer-Landesliga gestartet. Rückenwind für den Tabellenvierten inklusive. Den möchte das Team nutzen. Nicht nur das gesteht Trainer Sebastian Dreiszis , der seinen Vertrag gerade verlängert hat und im Sommer in sein viertes Jahr geht, im Gespräch mit Uwe Niemeyer .

Fühlen Sie Ihrer Mannschaft in der Rückrunde in Sachen Meisterschaft auf den Zahn?

Dreiszis: Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auch mit vier Siegen gestartet und dann etwas abgeflacht sind. Der TuS Brockhagen wird das Rennen machen. Ich möchte mehr Punkte in der Rückrunde erzielen als in der Hinrunde. Das habe ich den Jungs auch mit auf den Weg gegeben.

Im Sommer gehen Sie ins vierte Trainerjahr in Kinderhaus. Was hat sich in ihrer Amtszeit geändert?

Dreiszis: Wir haben den Kader verjüngt, was auch dazu führt, dass die Mannschaft galliger ist. Zudem ist unser Spiel schneller geworden. Wir bekommen es auf der Platte auch hin, den Ball ruhig zu machen. Geblieben ist die gute Stimmung. Nicht alle sind beste Freunde. Das geht gar nicht. Aber jeder kann mit jedem. Das überträgt sich auf die Leistung.

Was ist möglich?

Dreiszis: Wir wollen Platz vier behalten und könnten Rang drei schaffen. Dabei sind wir doch in einer komfortablen Situation. In der Vorsaison steckten wir noch bis zum vorletzten Spieltag im Abstiegskampf.

Zu Beginn waren Sie über die Einstellung und die Trainingsbeteiligung nicht glücklich. Hat sich das inzwischen geändert?

Dreiszis: Die Umstrukturierung – wir hatten ja vor der Saison einen umfangreichen Umbruch – hat geholfen. Wir haben jetzt eine ordentliche Konkurrenzsituation. Bei 19 Spielern weiß jeder, dass er nicht automatisch spielt.

Das heißt, es gibt im Sommer keine Veränderungen?

Dreiszis: Sicher wird es nicht wieder so einen großen Umbruch geben. Notwendig ist aber ein zweiter Torhüter, da wir aktuell mit Christopher Cooper nur einen haben. Wir suchen auch noch einen Mittelmann, der auch über außen kommen kann. Und wenn uns ein Linkshänder über den Weg läuft, sagen wir nicht nein. Zugesagt hat bereits David Honerkamp, der Bruder von Manuel. Er hat in Augustdorf und Ibbenbüren schon Oberliga gespielt.

Wäre das Umfeld denn überhaupt schon reif für die Verbandsliga?

Dreiszis: Der Verein würde das verkraften. Zudem ist die Landesliga nicht viel günstiger als die Verbandsliga. Aber die Mannschaft muss gefestigt sein, sonst kann schnell mal die Lust vergehen. Dessen muss man sich bewusst sein.

Noch ein Wort zu Ihnen. Als Zahnarzt mit eigener Praxis und Trainerjob juckt es noch immer in den Fingern. Sie sind mit 37 Jahren noch als Kreisläufer aktiv, oder?

Dreiszis: Ja, ich spiele noch für die TSG Harsewinkel in der Oberliga. Der Trainer ist ein guter Freund. Das ist anstrengend, klappt aber. Eigentlich mache ich jedes Spiel. Nur wenn sich die Termine überschneiden, hat Westfalia natürlich Vorrang.

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